Von Wald und Welt: Gedichte PDF

Gedichtform, die heute weltweit verbreitet von Wald und Welt: Gedichte PDF. Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt.


Författare: Josef Eichendorff.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht …
Vergessener Zauber der Natur in allen Momenten des Tages und des Jahres – Josef von Eichendorff schwärmt sich durch bekannte Gedichte w'Der frohe Wandersmann', 'Mondnacht', 'Wünschelrute', 'Weihnachten' und viele mehr. Verwunschene Welten begegnen uns in vielen farbigen Abbildungen, die diesen Band begleiten.

Bashō erneuerte mit seinen Schülern die Haikai-Dichtung und ermöglichte ihr die Anerkennung als ernsthafte Literatur. Wörter in den Wortgruppen vertikal aneinandergereiht werden. Es gibt jedoch kritische Stimmen über die Verteilung von Silben wie Vicente Haya oder Jaime Lorente. Der andere Teil sieht in Haiku den Oberbegriff. Formal sind beide identisch, da ihre Kennzeichen jeweils Kürze, Konkretheit, Gegenwärtigkeit und Offenheit sind. Im Deutschen werden Haiku meist dreizeilig geschrieben. Bis um die Jahrtausendwende galt zudem die Vorgabe von 5-7-5 Silben.

Davon haben sich allerdings die meisten deutschsprachigen Haijin entfernt. Sie weisen darauf hin, dass japanische Lauteinheiten alle gleich lang sind und weniger Information tragen als Silben in europäischen Sprachen. So hat Stockholm zwei Silben, aber sechs Moren. Moderne Haiku-Schulen hinterfragen weltweit zudem nicht nur die traditionellen Formen, sondern auch manche Regeln der Textgestaltung und versuchen, neue Wege zu gehen. Die japanische Dichtung ist nicht silbenzählend, sondern quantisierend.

Ein Haiku nach traditionellem Vorbild besteht aus einem Vers zu drei Wortgruppen à fünf, sieben und fünf japanischen Moren: 5-7-5. In Übertragungen oder Nachbildungen in europäischen Sprachen erscheint das Haiku diesen Wortgruppen entsprechend als Dreizeiler. Eine japanische Silbe trägt eine Mora, wenn der Vokal kurz ist und die Silbe offen auslautet. Ein langer Vokal trägt zwei Moren.

Die meisten rein japanischen Wörter bestehen aus Silben mit einer Mora. Silben mit mehreren Moren sind meist sinojapanischen Ursprungs. Die japanische Dichtung hat als Samen das menschliche Herz, und ihr entsprießen unzählige Blätter von Wörtern. Viele Dinge ergreifen die Menschen in diesem Leben: sie versuchen dann, ihre Gefühle durch Bilder auszudrücken, die sie dem entnehmen, was sie sehen und hören. Dietrich Krusche nennt Prinzipien, die im Regelfall für das traditionelle Haiku gelten: Ein Haiku ist konkret. Gegenstand des Haiku ist ein Naturgegenstand außerhalb der menschlichen Natur.

Abgebildet wird eine einmalige Situation oder ein einmaliges Ereignis. Diese Situation oder dieses Ereignis wird als gegenwärtig dargestellt. Im Haiku findet sich ein Bezug zu den Jahreszeiten. Dem Bezug auf die Jahreszeit dienen Kigo, spezielle Wörter oder Phrasen, die in Japan allgemein mit einer bestimmten Jahreszeit in Verbindung gebracht werden. Die dargestellten Dinge sind Repräsentanten erlebter Momente und der damit verbundenen Gefühle. Objekte werden stellvertretend und symbolhaft benutzt.

Ein Bild als Beispiel: Fallende Blätter, Assoziation: Herbst, Gefühl: Melancholie. Darüber hinaus verweisen einige Autoren der betrachtenden Literatur auf eine weitergehende, noch kulturspezifischere Symbolik. Viele Haiku sind in kalligraphischer Form dargestellt. Die Morenzahl ergibt im Japanischen einen Sprechtakt, der einen ähnlichen Erinnerungswert bietet wie im Deutschen die Reime. Verwandte des Haiku sind das fünfteilige Tanka mit traditionell 5-7-5-7-7 Moren und das Renga als eine Kette von Tanka.