St. Nicolaikirche Kalkar PDF

Dieser Artikel behandelt St. Nicolaikirche Kalkar PDF am Niederrhein. Zum deutschen kartäusischen Mystiker und Choraltheoretiker Heinrich Eger von Kalkar siehe dort.


Författare: Guido de Werd.
Die St. Nicolaikirche zu Kalkar gehört zu den bedeutendsten Schatzhäusern spätmittelalterlicher Kunst in Europa. Im 15. und im 16. Jahrhundert, in einer Zeit der wirtschaftlichen Blüte, errichtete eine stolze Bürgerschaft in etwas mehr als einem Jahrhundert nicht nur wichtige Bauten, wie das stattliche Rathaus und die Stadtpfarrkirche St. Nicolai, sondern stattete Letztere auch mit hochrangigen Kunstwerken, vor allem geschnitzten und gemalten Altären aus. Diese zählen zum Besten, was der Herbst des Mittelalters hervorgebracht hat.
Nach einer umfassenden Restaurierung und Neueinrichtung wurde die Kirche am 10. Dezember 2000 wieder eröffnet. Dieses Buch stellt umfassend die Kirche und ihre Kunstschätze dar. Nach einer Kurzdarstellung der Historie der Stadt Kalkar stellt Guido de Werd die Architektur und die Inneneinrichtung von St. Nicolai vor. Die Geschichte der Altäre wird ausführlich beschrieben, ebenso wie die Künstler, ihre Darstellungswelt und die Viten der Heiligen. Ein eigenes Kapitel von Alois van Doornick widmet sich den von Karl-Martin Hartmann gestalteten großformatigen Fenstern. Zum Schluss werden in einem Rundgang alle Kunstwerke in einer Kurzbeschreibung besprochen. Zahlreiche Pläne und Skizzen erleichtern dem Besucher vor Ort die Orientierung.

Kalkar, das 1230 gegründet wurde und vermutlich 1242 Stadtrechte erhielt, zeichnet sich insbesondere durch ein mittelalterlich geprägtes Stadtbild aus. Gletscher bis an den Niederrhein vor. Hier schoben sie Ablagerungen des Rheins zu Stauchmoränen auf. Eis das Niederrheingebiet hingegen nicht mehr erreicht. Es herrschte ein Klima wie in einer Tundra. Nach dem Rückzug der Gletscher verlagerte sich der Rhein allmählich nach Nordosten. Stauchmoränenkette bildete er aufgrund des geringen Gefälles in der heutigen Rheinniederung ein stark verästeltes, seichtes Gewässernetz mit zahlreichen flachen Inseln.

Aus aufgewehtem Sand entstanden im Holozän, das vor etwa 11. Der Lauf des Rheins änderte sich bis in die Neuzeit fortwährend. Die Bildung von Flussschlingen lässt sich besonders deutlich rund um den Kalkarer Ortsteil Grieth verfolgen. So floss der Rhein noch im Mittelalter zeitweilig in weitem Bogen östlich um Grieth herum. Landschaftsentwicklung im Niederrheingebiet informiert das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve.