Prozessportale PDF

Begriff aus dem Prozessportale PDF des E-Business. Im Gegensatz dazu verstehen sich reine Einkaufsplattformen als eine Kommunikation zwischen einem, bzw. Eine in der Praxis nur schwer durchzuhaltende, theoretische Unterscheidung zwischen Marktplätzen und Portalen bezieht sich auf die Abgrenzung von Funktionen und Zielsetzungen. Portale definieren sich mit dem Ziel der Geschäftsanbahnung durch die Informationsbereitstellung für die Benutzer.


Författare: Thomas Puschmann.

Portale haben sich zur zentralen Benutzerschnittstelle in Unternehmen entwickelt. Prozessportale führen diesen Integrationsgedanken weiter, indem sie inner- und überbetriebliche Applikationen verbinden und dadurch ihren Nutzern einen rollenbasierten Zugriff auf prozessrelevante Informationen gewähren. Voraussetzung hierfür ist ein Integrationsansatz, der über die reine Einbindung von HTML-Elementen in einer Webseite hinausgeht und eine prozessorientierte Bündelung von semantisch abgestimmten Applikationsbausteinen erlaubt. Das Buch zeigt, welche Bausteine ein hierfür geeignetes Architektur- und Integrationsmodell beinhaltet, wie verschiedene Unternehmen dieses Modell umgesetzt haben und welchen Nutzen sie dabei realisieren konnten.

Marktplätze hingegen konzentrieren sich auf eine ganzheitliche Abwicklung sowie Bündelung von Einkaufs-, Produktions- und Absatzprozessen. Vielfach beobachtet man jedoch eine verschwimmende Darstellung der Begriffe. Mitunter besteht die Möglichkeit zur Portallösung innerhalb eines Marktplatzes. Der Marktplatz bietet dabei den virtuellen und technischen Raum für mehrere eigenständige Portale innerhalb von jenem, die über die Infrastruktur des Marktplatzes zu erreichen sind. Im Aufbau derartiger Prozessportale können weiterhin inner- und überbetriebliche Applikationen verbunden werden. Eine einheitliche Informationsarchitektur dient der Kommunikation des OEM mit den Lieferanten, Endkunden und Mitarbeitern.

Marktplätze können anhand der Unternehmen, die den Marktplatz initiieren, aus drei verschiedenen Seiten beschrieben werden. Wie bei allen elektronischen Geschäftsmodellen, die Handelsbeziehungen unterstützen, sind dies Buy-Side-, Sell-Side- und neutrale Marktplätze. Die Betreiberstruktur hat einen wesentlichen Einfluss auf die Strategie und die Ziele des Marktplatzes im Hinblick auf die Marktakteure. Ein Buy-Side-Marktplatz wird von einem oder wenigen konzentrierten Nachfragern organisiert. Sell-side-solutions werden initiiert durch einen oder wenige Verkäufer, die sich durch dominante Stellungen in fragmentierten Märkten auszeichnen. Diese Anbieter arbeiten vielfach mit dem Ziel, ein Pendant zu Marktplatzlösungen ihrer Kunden zu schaffen, um einerseits über eine intensive Kundenbindung hohe Umsätze zu erzielen und anderseits nicht Gefahr zu laufen, durch die Lösungen ihrer Kunden ausgepresst und kontrolliert zu werden.

Neutrale Marktplätze, auch Third Parties genannt, zeichnen sich aus durch ihre Unabhängigkeit gegenüber Ein- und Verkäufern. Potenzial vorweisen können, wie es bei den anderen beiden vielfach der Fall ist. Industrie ausgerichtet und werden auch als industriebasiert oder branchenspezifisch bezeichnet. Ihre Basis ist oftmals die Zusammenführung fragmentierter Teilmärkte. Branche hinweg gehandelt und nachgefragt werden, aber meist nicht besonders in die Tiefe gehen, finden sich vorrangig auf horizontalen Marktplätzen. In geschlossenen Systemen sind die Nutzer vorrangig daran interessiert, ihre bestehenden Lieferanten mittel- bis langfristig an sich zu binden, anstatt einen neuen Lieferantenkreis zu erschließen.

Offene Marktplatzsysteme legen den Fokus auf eine Anbindung möglichst vieler Teilnehmer. Die Unterscheidung nach zentralen und dezentralen Marktplätzen leitet sich an ihrer Organisation ab. Während zentrale Marktplätze auf einem zentralen Rechnersystem basieren, erlauben dezentrale Strukturen sowohl dezentrale Datenhaltungen als auch eine dezentrale Intelligenz. Die Pflege der dezentralen Systemmodule erfolgt durch die Marktteilnehmer und weniger durch den Marktplatzbetreiber. Bedürfnisse der Industrie ausgerichtet und basieren auf langfristig ausgerichteten Geschäftsbeziehungen mit Rahmenvertragsabkommen und Entwicklungspartnerschaften. Sie zeichnen sich durch eine Vielzahl von Funktionen, Tools und Anwendungsprogrammen aus.

Auf der Basis von standardisierten Verhandlungen werden Preise direkt zwischen dem Käufer und Verkäufer ausgehandelt. Der Vorteil liegt hier in der Standardisierung der Onlineabwicklung. Gehandelt werden vielfach strategische, unregelmäßige, nicht-standardisierte Produkte und Güter mit einer höheren Komplexität. Das Katalogmanagement versteht sich als die Verwaltung sowie die geordnete und strukturierte Darstellung von elektronischen Produktkatalogen und der zugehörigen Daten und dient der Unterstützung des systematischen Einkaufs von standardisierten Produktionsgütern für ganz spezifische Branchen. Voraussetzung für die reibungslose Funktion des Katalogmanagements sind eine ständige Aktualisierung und die Abbildung der Mandantenfähigkeit.

Gängige Formate für Kataloge sind beispielsweise BMEcat, xCBL und cXML. In diesem Rahmen spricht man auch vom Maverick Purchasing. Börsen, als der in der Preisfindungsevolution am höchsten angesiedelte Mechanismus, arbeiten als ein Koordinationsmechanismus zwischen Angebot und Nachfrage und werden oftmals auch als Online-Exchanges bezeichnet. Gebote werden von den Käufern auf dem EMP abgelegt und nicht direkt beim Verkäufer abgegeben. Internet-Ökonomie: Grundlagen und Fallbeispiele der vernetzten Wirtschaft, Springer, Berlin 2010. Diese Seite wurde zuletzt am 7.

Februar 2019 um 07:55 Uhr bearbeitet. Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Informatik ein Anwendungssystem, das sich durch die Integration von Anwendungen, Prozessen und Diensten auszeichnet. Ein Portal ist eine Applikation, die einen zentralen Zugriff auf personalisierte Inhalte sowie bedarfsgerecht auf Prozesse bereitstellt.

Charakterisierend für Portale ist die Verknüpfung und der Datenaustausch zwischen heterogenen Anwendungen über eine Portalplattform. Zugangssysteme zu internen und externen Applikationen definiert , die der Unterstützung von Kunden-, Lieferanten und Mitarbeiterprozessen dienen und welche die grafische bzw. Integrationsportale dienen dem einheitlichen Zugriff auf verschiedene Anwendungen. Bei einem Integrationsportal steht das Bereitstellen von applikationsübergreifenden Leistungen im Vordergrund. Wissensmanagement- oder Zusammenarbeits-Portale dienen der Verteilung und dem Austausch von Informationen zwischen den Benutzern.

Portale ermöglichen eine Entkopplung unternehmensinterner Kernprozesse von zielgruppenspezifischen internen und externen Prozessen. Beispielsweise lassen sich auf Basis eines einzigen internen Vertriebsprozesses verschiedene Kundengruppen individuell über eigene Portalprozesse abwickeln. Im Bereich Mitarbeiterportale wird diese Form der zielgruppenspezifischen Bereitstellung für die aufgabengerechte Prozessbereitstellung genutzt. Die einzelnen Anwendungen werden oft in Unterfenstern, den sogenannten Portlets, organisiert. In den Portlets werden Inhalte aus unterschiedlichen Quellen auf einer Portalseite zusammengefasst. Die einzelnen Portlets können vom Benutzer teilweise personalisiert werden. Eine weitere Funktionalität ist die Integration von Webservices.

Da diese ursprünglich für die Kommunikation zwischen Anwendungen geschrieben wurden, ist die Präsentation nicht trivial, da beispielsweise Eingabefelder zu den benötigten Werten nur mit internen Variablennamen versehen sind. Der Vorteil der Portaltechnik liegt darin, dass eine grundlegende Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird, die einen Teil der Standardfunktionalität von Webanwendungen bereithält. Je nach Hersteller ist diese Basisfunktionalität mehr oder weniger ausgeprägt. Ein zentraler Aspekt des Portals ist mittlerweile die Integration von Applikationen in einem gemeinsamen Portal. Einheitliche Benutzeroberfläche, dadurch erhöhte Akzeptanz beim Anwender und reduzierter Schulungsaufwand. Gemeinsame Datenbasis, dadurch Verknüpfung von Informationen über Applikationsgrenzen hinweg. Prozessplattform auf Basis einheitlicher Daten, dadurch transparente und effizientere Prozesse.