MERIAN Florenz und die Toskana PDF

Dieser MERIAN Florenz und die Toskana PDF befasst sich mit der Familie Medici aus Florenz. Zu Personen und Unternehmen mit dem gleichen Namen siehe Médici.


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Italiens schönstes Stück
Was für eine Stadt, was für ein Land! Der Dom, der Ponte Vecchio, die Uffizien, Michelangelos David: Florenz ist ein Gesamtkunstwerk und ein Inbegriff für Renaissancekultur. Und außerdem die Hauptstadt der
vielleicht schönsten Region Italiens. Eine beeindruckende Landschaft mit vielen weltbekannten Städten wie
Pisa, Lucca und Siena, aber auch kleinen Orten, in denen man sich bemüht, das Leben gemütlicher und langsamer anzugehen bei hervorragendem Wein und einer Küche zum Niederknien.
Die wichtigsten Themen:
++Hausbesuch: Eike Schmidt, der deutsche Museumsdirektor der Uffizien, zeigt seine Lieblingswerke
++Männerfeindschaft: Leonardo da Vinci und Michelangelo – große Künstler, noch größere Kontrahenten
++Modelllandschaft: Warum die Toskana die perfekten Hügel hat
++Das Steinreich: Was den weißen Marmor aus Carrara so besonders macht
++Entspannung: Die Entdeckung der Langsamkeit: Fünf Städte drosseln das Tempo – und sind glücklich dabei

Mitgliedern der Medici-Familie als Könige: Cosimo kniend, Piero und Giovanni als Rückenfiguren im Mittelpunkt, und Angehörigen des Medici-Hofes, ca. Die Medici erwarben ihren Reichtum im Textilhandel, der von der Gilde Arte della Lana betrieben wurde. Die Medici führten einen Rossstirnschild, eine besondere Schildform, die nur in der italienischen Heraldik auftritt. 2:2:1 gestellt, erhöht um eine größere blaue, belegt mit drei goldenen Lilien 2:1.

Wappenschilds der Florentiner Geldwechslerzunft her, die einen mit Münzen belegten Schild hatte. Auf gekröntem Helm mit Helmdecken außen gold mit roten Kugeln bestreut, innen silbern-schwarzer Eisenhutfeh ein wachsender schwarzer Hund mit silbernem Halsband. Die aus dem Florentiner Umland stammenden Medici lassen sich erstmals in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Amtsinhaber in der Gilde der Kaufleute nachweisen. 1378 zum Gonfaloniere gewählt wurde, traten sie erstmals ins Rampenlicht.

Entwicklung des Banco Medici begann der Aufstieg der Familie: Giovanni wurde zum Bankier des Gegenpapstes Johannes XXIII. Reichtum de facto der führende Bürger von Florenz. Sein ältester Sohn Piero di Lorenzo de’ Medici übernahm das Bankgeschäft und die politische Führungsrolle, während der zweite Sohn, Giovanni, als Leo X. 1512 gelang dessen Sohn Lorenzo die Rückkehr, der 1527 aber die erneute Vertreibung folgte. Kaisers war es im Anschluss an die Krönung Kaiser Karls V. Die Umwandlung der Republik in eine Monarchie war jedoch nicht aufzuhalten.

Lorenzo di Piero war 1516 von seinem Onkel, Papst Leo X. Nach dem Tod Alessandros setzte sich der von diesem favorisierte Cosimo I. Titel wurde 1575 dem Großherzog Francesco I. Nach dem Tod des letzten, kinderlosen Großherzogs Gian Gastone 1737 fiel das Großherzogtum aufgrund des Erlöschens der regierenden Medicis im Mannesstamm als erledigtes Fahnlehen an das Reich zurück und konnte von Kaiser Karl VI. Eine bedeutende netzwerkanalytische Studie von John Padgett und Christopher Ansell zeigt, dass eine Grundlage für den Aufstieg der Medici die besondere Struktur ihres Beziehungsnetzes zwischen den Jahren 1400 und 1434 nach dem Ciompi-Aufstand war. Das Netzwerk der Medici zeigt bei den Beziehungen der Medici in ihrer Partei eine Trennung von Heirats- und ökonomischen Beziehungen.

Die größten Leistungen mit Hilfe des Geldes der Medici wurden in Kunst und Architektur vollbracht. Die Basilica di San Lorenzo mit den Medici-Kapellen, u. Uffizien, die Giorgio Vasari im Auftrag von Cosimo I. Ende April 2004 haben italienische Wissenschaftler unter der Leitung des Paläopathologen Gino Fornaciari damit begonnen, die Gräber von insgesamt 49 Mitgliedern der Familie zu öffnen. Ziel sei es, die genauen Todesursachen, Krankheiten sowie Ernährungsgewohnheiten der Angehörigen zu erforschen. Zunächst wurden verschiedene Grabmäler in den Medici-Kapellen sowie in der Kirche San Lorenzo geöffnet.

Obwohl das Projekt erst in der kommenden Zeit zu Ende gebracht sein wird, steht inzwischen fest, dass die Medici entgegen der gängigen Meinung nicht an Gicht, sondern an einer genetisch bedingten Form der Arthrose erkrankt waren. Zudem aßen sie neben Fleisch auch viel Gemüse und Getreide. Außerdem litten viele Mitglieder der Familie an Karies. Kardinälen Giulio de’ Medici, dem späteren Clemens VII.