Ein Regenwurm war so allein… PDF

Ursprünglich ein Regenwurm war so allein… PDF Waldbestattungen unter Nomadenvölkern verbreitet und mit naturreligiösen Vorstellungen verbunden. Sauter hat 1999 einem Bankfachwirt und einer Juristin das Recht überlassen, unter dem gleichen Namen Wälder in Deutschland zu betreiben.


Författare: Isa Salomon.
Die Natur belauscht, das alltägliche Leben beobachtet, kuriose Zeitungsmeldungen nach eigener Fantasie ausgeschmückt, so sind mit Herz und Humor zahlreiche illustrierte Verse und Gedichte entstanden, die wohl jedem Leser, Groß und Klein, ein Schmunzeln entlocken.

Seit 2007 führt die Juristin das Unternehmen allein. Zwar folgt die Beisetzung im Wald tradierten Ritualen, doch sind wesentliche Abläufe der Kundenbetreuung auf die Möglichkeiten des Internets und des Dialogmarketings hin ausgerichtet. Die Zweckbindung als Bestattungswald wird über eine eingetragene Grunddienstbarkeit gesichert, diese beträgt üblicherweise 99 Jahre ab Eröffnung. Bestattungswälder sind im Wesentlichen auf den deutschsprachigen Raum beschränkt und unterliegen dem Wettbewerb. Mehrere Unternehmen sind gegründet worden, die sich ihre Namensrechte als Wort-Bild-Marke haben schützen lassen, sie betreiben ca. 160 Standorte in Deutschland, mehr als hundert in der Schweiz, vereinzelte in Österreich. Die Unternehmen bieten ihre Dienstleistung entweder selbst an oder vertreiben sie mittels Franchising, bei dem der Waldeigentümer das Konzept und die Marke gegen Entgelt nutzen darf.

Außerhalb des deutschsprachigen Raumes sind Anlagen in den Niederlanden und Tschechien bekannt, nicht jedoch aus Frankreich, Polen und Skandinavien. Der Waldboden wird bis in eine Tiefe von mindestens 80 cm aufgegraben, um die Urne direkt im Baumwurzelbereich beizusetzen. Je nach Schutzstatus der beanspruchten Waldfläche werden Urnen aus Holz, einem Bioplastik oder solche aus dauerhaftem Edelstahl verwendet. Ein hermetischer Geruchsverschluss verhindert Wühltätigkeit durch Wildschweine. Basisbäumen unterschieden, vergleichbar sind diese mit Wahlgräbern und Standardreihengräbern auf Traditionsfriedhöfen. Die Grabstätten werden durch mit einer Edelstahlschraube am Baum befestigte Biotop-nummern gekennzeichnet, zusätzlich einer Kennzeichnungstafel. Für bis zu sechs Verstorbene kann je eine Gedenktafel angebracht werden.