Die Rede des Calgacus in Tacitus´ Agricola PDF

Dieser Artikel beschreibt den römischen Die Rede des Calgacus in Tacitus´ Agricola PDF Domitian. September 81 bis zu seinem Tod römischer Kaiser.


Författare: Timo Castens.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Klassische Philologie – Latinistik – Literatur, Note: 2,0, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für Klassische Philologie), Veranstaltung: Römische Biographie, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Hausarbeit befasst sich mit dem 30. Kapitel von Tacitus Agricola. In diesem Textstück kommt der kaledonische Feldherr Calgacus zu Wort, der eine Rede an seine Soldaten hält, unmittelbar vor der entscheidenden Schlacht um Freiheit oder Versklavung gegen die von Agricola geführten römischen Truppen.
Zuerst wird diese Stelle übersetzt und der textkritische Apparat aufgelöst. Anschließend soll auf sprachliche und stilistische Inhalte eingegangen werden, so dass zuletzt eine sinnvolle Interpretation vorgenommen werden kann. In der Interpretation soll dann erarbeitet werden, was Tacitus mit dieser Rede bezweckt, welche Rolle sie in Bezug auf Agricolas Biographie spielt und warum er diesem Feldherren so kritische Worte in den Mund legt. "Sooft ich die Beweggründe des Krieges und unsere Notlage betrachte, habe ich große Hoffnung, dass der heutige Tag und eure Einigkeit der Beginn der Freiheit für ganz Britannien sein werden. Denn ihr alle seid sowohl zusammengekommen als auch der Knechtschaft unkundig, und weiter hinaus gibt es keine Länder mehr, und nicht einmal das Meer ist sicher, weil die römische Flotte auf uns lauert.
Deshalb sind Kampf und Waffen, die für die Mutigen tugendhaft sind, zugleich auch das Sicherste für die Feiglinge. Bei den früheren Schlachten, in denen mit wechselndem Ausgang gegen die Römer gekämpft worden ist, hatten wir die Hoffnung und den Schutz in unseren Händen, weil wir, da wir die Edelsten ganz Britanniens sind und deshalb im Inneren selbst wohnen und keine Küsten der Dienenden anschauen, auch die Augen von der Berührung mit der Gewaltherrschaft unversehrt hatten. Uns, die wir die Äußersten hinsichtlich der Länder sind und die Letzten hinsichtlich der Freiheit, hat gerade die Abgelegenheit und der Schoß des Gerüchts bis auf diesen Tag verteidigt.
Nun ist das Ende Britanniens zugänglich, und alles Unbekannte gilt als großartig; Aber weiter hinaus gibt es nun kein Volk, nichts außer Fluten und Felsen, und bedrohlicher als diese die Römer, deren Hochmut man vergeblich durch Unterordnung und Bescheidenheit zu fliehen glaubt. Die Räuber der Welt durchsuchen, nachdem die Länder ihnen, weil sie alles verwüsten, fehlen, das Meer: wenn ein Feind wohlhabend ist, sind sie habgierig, wenn er arm ist, sind sie ehrgeizig, sie, die weder Orient noch Okzident sättigen kann: als Einzige von allen begehren sie Reichtum und Armut in gleicher Leidenschaft.

Senat nicht den gewünschten Respekt entgegenbrachte und Entscheidungen traf, ohne ihn zu konsultieren. Oktober 51 in Rom als zweiter Sohn des aus dem Ritterstand zum Senator aufgestiegenen Titus Flavius Vespasianus, des späteren Kaisers, geboren. Antike Autoren hielten es für möglich, dass Domitian den Tod seines Bruders Titus am 13. September 81 herbeigeführt hatte, doch erlauben die widersprüchlichen Quellen keine eindeutige Beurteilung, zumal ungeklärte Todesfälle von Herrschern oft Mordgerüchte nach sich zogen. Am selben Tag riefen die Prätorianer Domitian zum Imperator aus, er versprach ihnen ein Donativum.

Domitian erwies sich damit am Anfang seiner Regierungszeit auch in den Augen des Senats als fähiger Regierungschef. Er bekämpfte energisch die Korruption, steigerte wie seine beiden Vorgänger weiter die Effizienz der Verwaltung und hielt die Staatsfinanzen in Ordnung. Nicht anders als seine Vorgänger auch, richtete Domitian ein consilium principis ein, eine Art informellen Kronrat. Caligula und nach ihm Commodus brach Domitian damit die Spielregeln des Prinzipats, denen zufolge der Kaiser zwar faktisch alle Macht in Händen hielt, nach außen aber die Rolle von Volk und Senat in Ehren zu halten hatte. Domitians autokratische Herrschaft führte zum Widerstand senatorischer Kreise sowie einiger Philosophen, die gegen den Prinzipat Stellung bezogen. Die Feindseligkeit dieser Kreise, die in den Plinius-Briefen bezeugt ist, trug entscheidend dazu bei, das Bild Domitians nach seinem Tod zu verdunkeln. Statthalter Lucius Antonius Saturninus gegen Domitian unterstützen wollten, reagierte Domitian nach Niederschlagung der Revolte auf dieses Angebot mit einem Kriegszug gegen sie.

Wie die meisten römischen Kaiser förderte Domitian Kunst und Künstler und war unter anderem Mäzen der Dichter Statius und Martial. Auffallend häufig wurde die Minerva auf den Rückseiten seiner Münzen abgebildet. Unter Domitian begann die Phase einer erneuten römischen Expansion rechts des Rheins im Bereich der obergermanischen Heeresgruppe. Als ein Krieg in Germanien unausweichlich schien, entschied der Kaiser nach einer Ratssitzung, unter dem Vorwand eines Zensus in Gallien im Jahre 83 über den Rhein zu marschieren. Bereiche des ober- und niedergermanischen Heeres wurden in zwei ordentliche Provinzen umgewandelt. Noch im Jahre 82 war in offiziellen Dokumenten nur von der Germania die Rede gewesen. Seit dem Ende der 80er Jahre wurden aus den Legaten der germanischen Heere konsularische Statthalter der beiden schmalen Grenzprovinzen Ober- und Niedergermanien.

Im Rang und in ihrer Laufbahn standen sie etwa zwischen den Statthaltern der beiden moesischen und denen der großen, mit drei Legionen besetzten Provinzen wie Britannien, wohin der militärische und politische Aufstieg die Statthalter der germanischen Provinzen häufig führte. Domitian und seine Berater hatten schnell erkannt, dass der Wert der vertraglichen Beziehungen zu den germanischen Stammeseliten bei ausreichender Stärke der römischen Grenztruppen nicht hoch einzustufen war. Ein aktives Eingreifen in innergermanische Konflikte im Sinne einer Schutzmacht stand nie zur Diskussion. In der außen- und militärpolitischen Praxis könnte Tiberius ein Vorbild für Domitian gewesen sein.