Alexander Randolph. Die Sonnenseite PDF

US-amerikanischer Spielfilm von Charles Alexander Randolph. Die Sonnenseite PDF und eine Satire auf Adolf Hitler und den deutschen Nationalsozialismus. In der Endphase des Ersten Weltkriegs kämpft ein kleiner jüdischer Friseur auf tomanischer Seite sowohl gegen den Feind als auch gegen die Tücken der Technik.


Författare: Philippe Evrard.
Ein Buch über den berühmtesten und interessantesten Spieleerfinder der Welt. Amüsant und tiefsinnig über das Wesen der Spiele und und des Lebens.

Er rettet dem Piloten Schultz das Leben, wird aber bei einem Flugzeugabsturz so schwer verletzt, dass er sein Gedächtnis verliert und jahrelang im Krankenhaus bleiben muss. Sein eigentlicher Traum ist es, die Welt zu beherrschen. Mit seinen Sturmtruppen terrorisiert Hynkel das von Juden und Andersdenkenden bewohnte Ghetto. Auch der aus dem Krankenhaus heimgekehrte jüdische Friseur und die Wäscherin Hannah, zwischen denen sich zarte Bande anbahnen, werden bedroht. Als Hynkel das Geld für die Aufrüstung ausgeht, stellt er vorübergehend die Unterdrückung der Juden ein, um vom jüdischen Bankier Epstein einen Kredit zu erhalten. Als dieser ihm den Kredit verweigert, erklärt der Diktator die Juden wieder zu seinen Feinden.

Kommandeur Schultz tritt gegen diesen Entschluss ein und wird deshalb von Hynkel in ein Konzentrationslager eingewiesen. Attentat auf Hynkel, werden dann jedoch von Hannah daran erinnert, dass Freiheit nicht durch Mord und Zerstörung erreicht werden kann. Zudem ist niemand bereit, sich bei einem Sprengstoffanschlag auf Hynkels Palast selbst zu opfern. Bei einer Razzia werden Schultz und der Friseur entdeckt und in ein KZ an der Grenze zu Osterlitsch gebracht. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Obwohl es sein erster Tonfilm war, hatte Chaplin die Idee zu einer satirisch eingesetzten fiktionalen Sprache, die er in dieser noch jungen Filmtechnik erstmals umsetzte. So werden Hynkels Reden in einer Form von Grammelot auf tomanisch gehalten. Helmut Dietl verwendete es 1992 als Titel für seinen satirischen Film über die Hitler-Tagebücher-Affäre. Im Rahmen seiner Satire auf die NS-Herrschaft parodierte Chaplin auch die Namen von Staaten und Politikern. Chaplin bewies Gespür für Komik und Satire, indem er im Film die Stilmittel Verniedlichung, Überzeichnung und Umkehrung einsetzte. Das Symbol von Hynkels Diktatur ist ein doppeltes Kreuz, eine Anspielung auf das Hakenkreuz als Symbol der Nationalsozialisten.

Meisterlich setzt Chaplin die visuelle Ausdrucksform ein. In der faschistischen Propaganda wurde seinerzeit oft der Größenunterschied des relativ kleinen Diktators Mussolini zu seinem nur wenig größeren deutschen Gegenstück Hitler durch Tricks in der Aufnahmetechnik kaschiert. Im Film werden diese Tatsachen satirisch umgekehrt und geradezu zelebriert. Das zu zwei simplen Kreuzen verulkte Hakenkreuz ist im Film erdrückend allgegenwärtig und entlarvt damit die Allmacht des Unterjochungsapparates. Es wirkt gleichsam wie die Dreikreuzeunterschrift eines Analphabeten, stempelartig allen Systemteilen aufgedrückt.

Dies ist besonders auffällig in Verbindung mit der von Hynkel verwendeten nur indirekt verständlichen satirischen Kunstsprache. Der Film folgt verschiedenen Grundmustern, wie der Darstellung der Diktatoren und auch Waffen und Krieg als Bedrohung. Parteitag hängen dunkle Wolken über der bis zum Horizont versammelten Masse. Anlehnung an den Hitlergruß, wird bei jeder Begrüßung, Abmachung oder Verabschiedung in offensichtlicher Übertreibung dargeboten. Vorgang der, gleichsam in der NS-Zeit, öffentlichkeitswirksam inszenierten Staatsempfänge wird im Film zur Lachnummer verunglimpft.

Napoloni wird mit seiner Frau im Waggon solange ruckartig hin und her rangiert und der rote Teppich dabei wild verrückt, bis endlich die Staatsgäste entnervt protokollgemäß aussteigen können. Einzug des Fürsten Bismarck in Berlin: Der Empfang auf dem Lehrter Bahnhof mit Teppich, 1894. Hynkel ist eine Parodie auf Adolf Hitler und wird wie der Friseur von Chaplin gespielt. Chaplin macht sich dabei körperliche Ähnlichkeiten mit Hitler zunutze. Dem Hynkelhitler werden im Film durchaus einige Talente zugestanden, in Rhetorik, Selbstinszenierung, Massenbeeinflussung, Klavierspiel und sogar ballettartigem Tanzen. Sein Verhalten zum weiblichen Geschlecht ist das eines Raubtieres zur Beute, er fällt plötzlich über seine Sekretärin her und wirft diese einfach um, gibt aber sofort gemeldeten Regierungsgeschäften Vorrang.

Hynkel lässt sich insgesamt als arrogant, eitel, unduldsam, machtbesessen, herrisch, maßlos, empathielos, unreif, unprofessionell, unselbständig bei politischen Entscheidungen, unbeherrscht, vorschnell, unüberlegt, ungestüm und irrational charakterisieren. Der jüdische Friseur ist zu Filmbeginn ganz unheldenhaft und eher unfreiwillig tomanischer Soldat im Ersten Weltkrieg. Das zeigt sich auch in der ängstlichen und tollpatschigen Handhabung von Waffen. Der Umgang mit Granaten und sonstigem Kriegswerkzeug ist ihm offensichtlich nicht vertraut. Trotz enormer Angst und Unwissenheit setzt er sich aber für seine Kameraden ein. Neben seinem Friseurgeschäft spielt Hannah, die Wäscherin, eine große Rolle in seinem Leben. In ihm entsteht der Wunsch, seine Zukunft mit ihr zu verbringen, und er träumt von gemeinsamer Flucht in ein Exil.

Den Friseur kennzeichnet neben seiner Herzlichkeit, dass er ein sehr bescheidener, zuvorkommender, freundlicher und hilfsbereiter Mensch ist. Er ist sehr höflich und entschuldigt sich in jeder Situation, in der er denkt, etwas falsch gemacht zu haben. Chaplin verwendete keinen spezifischen Namen für die Figur des Friseurs, dies ist ein Hinweis darauf, dass dieser für den Menschen allgemein und somit auch für den Zuschauer selbst steht, der durch den Film aufgerufen ist, sich zu wehren. Die Friseurrolle weist viele slapstickartige Stilmittel von Chaplins Stummfilm-Tramp auf. Chaplin zeigt mit seinem Film auf, dass jeder etwas gegen unmenschliche Politik unternehmen kann und man sich nicht einfach einer Mehrheit anschließen darf. Alexander Korda hatte Chaplin vorgeschlagen, einen Hitlerfilm mit einer Personenverwechselung zwischen dem Tramp und Hitler zu entwickeln, da beide denselben Schnurrbart hätten. Vanderbilt schickte Chaplin eine Serie von Postkarten mit Hitlerreden, seine obszönen Gesichtsausdrücke dienten Chaplin hierbei als Vorlage.