Warum die Guten nicht die Dummen sind PDF

Mit Mittel- warum die Guten nicht die Dummen sind PDF vier Seitentüren, vorne ein Fenster. Einige tragen auf silbernen Tassen Kaffee, Tee, Champagner, ausgebürstete Kleider nach den Gemächern der Gäste. Da könnt ihr noch lange blasen. Heute wird es eine späte Jagd geben.


Författare: Alexander Saberschinsky.

Ethik und besonders Sozial­ethik muss sich daran messen lassen, ob sie heute ein gutes Leben im ethischen Sinne er­mö­glicht, kurz: Sie muss erweisen, dass die Gu­ten nicht die Dummen sind. Genau das ist die Stärke der katholischen So­ziallehre.

Das Spiel hat ja bis zwei Uhr gedauert. Ja wenn sie nach dem Souper zu spielen anfangen! Aber heute Nacht haben sie den Herrn schön gerupft. Ich kann mich ärgern, daß er so viel verspielt. Die reichen Leute sollen die Langeweile bezahlen, die sie andern verursachen. Ah, über den gnädgen Herrn ist nichts zu sagen.

Das ist ein wahrhaft nobler Mann. Er bewirtet nicht nur seine Freunde, er unterstützt die ganze Welt. Die Bauern, hör ich, zahlen ja fast niemals eine Abgabe. Er hat mir nur zu heftige Leidenschaften. Wart, bis du ihn einmal in Wut erblickst. Da schont er weder sein noch eines andern Glück.

Aber wenn er sich besinnt, ersetzt ers sicher dreifach wieder. Wer ist denn der junge Mann, der gestern angekommen ist? Das wird sich schon noch zeigen. Für mich gibt es nur zweierlei Menschen.

Menschen, die Trinkgeld geben, und Menschen, die keines geben. Ich finde, daß er sehr höflich ist. Da wird er vermutlich sehr wenig geben. Wer mich mit Höflichkeit beschenkt, macht mich melancholisch. Aber wenn mir einer so einen Dukaten hinwirft und zuruft: Schlingel, heb ihn auf! Lust ist es, ein Schlingel zu sein!

Wollen Sie so gefällig sein, mir Rum zu bringen? Der hat mir in sechs Wochen noch keinen Pfennig Trinkgeld gegeben, und ein solcher Mann hat bei mir keinen Anspruch auf Rum zu machen. Oh, auf den acht ich auch nicht. Der Herr hält ja nicht viel auf ihn.

Das ists, auf was man sehen muß. Auch der Kammerdiener mag ihn nicht. Nun, wenn ihn der nicht mag, da kann er sich bald aus dem Schlosse trollen. Der wird ihn schon gehörig zu verleumden suchen. Ja, der reitet auf der Gunst des gnädgen Herrn, und niemand kann ihn aus dem Sattel werfen. Du kennst ja seinen Wahlspruch: Alles für den Nutzen meines gnädgen Herrn, und dabei stopft er sich die Taschen voll. Das wird aber auch eine schöne Wäsche geben, wenn dem seine Betrügereien einmal ans Tagslicht kommen.

Da ist unsereiner gerade nichts dagegen. Sein Betragen ist gegen Diener sehr nobel stolz, gegen Höhere sehr demütig. Von wem war hier die Rede? Nu ihr seid solcher Freundschaft wert! Der gnädge Herr läßt euch verbieten, von den Gästen Geschenke anzunehmen. Ihr habt sie von seiner Freigebigkeit zu fordern.

Hat er die Quittung von der Sängerin gebracht? Er ist noch nicht zurück, obwohl der gnädige Herr befohlen hat, er müßte bei der Jagd erscheinen, damit die Herren auf der Jagd etwas zu lachen hätten. Da sollten doch der Herr Kammerdiener ein Werk der Barmherzigkeit ausüben und den gemeinen Kerl aus dem Hause bringen. Gott bewahre mich vor solcher Ungerechtigkeit. Das wäre gegen die Gesinnung meiner gnädgen Herrschaft. Der Bursche ist zwar plump und roh, doch gutmütig und treu. Dann steht er in der Gunst des Herrn, der seine Diener alle liebt wie eigne Kinder.