Vorsicht, Japaner auf Reisen! PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Der britische Naturforscher und Tiermaler John Gould entdeckte diese Prachtfinkenart während seiner Australienreisen 1838 und 1840 und beschrieb sie wissenschaftlich 1844. In Erinnerung an seine Frau Elizabeth Gould, die ihn auf diesen Reisen begleitete und kurz darauf verstarb, nannte er sie Lady Goulds Vorsicht, Japaner auf Reisen! PDF. Adulte Gouldamadinen sind ausgesprochen farbenprächtige Vögel, bei denen das Kopfgefieder stark variieren kann.


Författare: Keiko Wilhelm.
Reiseleiter brauchen zwei Dinge: starke Nerven und die Gabe zum Allroundgenie. Organisationstalent mal vorausgesetzt müssen sie Krisenmanager, Wundärzte, Psychologen, Mediatoren, Kindermädchen und intellektuelle Ansprechpartner gleichzeitig sein. Wenn sie dann auch noch zwischen Kulturen vermitteln müssen – etwa der japanischen und der europäischen – sind sämtlichen Skurrilitäten Tür und Tor geöffnet. Keiko Wilhelm führt japanische Reisegruppen durch Europa, sie hat witzige und traurige, spektakuläre und berührende Erlebnisse gesammelt: Den Blick von außen auf japanische Reisgruppen in Europa kennen wir alle, der umgekehrte Blick aber öffnet eine Welt voller Absurditäten, kleiner und großer Katastrophen, einer Mentalität, die Europäern manchmal fremd ist, am Ende aber steht doch die Erkenntnis, dass wir uns ähnlicher sind, als gedacht – und vor allem eines: Menschen.

Es kommen auch in den wilden Populationen schwarz-, rot- und gelbköpfige Varianten vor. Schwarzköpfige Gouldamadinen sind die in der freien Natur am häufigsten zu beobachtenden Vögel. Schwarzköpfige Vögel mit roter Schnabelspitze sind dabei in Bezug auf die Kopffärbung reinerbig. Schwarzköpfige Vögel mit gelber Schnabelspitze sind genetisch gelbköpfig. Bei ihnen überlagert das schwarze Melanin jedoch das Gelb der Kopfmaske. Gelbköpfige Vögel sind nur sehr selten in freier Natur zu beobachten.

Bei rot- und gelbköpfigen Vögeln setzt ein schwarzes Band rund um den Hinterkopf die Kopffärbung vom übrigen Gefieder ab. Bei allen Farbvarianten zeigt sich an Hinterkopf und Kehle außerdem ein hellblaues Band, das allmählich in das grüne Rückengefieder übergeht. Das Gefieder der Flügeldecken ist bei Gouldamadinen ebenfalls grün gefärbt. Auffällig ist die lilafarbene Brust, die scharf gegen den gelb gefiederten Bauch abgesetzt ist. Dieser hellt sich in Richtung Schwanz fast bis zu einem Weiß auf. Der Bürzel sowie die obere Schwanzdecke sind hellblau.

Hellblau ist auch der Lidring, der die dunkelbraunen Augen umgibt. Die Körperlänge der Vögel beträgt bei beiden Geschlechtern etwa elf Zentimeter. Vom Kopf bis zu den Enden der beiden mittleren Schwanzfedern beträgt ihre Länge zwischen 13 und 15 Zentimeter. Die Nestlinge sind nach dem Schlupf aus dem Ei von heller, fleischfarbener Färbung und völlig unbefiedert.

Wie alle Prachtfinkenarten besitzen auch sie eine auffällige Rachenzeichnung. Bei ihnen sitzen in den Schnabelwinkeln je zwei blaue und eine gelbe Papille. Bei aufgerissenem Schnabel sind fünf schwarze Punkte auf dem Rachen, zwei auf der Zunge, zwei im Innern der Oberschnabelspitze und eine hufeisenförmige Zeichnung im Innern des Unterschnabels. Jungvögel sind bis zu ihrer Mauser ins Erwachsenenkleid deutlich weniger farbenprächtig gezeichnet. Auch der Kopf zeigt dieses Graugrün. Die Oberseite des Schnabels ist schwarz, während der Unterschnabel in der Mitte etwas rötlich oder gelblich gefärbt ist. Gouldamadinen sind Schwarmvögel, die durch ständiges leises sit-Rufen sich der Nähe ihrer Artgenossen versichern.