Volkskrankheit Depression? PDF

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Författare: Gabriela Stoppe.

Depressionen sind von wachsendem gesellschaftlichem Interesse. In den Industriestaaten werden sie zu einem der Hauptprobleme, sowohl wegen ihrer Verbreitung, ihrer individuellen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen, als auch aufgrund einer in immer neuen Studien nachgewiesenen Unter- und Fehlversorgung. Politik und Gesundheitswesen sind aufgefordert, umfassende Strategien zur Verbesserung der Versorgung der bereits Betroffenen und zu Prävention und Gesundheitsförderung zu entwickeln. Dies verlangt auch die Analyse des sozioökonomischen und kulturellen Hintergrunds.

Dieses Buch stellt hierfür das gegenwärtige epidemiologische, gesundheitsökonomische und gesellschaftliche Hintergrund- und Kontextwissen bereit. Es beschreibt die deutsche Versorgungsrealität, analysiert gesellschaftliche Hintergründe und beleuchtet den Zusammenhang depressiver Erkrankung mit Faktoren wie Geschlecht, Alter, Komorbidität und Arbeitslosigkeit. Mögliche Interventionen in Gesundheitsförderung, Prävention, Krankenversorgung und Rehabilitation werden vorgestellt, der ethische Kontext sowie vorhandene Chancen diskutiert.

Das Buch richtet sich an Wissenschaftler und Praktiker aus Medizin, Public Health, Psychologie und Sozialwissenschaften, an politische Entscheidungsträger und nicht zuletzt den interessierten Bürger.

Die Gerontopsychiatrie geht davon aus, dass es eine spezielle Altersdepression nicht gibt. Im Alter kommen alle Arten von depressiven Syndromen vor. Daher ist es besser von Depression im Alter zu sprechen. Die Ursachen einer Altersdepression setzen sich zusammen aus genetischen, biologischen und psychosozialen Faktoren. Die genetische Veranlagung eines Menschen ist immer individuell und kann ihn unter gewissen Umständen anfälliger für eine Depression machen.

Bei einer Altersdepression sind, im Gegensatz zu einer normalen Depression, körperliche Beschwerden, Wahngedanken, bizarres Verhalten und dementielle Symptome im Vordergrund. Die Psychotherapie ist daher nur bei leichten und mittelschweren Depressionen sinnvoll. Jedoch werden die positiven Effekte der psychotherapeutischen Herangehensweisen nicht durch das Alter reduziert und ältere Menschen haben oft eine höhere Compliance, brechen Therapien seltener ab und haben oft eine positivere Resonanz als jüngere Menschen. Bei einer medikamentösen Behandlung sollte beachtet werden, dass durch das Alter und die Einnahme von internistischen Medikamenten ein höheres Nebenwirkungsrisiko besteht und daher die fachärztliche Begleitung umso wichtiger ist. Trizyklische und Tetrazyklische Antidepressiva bewirken in unterschiedlichem Ausmaß die Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer beeinflussen nur die Wirkung des Botenstoffs Serotonin und werden aufgrund dieser Selektivität von vielen Patienten besser vertragen. Es besteht eine geringere Gefahr für Vergiftungserscheinungen. Viele depressive ältere Menschen haben Symptome, die wie ein dementielles Syndrom wirken. Kognitive Störungen sind laut diagnostischer Abklärung Symptome einer Depression, nicht einer Demenz. Eine bestimmte Prävention gegen Depressionen im Alter gibt es nicht. Es gilt, aktiv am Leben teilzuhaben, um somit das Selbstwertgefühl zu erhalten. Hierfür sollte man regelmäßig die psychomotorischen Fähigkeiten, sowie das Gedächtnis trainieren.