Verhalten der Gazellen PDF

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Författare: Fritz Walther.
Die Verhaltenskunde, die in der Gegenwart immer mehr in den Blickpunkt der Zoologie rückt, ist, was vor einem halben Jahrhundert noch undenkbar war, jetzt zu einem eigenen Studienfach geworden. Verhaltensabläufe, die sich in Hunderttausenden von Jahren herausgebildet haben, bilden bei fast allen Tierarten ein festgefügtes und meist angeborenes Schema. das in den Instinkten fest verankert ist. Oft haben sich verschiedene Verhaltensweisen zu Erkennungsmerkmalen herausgebildet zwischen den einzelnen verwandten, morphologisch oft wenig voneinander abweichenden Tierarten, ja manchmal auch geographischen Rassen, die sich auf Grund dieser Kriterien nicht miteinander vermischen.
Nach jahrelangen Beobachtungen gibt uns hier der Verfasser Einblicke in die große Vielfalt der Ausdrucksbewegungen einer Gruppe der Horntiere, der Gazellen, deren Arten sich meist in Anpassung an ihren Lebensraum morphologisch und psychisch unterschiedlich entwickelt haben. In zahlreichen Merkmalen ihres Verhaltens weisen sie aber auch Gemeinsamkeiten auf, so daß das Studium ihres Ausdrucksverhaltens Schlußfolgerungen auf die Stammesgeschichte der einzelnen Arten zuläßt.
Das Buch ist ein interessanter und für diese Gruppe der Säugetiere erschöpfender Beitrag zu diesem jüngsten Zweig der Zoologie.

Afrika verbreitetes Raubtier, das zur Familie der Katzen gehört. Die in ihrem Jagdverhalten hoch spezialisierten Geparde gelten als schnellste Landtiere der Welt. Das Gepardfell hat eine goldgelbe Grundfarbe, wobei die Bauchseite meist deutlich heller ist. Es ist mit schwarzen Flecken übersät, die deutlich kleiner sind als die eines Leoparden und keine Rosetten bilden. In Bezug auf die Fleckung ähnelt der Gepard zwar dem Leoparden, in seiner Gestalt unterscheidet er sich jedoch beträchtlich von diesem wie auch von allen anderen Katzen.

Geparde haben extrem lange, dünne Beine und einen sehr schlanken Körper, der dem eines Windhundes sehr ähnelt. Der Kopf ist klein und rund, der Schwanz lang. Ein Gepard erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 150 cm, hinzu kommen 70 cm Schwanz. Trotz dieser stattlichen Größe bringt er es nur auf ein Gewicht von 60 kg. Nach neueren Untersuchungen gibt es nur zwei Unterarten oder gar nur zwei Populationen, nämlich den Afrikanischen und den Asiatischen Gepard. Geparde könnten auch gegenüber Krankheiten und Umweltveränderungen anfällig sein.

Vorderasien, die indische Halbinsel und Teile Zentralasiens besiedelt. Heute ist er fast nur noch in Afrika südlich der Sahara anzutreffen. Geparde sind reine Savannen- und Steppentiere. Sie bevorzugen Bereiche mit hohem, Deckung bietendem Gras und Hügeln als Ausschaupunkten. Zu viele Bäume und Sträucher machen eine Landschaft für Geparde ungeeignet, da sie dort ihre Schnelligkeit nicht ausnutzen können. In Halbwüsten kommen Geparde dagegen gut zurecht, wenn sie genügend Beutetiere finden. Genetischen Analysen zufolge sind Südafrikanische und Ostafrikanische Geparde eng verwandt und nahezu identisch.

Zu dieser Unterart werden meist alle Geparde des nordwestlichen Afrika gerechnet, bisweilen aber auch nur die westafrikanischen Vorkommen südlich der Sahara. Die Unterart kennzeichnet sich durch ein besonders blasses Fell, besitzt allerdings die typischen Augenstreifen. Der Gesamtbestand dürfte bei unter 250 Tieren liegen. Nordostafrika, zwischen dem Tschadsee und Somalia. In Ägypten scheint die Unterart im Aussterben begriffen zu sein. Dieses Gebiet stellt neben dem Südlichen Afrika einen Populationsschwerpunkt dar. Der wichtigste Reservatskomplex in diesem Bereich liegt im Serengeti-Ökosystem.