Struktur und Entwicklung von Beziehungen in Unternehmensnetzwerken PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Symbolische Darstellung struktur und Entwicklung von Beziehungen in Unternehmensnetzwerken PDF Durchbrechung des mittelalterlichen Weltbildes, Holzschnitt 1888, im Stil um 1520. Aus: Camille Flammarion, L’atmosphère météorologie populaire, Paris 1888.


Författare: Ulla Peitz.

Ulla Peitz entwickelt sie ein integratives Gesamtmodell und zeigt konkrete Ansatzpunkte für ein erfolgreiches Management von Netzwerkbeziehungen in der Unternehmenspraxis auf.

Neues vom Gottes-Teilchen“ titelte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ im Juni 2014, nachdem das Forschungszentrum CERN wieder neue Daten aus der Elementarteilchenphysik veröffentlicht hatte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lehnen den Begriff „Gottes-Teilchen“ oft ab. Generell ist in Deutschland wie auch andernorts das Einvernehmen groß darüber, dass Wissenschaft und Religion zwei substanziell unterschiedliche Weltbilder zugrunde liegen: Religion basiert auf Glauben, Irrationalität und Unsicherheit, Wissenschaft auf Wissen, Rationalität und sicheren Belegen. Sei es im Einvernehmen oder im offenen Konflikt: Wissenschaft und Religion scheinen auf zwei nicht zu vereinbarenden oder jedenfalls zueinander in Spannung stehenden Weltbildern zu fußen.

Woher kommt diese klare Einschätzung und was ist davon zu halten? Dieser Frage widme ich mich zunächst historisch, dann konzeptionell und schließlich mit Blick auf aktuelle empirische Beispiele. Nach seinem „Dreistadiengesetz“ durchlaufen Individuen sowie die Menschheit als Ganzes eine Fortschrittsentwicklung vom theologischen über das metaphysische zum positiven Stadium. Comtes Philosophie ist zugleich politisches Programm. Seine „Rede über den Geist des Positivismus“ enthält die zu dieser Zeit üblichen Rassismen, wenn er sich etwa darüber auslässt, welche der „drei großen Rassen“ in welchem Stadium verharren.

Es geht ihm programmatisch darum, die Welt in das positive Stadium zu überführen: Die herkömmliche Religion soll durch die positive Wissenschaft abgelöst werden. Der Weg in diese säkulare Religion wurde nicht von allen Positivismus-Anhängern mitgegangen. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion ist zu einem Kontinuum in der Wissenschaftsgeschichte geworden. Historisch wurden die Konflikterzählungen inzwischen vielfältig infrage gestellt. Zeit also von etwa 1500 bis 1700, die Autoren wie dem zitierten Draper als Inbegriff des Siegeszuges der modernen Wissenschaft über die Religion galten. Die Verhältnisse waren also komplexer, als viele Historikerinnen und Historiker wohl auch in der Euphorie des erstarkenden Positivismus zunächst angenommen haben.