Stefan Strumbel PDF

Die Kuckucksuhr wird traditionell vor allem im Schwarzwald gefertigt und ist weltweit bekannt. Häufig ist sie eine Wanduhr, deren mechanisches Stefan Strumbel PDF mit Kettenzug und Schlagwerk ausgestattet ist.


Författare: Florian Waldvogel.
Stefan Strumbel (geb. 1979) überzeichnet in seinen Prints, Objekten und Installationen Kultur- und Kultgegenstände aus seiner Heimat, dem Schwarzwald, durch das Hinzufügen von Stilelementen aus der Street-Art und der Pop-Art. Kuckucksuhren, Holzmasken der alemannischen Fastnacht oder Kruzifixe stellt er in einen neuen, teils provokanten Kontext. So ersetzt er ursprüngliche Bestandteile der Kuckucksuhr durch Motive, die mit Gewalt, Pornografie und Tod assoziiert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Heimat“ ist ein zentrales Thema in Strumbels Werk. „Heimat“ muss hierbei als eine Metapher für Sozialisationserlebnisse und das Identitätsstiftende verstanden werden, die in einer globalisierten und zunehmend digitalisierten Welt aber auch anachronistisch anmutet. Heimat wird so zu einer kulturellen Konstruktion und die Kuckucksuhr als folkloristischer Fremdkörper zum Übertragungsgegenstand der eigenen Identität. Die aggressive Verfremdung von traditionellen Attributen sowie die grelle Farbigkeit der Arbeiten von Stefan Strumbel erfreuen sich großer Beliebtheit. Seine Objekte werden unter anderem von Karl Lagerfeld und Frieder Burda gesammelt.
Mit Texten von Raimar Stange und Florian Waldvogel.

Paar unterschiedlich hoher Orgelpfeifen im Inneren der Uhr erzeugt. Einige Patente kommen jedoch auch mit nur einer Flöte aus. Kuckucksruf bewegt oder öffnet den Schnabel. Heute ist das mechanische Uhrwerk einer Kuckucksuhr meist einem herkömmlichen Schlaguhrwerk ähnlich.

Die Klappe wird dabei mit einem Drahtbügel geöffnet, der am Fuß des Vogels befestigt ist. Am Ende des Schlagvorgangs wird die Vogelstange wieder in Gegenrichtung geschwenkt und damit die Klappe geschlossen. Die Auslösung des Kuckucksrufs erfolgt durch zwei grundsätzlich unterschiedliche Prinzipien. Jahrhundert hinein wurde das Schlagwerk in der Regel durch eine Schlossscheibe gesteuert.

Auf diese historische Funktionsweise der Kuckucksuhr wird hier nicht eingegangen, sondern nur auf das heute übliche Ineinanderspiel von Stufenrad und Auslösehebel. Auslöserhebel mittels eines an das Nockenrad gekoppelten rotierenden Nockenelements um einen Zahn angehoben und durch die Sperre, die den Auslöserhebel außerhalb des Schlagbetriebes oben hält, bei jedem Zahn eingerastet. Bei zwölf Uhr kann sich das Nockenelement also zwölfmal drehen, bis der Auslöserhebel wieder an seinem Ausgangspunkt angelangt ist und das Schlagwerk wieder blockiert wird. Wachtel, die im Viertel- oder Halbstundentakt schlägt.

Derartige Uhren haben dann drei Kettenzugwerke. Je nach Ausführung müssen Kuckucksuhren heute alle 24 Stunden bis 8 Tage neu aufgezogen werden. Zum Aufziehen müssen wie bei anderen Kettenzugwerken die abgesenkten Gewichte von Hand wieder hochgezogen werden. Die Ursprünge der Kuckucksuhr liegen im Dunkeln. Wie der Kuckucksruf mit zwei Pfeifen mechanisch nachgeahmt werden konnte, hatte der Mechaniker Salomon de Caus schon 1615 beschrieben. 1669 schlug Domenico Martinelli in seinem Buch Horologi Elementari vor, den Kuckucksruf für die Anzeige der Stunden zu verwenden.