"Es soll dort sehr gut sein" PDF

Leben des Dichters Horaz ist relativ viel bekannt. Dies liegt nicht in erster Linie an sekundärer biographischer Tradition, die mit "Es soll dort sehr gut sein" PDF in der Vita Suetons im zweiten Jahrhundert einsetzte. Hauptquelle für die Biographie des Dichters bilden vielmehr Selbstaussagen.


Författare: Sibylle Elam.
Die Lebensgeschichte einer jüdischen Familie zwischen Süddeutschland, Wien und der Schweiz.

Sie dienten Horaz in zahlreichen Kontexten als Folien für seine Philosophie und metapoetischen Überlegungen. Geboren wurde Horaz im Jahre 65 v. Venusia, einer Stadt an der Grenze der italischen Provinzen Lukanien und Apulien. Viele Erzählungen, die in Horaz‘ späterer Dichtung auftauchen, waren beeinflusst von seinen Jugenderfahrungen. Neben reichhaltiger Verwendung poetischer Stilisierungen der Natur, die häufig auf seine Heimatprovinz Bezug nehmen, liefert Horaz Gründe für Moralvorstellungen und spätere Betonung zurückgezogenen und genügsamen Landlebens in der Ofellusgeschichte.

Vermutlich von 53 bis 49 v. Horaz‘ Vater ihn zum Literatur- und Grammatikstudium nach Rom. Ermordung Caesars, warb Marcus Iunius Brutus in Athen römische Studenten als Rekruten für die republikanische Armee an, zu denen auch Horaz gehörte. Im Gegensatz zum Verlust seiner ideellen Ziele und politischen Ambitionen war Horaz‘ materielle Situation keinesfalls pauper oder unglücklich. Bereits in Athen hatte er mit dem Geld aus seiner Ausbildung ein gutes Leben geführt, Kontakte zur Oberschicht geknüpft und an Festlichkeiten und Gastmählern teilgenommen. Die Dichter Vergil und Varius, die zu dieser Zeit in Rom große Erfolge feierten, wurden im Jahr 38 auf den jungen Horaz aufmerksam und stellten ihn dem adligen Gönner und Kunstliebhaber Maecenas vor. Nach seiner Aufnahme in den Maecenaskreis begleitete Horaz seinen Gönner auf politischen und diplomatischen Reisen, so u.

Oden fertiggestellt hatte, dachte er in seinem neuen Werk, den Versepisteln, ab 20 v. Ruhe zu setzen und das innovative Dichten von Lyrik aufzugeben. Maecenaskreis für die Dichter immer mehr an Bedeutung. Properz erwähnte Maecenas in seinem vierten Elegienbuch nicht einmal mehr. Genauso widmete Horaz dem Gönner kein weiteres Werk. Ob mit diesem Bedeutungsverlust ein politischer Bedeutungsverlust des Maecenas bei Augustus einherging, ist in den letzten Jahrzehnten in Zweifel gezogen worden.

Strittig bleibt bisher, wie sehr Horaz in seinem Spätwerk politisches Sprachrohr für die Ideen der Herrschenden war. Niall Rudd stellte zum Beispiel die Frage, wie Horaz’ Lebenssituation als ehemals republikanisch gesinnter Junggeselle und Lebemann auf politische Anklänge in seinen Gedichten Einfluss nehmen konnte, die auch die augusteischen Ehegesetze zum Thema hatten. Zu einem erheblichen Teil prägte Horaz selbst das Bild von sich, doch lassen sich über die Jahre auch Änderungen in den sozialen und mentalen Lebensumständen des Dichters hinter dem Werk erkennen. Horaz sprach zum Beispiel in den Satiren den Dank an seinen Vater aus, der ein Symbol seines schnellen sozialen Aufstiegs war. Er stellte sich bewusst als Emporkömmling dar und betrachtete seinen jeweiligen sozialen Status als ständigen Ansporn und Streben nach Höherem. Die Beziehung zu Maecenas, auch wenn sie nun weniger wichtig für Horaz war, blieb bis zu dessen Tod freundschaftlich. In der Ode 4, 11 besingt Horaz die Iden des April, Maecenas‘ Geburtstag als außerordentliches Jubelfest, das ihm wertvoller als sein eigener Geburtstag gewesen sei.

Maecenas und noch im selben Jahr, am 27. Wenn ich dich nicht mehr liebe, Horaz, als mein eigen Fleisch und Blut, könntest du deinen Freund magerer sehen als Ninnius. Aussagen können hier nicht sicher von literarisch vorgeformten Motiven getrennt werden. In den Episteln sprach er vom Mädchen Cinara, die die einzig nachweisbare Frau in seiner Dichtung war und die er als junger Mann in Athen traf. Aussehen hat Horaz ausführlich selbst gesprochen. Er beschrieb sich als dick, wohlgenährt und von glänzender, gepflegter Haut.

Außerdem sei er von kurzer Statur, frühzeitig ergraut und schnell zu erzürnen, genauso leicht jedoch wieder zu beruhigen gewesen. 18 bis 13 oder 10 v. Besonders in den Anfangsjahren des Dichters überlagern sich die Entstehungszeiten der einzelnen Werke bis zur Herausgabe vollständiger Bücher. Die Darstellung von Eduard Fraenkel zum Werk der Epoden und Satiren hat versucht, die Satiren in der eigentlichen chronologischen Reihenfolge zu analysieren. Die zwei Bücher der Satiren bestehen aus zehn beziehungsweise acht teilweise recht umfangreichen Einzelgedichten in Hexametern.

Er spricht darin mit Maecenas, mit dem Leser, mit sich selbst und führt die Personen im Dialog vor. Ziel dieser nicht unbedingt harmlosen Plaudereien ist, dem Leser mit Humor unangenehme Wahrheiten zu sagen. Horaz war stets um das Wesentliche und Straffheit bemüht. So lautete sein Kunstprinzip: Vielfalt in der Beschränktheit. Zentrales Thema ist die rechte Lebensgestaltung. 17 Gedichte eines schmalen Buches bezeichnet, das um etwa 30 v. Griechischer Urheber der Epodendichtung und Vorbild des Horaz war der Ionier Archilochos von Paros.

Von ihm ist nicht mehr bekannt, als dass er während einer Sonnenfinsternis des Jahres 648 v. Dass Horaz in den Epoden keine konkreten Namen nannte, heißt zwar, dass er die inhaltlichen Gestaltungsmaßstäbe seines Vorbilds Archilochos änderte. Es heißt jedoch nicht, dass keine konkreten Persönlichkeiten hinter den Angriffen gegen bestimmte Typen gestanden haben. Horaz nutzte die archilochische Dichtung formal, trotzdem war auch hier seine Bereitschaft nicht hoch, seine Nachfolge in der Iambendichtung in den Vordergrund zu stellen. Untypisch für griechische Iamben war überdies die Selbstironie des Dichters in den Invektiven.