Karl-Marx-Allee und Interbau 1957 PDF

Der Ausdruck Hansaviertel oder Hansa-Viertel bezieht sich in Berlin auf karl-Marx-Allee und Interbau 1957 PDF sich überlappende Stadtgebiete. Bezeichnung für ein 1874 gegründetes Wohngebiet zwischen der Spree und dem Großen Tiergarten.


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Im Städtebau spiegelt sich die Geschichte eines Gemeinwesens zumeist in einem Nebeneinander von unterschiedlichen Quartieren, die vom Geist ihrer jeweiligen Epoche geprägt sind. Dass es innerhalb einer Stadt Ensembles aus ein- und derselben Zeit gibt, die als Bau und Gegenbau zu verstehen sind, ist ein Markenzeichen von Berlin, der ehemals geteilten deutschen Hauptstadt. In besonderer Weise stehen für dieses „doppelte Berlin“ zwei denkmalgeschützte Ensembles: der in den 1950er Jahren errichtete Straßenzug der Karl-Marx-Allee im Ostteil der Stadt und das zur Internationalen Bauausstellung 1957 entstandene Hansaviertel im Westen.

Zur Errichtung überwiegend gutbürgerlicher Wohngebäude hatte sich die Terraingesellschaft Neues Hansaviertel vor 1900 gegründet. Etwa 90 Prozent der Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört. Mustersiedlung Südliches Hansaviertel zwischen dem Großen Tiergarten und der Trasse der Stadtbahn. Bezeichnung für einen Ortsteil im Sinne einer offiziellen Gliederungseinheit des Berliner Verwaltungsgebiets unterhalb der Ebene der Bezirke. Der Ortsteil existiert seit 2001 und gehört zum neuen Bezirk Mitte.

Ortsteil Hansaviertel sowie einen Teil des Ortsteils Moabit und trägt die Gebietsnummer 003. Der Ortsteil grenzt im Nordwesten, Norden und Nordosten an die Spree, im Osten und Süden an den Park von Schloss Bellevue sowie an den Großen Tiergarten, im äußersten Süden an die Straße des 17. Südwesten an Charlottenburg im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Im weitesten Sinne entsprechen sie den Kiezen.

Das Planungsgebiet umfasst von der Straße des 17. Mit dieser Kennziffer des Planungsraums ist der Zugriff auf die halbjährlich veröffentlichten Sozialdaten möglich. Für Juni 2018 beispielsweise 5730 Bewohner insgesamt genannt, davon 1875 ausländische Staatsangehörigkeit und 750 Deutsche mit Migrationshintergrund. Die Fläche von Hansaviertel ist mit 534. Die quer durch den Ortsteil verlaufende Strecke der Stadtbahn gliedert ihn in ungefähr zwei gleich große Bereiche. Die Stadtbahnbögen werden dienen für Gewerbezwecke, beispielsweise als Lagerräume und Werkstätten aber auch für Gaststätten und Läden. Er ist ein Wohnviertel, der Anteil der Gewerbeflächen ist gering.

Er liegt in der Nähe der Technischen Universität, der City West, des Kulturforums und des Parlaments- und Regierungsviertels. Er grenzt unmittelbar an zwei Erholungsgebiete, an den Großen Tiergarten und an die Spree mit ihren Spazier- und Radwegen. Autoverkehr durch die Straße des 17. Juni, die eine seiner Grenzen bildet, sowie durch den Großen Stern, von dem er nur einige hundert Meter entfernt liegt. Er wird durch die Stadtbahn in zwei Hälften geteilt. Er besitzt einige Anziehungspunkte für Besucher aus anderen Teilen der Stadt und für Touristen: das Grips-Theater, das Südliche Hansaviertel und die Akademie der Künste am Hanseatenweg.

Das 1874 gegründete Wohngebiet Hansaviertel gehörte bis 1920 zum Stadtteil Tiergarten, danach zum Bezirk Tiergarten, der von 1945 bis 1990 zum britischen Sektor gehörte. Der Bezirk Tiergarten kannte keine Untergliederung in amtlich definierte Ortsteile. Zwischen 1955 und 1960 wurde auf einem Teil des alten Wohngebiets die Mustersiedlung Südliches Hansaviertel errichtet, die damit ebenfalls zum Bezirk Tiergarten gehörte. Durchschnittsalter zwischen 44 und 46 Jahren der bevölkerungsärmste Ortsteil des Bezirks Mitte. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Hansaviertel liegt bei 27,8 Prozent. Im gesamten Bezirk Mitte beträgt der Ausländeranteil 27,14 Prozent, im Berliner Durchschnitt 13,7 Prozent. Das alte Hansa-Viertel wurde auf einem Wiesengelände errichtet, an dessen Rand einige Gastwirtschaften und Villen lagen.

Das Gebiet trug den Namen Schöneberger Wiesen, da es 1762 an Schöneberger Bauern verkauft worden war. Für das Gebiet waren verschiedene Bebauungspläne eingereicht worden, und eine Königliche Order vom 21. März 1874 bestätigte den Plan der Berlin-Hamburger Immobiliengesellschaft. Der Gesellschaft gehörten überwiegend Hamburger Kaufleute an. Der Bebauungsplan bezog sich auf ein Gebiet, das im Nordwesten, Norden und Nordosten durch die Spree begrenzt war, im Osten durch das Gelände des späteren Parks Bellevue, im Süden durch den Tiergarten und im Südwesten durch die Königliche Porzellan-Manufaktur in Charlottenburg. Das Zentrum bildete der Hansaplatz, an ihm kreuzten sich Klopstock-, Lessing- und Altonaer Straße sternförmig. Die ältere Brückenallee am östlichen Rand des Viertels wurde in den Straßenplan integriert.