Gottes Lebendigkeit PDF

Sie wird mehrfach im NT erwähnt. Wir, die vorbereitende Frauengruppe, haben gottes Lebendigkeit PDF aber auf eine Geschichte konzentriert, die Geschichte der Begegnung von Maria mit Jesus, dem Auferweckten, am Ostermorgen. Und Sie, liebe Teilnehmende, werden hören, zu was uns diese Geschichte inspiriert hat, Zug um Zug, Station um Station. Wir werden diesen Weg also noch einmal gehen: vom Grab und der großen Trauer, über das erste Sehen und doch noch nicht Erkennen, bis hin zur freudigen Erkenntnis.


Författare: Günter Thomas.
Ist Gott eine lebendige Realität, die zur Welt in einem Verhältnis dynamischer Interaktion steht, oder doch nur ein ohnmächtiger Begleiter, ein letzter Referenzpunkt oder ein Produkt menschlicher Arbeit an der Identität? Die systematisch-theologischen Beiträge dieses Bandes argumentieren für die erste Möglichkeit und begreifen Theologie als Entdeckung und Beschreibung der Lebendigkeit Gottes. Sie entfalten Gott als im Gebet berührbar und als in Jesus Christus risikobereit und vulnerabel. Im Geist Gottes ist auch der verletzliche Gott nicht nur selbst wahrnehmend, sondern zugleich lebensschaffend und todesüberwindend. Die christliche Hoffnung richtet sich auf eine leidenschaftliche und schöpferische Neuzuwendung Gottes, die bleibend die zerstörerischen Risiken und Nachtseiten dieser Welt verwandelt.
[God’s Vitality]
Is God a living reality, in a dynamic relation to the world – or merely its powerless accompanier, a final reference point, or a product of humanity’s preoccupation with its own identity? The systematic-theological contributions in this volume argue for the first possibility and thus understand theology as the discovery and description of the living God. They display God as tangible in prayer, and as daring, risk-taking and vulnerable in Jesus Christ. In God’s Spirit, the vulnerable God is not only perceiving, but also life-giving and death-conquering. Christian hope is therefore directed towards God’s passionate and creative new confrontation with humanity, which transforms the destructive risks and darkness of this world.

Ein Weg also vom Finsteren zum Licht, vom Tod zum neuen, auferweckten Leben. Alles, was uns da erzählenswert erschien, das haben wir in die Liturgie hineingelegt, das Abendmahl eingeschlossen. Das alles zusammengenommen ist für heute unsere Predigt. Geist G-ttes, das Leben tritt uns neu entgegen. Unsere Hilfe kommt von G-tt, unserem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält in Ewigkeit und nicht preisgibt das Werk Seiner Hände.

Lang ist es her, dass sie zu uns kam in unsere kleine jüdische Gemeinde in Nordafrika. Geboren ist sie in Magdala, das ist ein Fischerstädtchen am See Genezareth in Judäa. Dort wuchs sie auf, dort lebte sie als unabhängige Frau in ihrem eigenen Haushalt. Es gab eine lange schlimme Zeit, da nannte man sie Maria, die Besessene. Dann begegnete ihr Jesus von Nazareth, er vertrieb die bösen Geister, die sie plagten und heilte sie. Er wurde ihr Meister, sie war eine von denen, die ihm folgten. Maria aus Magdala nannten sie die Leute in dieser Zeit.

Sie hörte seine Lehre, sie sah, wie er lebte und wie er Menschen heilte. Sie diente ihm mit allem, was sie hatte: mit ihrem Vermögen, ihrer Arbeitskraft, ihrer Liebe und ihrer Treue. Ja, sie folgte ihm, den ganzen Weg bis hinauf nach Golgatha. Sie stand unter seinem Kreuz, als er starb. Drei Tage lang war sie selbst wie tot, das hat sie uns erzählt. Er selbst, ihr auferweckter Meister, schickte sie zu den Freunden, damit sie ihnen alles erzählte.

Menschen, die trauern, machen groteske Sachen, tun sinnlose Dinge, die kein anderer versteht. Kaufen teures Salböl, einen Leichnam zu salben, obgleich das nur Lebenden gut tun. Sie gehen zum Grab, immer wieder, und wenn sie weggehen, dann nur, um wieder hinzugehen. Um zurückzugehen, zurück in das, was vergangen ist, aber was nicht vergeht.

Weil es nicht losgelassen, sondern festgehalten wird. Der Tote kann nicht gehen, denn ich halte ihn fest. Ich kann nicht gehen, denn der Tote hält mich fest. Bewegungslos bin ich, gebunden an eine Leiche.

Alles was jenseits des Grabes ist, sehe ich nicht. Nur das Antlitz des Toten blickt mich an. Ich bin mir selbst abhanden gekommen. Würden sie es von einer anderen Frau erzählen, so könnte ich es glauben.

Blind bin ich für die Lilien des Feldes und für die Vögel des Himmels, denn er kann ihren Duft nicht atmen und ihren Gesang nicht hören. Taub bin ich für den Trost meiner Freunde, denn sie sprechen nicht mit seiner Stimme. Rufen andere mich bei meinem Namen, so höre ich es nicht, denn nicht er ist es, der mich bei meinem Namen ruft. 1  Am ersten Tag der Woche kommt Maria aus Magdala frühmorgens, während es noch dunkel ist, zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weggenommen ist.

2  Da eilt sie fort und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 3  Da brachen Petrus und der andere Jünger auf und gingen zum Grab. Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als erster zum Grab. 6  Nun kommt auch Simon Petrus, der ihm folgt, und er ging in das Grab hinein. 7  und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt gewesen ist, nicht bei den Leinenbinden liegen, sondern zusammengerollt an einem Ort für sich. 8  Darauf ging nun auch der andere Jünger hinein, der als erster zum Grab gekommen war, und sah und glaubte.