Es war wie Hexenjagd… PDF

Die uralten Bäume im Teutoburger Wald und Weser- bergland sind stumme Zeitzeugen einer tausend- jährigen Geschichte. Könnten Sie berichten, würden sie von Freud und Leid erzählen. Von Dorfgemein- schaften, die ihre Bäume es war wie Hexenjagd… PDF Treffpunkt für Tanz und Musik nutzten, von Kriegen, von Seuchen, als Ort wo Gerichtsurteile gesprochen und vollstreckt wurden. Die Kirchlinde von Reelkirchen gehört zu den ältesten und eindrucksvollsten Bäumen in Lippe.


Författare: Gisela Schwarze.
Nur wenige wurden rehabilitiert. Die andern beschimpfte man auch nach dem Krieg als "Flittchen", "Polenhure", "Russenliebchen". Hunderte ganz normale, meist jugendliche Frauen, von Nachbarn oder Kollegen denunziert, landeten im Konzentrationslager, weil sie einem Fremdarbeiter zugelächelt oder ihm ein Butterbrot zugesteckt hatten. Die Gestapo erprügelte Unterschriften für Geständnisse, in denen fast immer ein "unsittliches Verhältnis" zugegeben wurde und die die Beschuldigten nicht einmal lesen durften. Gisela Schwarze hat dem Schicksal dieser Frauen nachgespürt, es engagiert und historisch fundiert aufgearbeitet. Sie zeigt, wie tief sich Spitzelei, sexueller Neid und Unmenschlichkeit in das Alltagsleben der Deutschen fraßen, wo sie weit bis nach dem Kriege haften blieben.

Sie wird im Volksmund gerne als 1000 jährige Linde bezeichnet. Der Baum mit seinen ursprünglich 7 Armen galt als Symbol des Zusammenhalts von 7 Dörfern. Seine Äste zeigten in Richtung Istrup, Höntrup, Herrentrup, Wellentrup, Tintrup, Siebenhöfen und Maspe. Heute existieren nur noch drei waagerechte Äste. Nach einer alten Legende soll der Stamm hohl und offen gewesen sein und den Mädchen in der Walpurgisnacht als Versteck gedient haben.

Die Grenzeiche in Dudenhausen bei Alverdissen, in der Gemeinde Barntrup, steht an der Grenze zu NRW und Niedersachsen. Die Grenzeiche und ein Grenzstein stammen aus dem 16 Jahrhundert. Auf einem Bergsporn steht die um 1200 errichtete Burg Blomberg. Eine von lippischen Edelherren gebaute Wehranlage, die damals eine bedeutende Wegkreuzung sicherte. Die Kirchlinde in Elbrinxen wird Wittekindlinde genannt. Die Sommerlinde auf dem Kirchhof der evangelisch-reformierten Kirche ist 320- 500 Jahre alt und 35 m hoch.

Das genaue Alter des majestätischen Baumes läßt sich nicht mehr feststellen , denn der Stamm ist hohl und eine Altersbestimmung anhand der Jahresringe nicht möglich. Am Rittergut in Hornoldendorf, an der Außenmauer, wächst eine tausendjährige Mauereiche. Experten schätzen die Stieleiche allerdings nur auf 380 – 500 Jahre. Sie hat einen Umfang von 9,02 Meter.