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Die Begriffe Exotik und exotisch eintauchen in C++ PDF allgemein ein fremdartiges Aussehen oder sonstige ungewöhnlich erscheinende Eigenschaften, die meist mit der Herkunft aus fernen, insbesondere tropischen Ländern in Zusammenhang stehen. Der Ursprung des Begriffs Exotismus liegt in einem Diskurs, der im 19. Der Schriftsteller Théophile Gautier gebrauchte in einer programmatischen Erklärung an die Brüder Edmond und Jules de Goncourt vom 23.


Författare: Tim Scheiter.

Der Reiz exotischer Länder wurde insbesondere in den Künsten aufgenommen: in der Literatur, der Malerei, der Architektur und dem Kunstgewerbe, ebenso in der Musik und in Filmen. Exotismus kommt in verschiedenen Varianten auch in der Werbung vor. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten daher möglicherweise demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Zu den Begründern der Exotismus-Theorie zählt Jean Marie Guyau. Er sah 1889 in L’art au point de vue sociologique den Exotismus als Mittel in der Kunst, um bei realistischer Stilintention der Gefahr des Trivialen zu entgehen. Eine große Rolle spielt Exotismus in der internationalen Trivialliteratur, z. Bodice-Ripper-Romanen, deren Handlung wenigstens zum Teil in zivilisationsferne Gegenden verlegt ist, um Szenarien glaubwürdig erscheinen zu lassen, in denen die weibliche Hauptfigur zur Liebe gezwungen wird, was es den Autoren dann erlaubt, sexuelle Handlungen freizügig darzustellen. Exotismus ist auch ein Merkmal in einigen Kinderbüchern. In der Musik lässt sich der Exotismus auf drei Ebenen beobachten: „In der Stoffwahl und Ausstattung von Bühnenwerken sowie in der Verwendung ‚exotischen‘ Materials. Eine besondere Verwendung exotischer Inhalte findet sich in Operetten.

Die Vielzahl an exotischen Titeln und Inhalten zeigt, dass die Gattung der Operette den Fremdreiz intensiv nutzte. Auf den Schauplatz der Operetteninhalte bezogen, ergeben sich zwei gegensätzliche Möglichkeiten der Darstellung: „Entweder man wählt eine evasive, eine Ausbruchskonstruktion von Hier nach Dort. Oder man wählt eine invasive, eine Einbruchskonstruktion von Dort nach Hier. Exotische Ausbruchstücke definieren sich als Stücke, in denen die Hauptfiguren den heimischen Ort verlassen, um in ein fremdes Land zu reisen und „sich an fremdartigen Lebensformen zu reiben“. In ihnen verlassen die fremdartigen Hauptfiguren ihre Herkunft und brechen in den heimischen Ort ein, wo sie in Konflikte mit den dortigen Lebensformen kommen. Diese extremen Formen erscheinen jedoch selten rein definiert. Es kommen vielmehr Mischformen zwischen Ausbruchs- und Einbruchstücken vor.

Anhand der Titel der Operetten ist deutlich erkennbar, dass offenbar Ostasien und dem Vorderen Orient ein besonderer Fremdreiz zugesprochen wird. Ein Beispiel für ein implizites Ausbruchstück ist Arthur Sullivans Mikado. In der Gattung Operette geht es jedoch weniger um die Bewunderung und Darstellung des fremden Landes und des Lebens darin, als um den bloßen ‚Massengebrauch‘ des Exotismus, weil er modern war. Der eingesetzte Fremdreiz scheint beliebig und wird somit austauschbar.

In einem solchen Fall, wenn man den Komponisten und dem Publikum kein echtes Interesse an der anderen Kultur unterstellt, stellt sich die Frage: Wird versucht, das wirkliche Leben in diesem fremden Land und dessen Kultur darzustellen oder ist es eventuell eine hinter dem exotischen Reiz versteckte Kritik an der eigenen Gesellschaft? Der Exotismus, den Lehár in seinem Land des Lächelns verwendet, brachte ihm großen Erfolg: Die Menschen der damaligen Zeit hatten noch nicht die Möglichkeiten, sich über das fremde Land durch Medien etc. Das Land des Lächelns wurde somit für das Publikum durchaus eine Reise in dieses für sie unbekannte und interessante Land China. Sullivan entwirft in seiner Operette Der Mikado „den reizvollen Schein einer völlig eigenartigen und selbstgenügsamen, geradezu unzugänglichen und unbeobachteten Fremde. Bei genauerer Betrachtung entdeckt man die ironisch zugespitzte Kritik Sullivans an der eigenen Gesellschaft. Der exotische Reiz, den Mikado bietet, ist nur vordergründig. Lehár und Sullivan nutzten ihre Operetten somit vielmehr, für das Publikum wahrscheinlich auf den ersten Blick nicht erkennbar, um gesellschaftskritische Botschaften versteckt der europäischen Gesellschaft zu vermitteln.

Sullivan versteckt im Mikado ernste Gesellschaftskritik durch den exotischen Reiz der Japaner. Dennoch ist erkennbar, dass die Charaktere der Operette Korruption in der Politik und Willkür der Regierung als gesellschaftliche Missstände zum Ausdruck bringen. Mit dem Kolonialismus intensivierte sich der Kontakt europäischer Nationen mit fremden Kulturen, wobei diese häufig missverstanden wurden. Da die meisten Europäer an diesen Kontakten nicht teilnahmen, speiste sich die Vorstellung von den fremden Menschen und Kulturen auch vornehmlich aus Phantasien und Projektionen. Mit dem Exotismus geht eine Wahrnehmung der Fremden einher, deren Lebensumstände und Unterdrückung infolge des Kolonialismus kaum gesehen werden. Diese seien zwar der Natur näher, aber dafür der Kultur ferner und insofern als Kinder anzusehen.