Das Subjekt in Foucaults Diskursanalyse PDF

Zur Navigation springen Das Subjekt in Foucaults Diskursanalyse PDF Suche springen Diskursanalyse ist ein Oberbegriff für die sozial- und geisteswissenschaftliche Analyse von Diskursphänomenen. Je nachdem, was als Diskurs betrachtet wird, gibt es hierfür unterschiedliche Herangehensweisen.


Författare: Katharina Bucklitsch.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation – Mediengeschichte, Note: 2,3, Bauhaus-Universität Weimar (Fakultät Medien), Veranstaltung: Diskursanalyse Buchenwald, Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 1
II. Das Subjekt in Foucaults Diskursanalyse 2
1. Was ist ein Diskurs 2
2. Der Diskurs 3
2.1. Wahrheit und Macht……………………………………………………………………….4
3. Das Subjekt 5
3.1. Das Verschwinden des Subjekts? 6
3.2. Die Unterdrückung des Subjekts 7
III. Das Subjekt in der Literatur 8
4. Das literarische Subjekt – Die Frage nach dem Autor 8
4.1. Methoden für das literaturwissenschaftliche Arbeiten………………………………10
4.2. Die Wiederentdeckung des literarischen Subjekts………………………………….10
IV. Fazit……………………………………………………………………………………….11
V. Literaturverzeichnis………………………………………………………………………..12
I. Einleitung
In der vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Diskursanalyse Michel Foucaults, spezieller mit dem Subjekt in seinem Werk. Hauptsächlich stellt sich mir die Frage, welche Rolle das Subjekt einnimmt und welche Bedeutung Foucault ihm zuschreibt. Man könnte davon ausgehen, dass es ihm nicht vordergründig um das Individuum als solches, sozusagen um das Verschwinden desselben ginge. Jedoch möchte ich darlegen, dass es seine Wichtigkeit bzw. Wertigkeit nicht verliert in den Texten Foucaults. Auf den ersten Blick scheint es dieses Subjekt bei ihm gar nicht zu geben, zum Ende kommt es doch gewissermaßen zur Wiederauflebung des Individuums. Um die Thematik besser zu verdeutlichen möchte ich im Folgenden auch Begriffe erklären, wie etwa die Beschreibung des Diskurses und die Frage der Macht in Bezug auf das Subjekt klären, wie sich das Subjekt dem Diskurs unterwirft und sich Ganzes in der Literatur widerspiegelt. Meine Arbeit befasst sich sowohl mit Primärtexten von Michel Foucault, als auch mit Sekundärliteratur, worauf ich meine Ausführungen beziehen möchte.
Eine Eigenart der Foucaultschen Schreib- und Denkweise war – und gerade das macht ihn sympathisch und lässt ihn als noch größeren Denker erscheinen – dass er niemals für sich beanspruchte, die Wahrheit schlechthin erkannt zu haben, und die Richtigkeit seiner eigenen Aussagen in Zweifel zog, noch bevor er sie aussprach. Es gibt also keine Wahrheit als historische Komponente, die man ausgraben kann. Stattdessen werden Netze konstruiert. Die Lücken in den Netzen sollen gefüllt werden, die dadurch entstehen, dass die Individuen die Wirklichkeit nicht voll erfassen können.

Allgemein untersucht Diskursanalyse den Zusammenhang von sprachlichem Handeln und sprachlicher Form sowie den Zusammenhang zwischen sprachlichem Handeln und gesellschaftlichen, insbesondere institutionellen Strukturen. Geistesgeschichte in Frage, da im Mittelpunkt seiner Betrachtungen nicht das erkennende Subjekt, sondern faktisch ergangene Aussagen stehen, die die moderne Subjektivität erst hervorgebracht hätten. In Frankreich trug insbesondere der Diskursforscher Michel Pêcheux dazu bei, die methodologische Umsetzung einer empirisch orientierten Diskursanalyse voranzutreiben. Angesichts unterschiedlicher Ideenschulen kann von einem einheitlichen Verfahren keine Rede sein.

Die in Deutschland von Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas geprägte Diskurstheorie ist nicht mit der an Foucault angelehnten und vom postmodernen Denken beeinflussten Diskurstheorie zu verwechseln. Die historische Diskursanalyse geht von einer doppelten Vermittlung von Geschichte aus. Die sozialwissenschaftliche Diskursforschung untersucht die Regeln und Regelmäßigkeiten des Diskurses, seine Möglichkeiten zur Wirklichkeitskonstruktion, seine gesellschaftliche Verankerung und seine historischen Veränderungen. Sie stellt insbesondere Fragen nach den sozialen und institutionellen Zusammenhängen, in denen Aussagen des Diskurses auftauchen, sowie nach der Organisation der Aussagen, das heißt nach den Prinzipien ihrer Anordnung. Redewendungen, Wortschatz, Stil, Akteure, Referenzbögen usw. Aussagen: Menschenbild, Gesellschaftsbild, Vorstellungen von Zukunft, Technik usw. Interpretation: Systematische analytische Darstellung eines Diskursfragments nach der Aufbereitung des Materials.

Dabei werden die einzelnen Elemente aufeinander bezogen. Zentrale Analysekategorien sind dabei die Diskursstränge der diskursiven Ereignisse, Diskursebenen und Diskurspositionen. Einschreibung: Äußerungen werden erst zu Aussagen durch die Wiederholung ähnlicher Äußerungen, denn durch Wiederholung generieren die miteinander verbundenen Aussagen ein Ordnungsschema bzw. Grenzen und Interdiskurse: Ein Diskurs zeichnet sich immer auch durch seine Beschränkungen aus, d.

Archiv: Die drei vorangegangenen Elemente konstruieren das Archiv. Auf Basis dieses Archivs erst kann man dann inhaltliche Aussagen darüber machen, wie Diskurse die soziale Welt des Bezeichneten in ihrer historischen Spezifität hervorbringen. Jedes Medium hat eigene inhärente Darstellungsformen. Band I: Theorien, Methodologien und Kontroversen. Main Currents in Theory and Analysis. Amsterdam, Philadelphia: John Benjamins 2014, ISBN 978-9-027-21211-5. Klaus-Michael Bogdal: Historische Diskursanalyse der Literatur.