Das Staatsrecht in der Rechtslehre Kants PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Die Metaphysik der Sitten ist die 1797 veröffentlichte Schrift des Philosophen Immanuel Das Staatsrecht in der Rechtslehre Kants PDF zur Rechts- und Tugendlehre. In der Rechtslehre behandelt Kant das moralisch gebotene Handeln der äußeren Beziehungen der Menschen untereinander, die sich im positiven Recht niederschlagen. In der Tugendlehre befasst er sich hingegen mit den inneren, bloß subjektiven Maßstäben, die das moralische Handeln kennzeichnen. Hier gelten nur die Zwecke, die der Mensch sich selbst setzt, während in der äußeren Beziehung auch das Interesse anderer Menschen zu berücksichtigen ist.


Författare: Christian Niebling.

Den Grundgedanken für seine Rechts- und Staatsphilosophie formulierte Kant schon 1781 in der Kritik der reinen Vernunft: "Eine Verfassung von der größten menschlichen Freiheit nach Gesetzen, welche machen, daß jedes Freiheit mit der andern ihrer zusammen bestehen kann …, ist doch wenigstens eine nothwendige Idee, die man nicht bloß im ersten Entwurfe einer Staatsverfassung, sondern auch bei allen Gesetzen zum Grunde legen muss". Als rechts- und staatsphilosophisches Hauptwerk Kants ist aber der erst im Jahre 1797 erschienene erste Teil der Metaphysik der Sitten anzusehen.
Ziel der Dissertation von Christian Niebling ist, das kantische Staatsrecht anhand der Rechtslehre zu erläutern und zu zeigen, dass die Rechtslehre ein in sich geschlossenes Staatsrechtssystem enthält, das trotz seiner knappen Darstellung von großer Stringenz und auch aus sich heraus verständlich ist. Dabei wird der fortschrittliche Gehalt des kantischen Staatsrechts herausgearbeitet. Zum Teil gelingt es Kant näm-lich, sich vom Einfluss seiner Vorgänger zu lösen und über die Integration fremder Elemente ins eigene, kritische System hinauszugehen. Zudem zeigt sich, dass Kant mit seinem Staatsrechtsentwurf nicht nur eine von ihm vorgefundene Verfassungswirklichkeit zu legitimieren versucht. Er belässt es auch nicht bei der Konzipierung eines Idealstaats, vielmehr ist die Darstellung der Formen der Realisierung dieses Ideals ein wesentliches Element seiner Staatsrechtskonzeption. Aber die kantische Staatsphilosophie weist auch Grenzen auf, wie die vorliegende Studie zeigt.

Historisch ist die Rechtslehre als eigenständige Schrift etwa ein halbes Jahr früher veröffentlicht worden als die Tugendlehre. Die Rechtslehre enthält deshalb nach einer kurzen Vorrede zunächst eine Einleitung in die Metaphysik der Sitten sowie nachfolgend eine zweite Einleitung in die Metaphysischen Anfangsgründe der Rechtslehre. Die Tugendlehre ihrerseits hat eine eigene Einleitung, die sich auch auf die allgemeine Einleitung in die Metaphysik der Sitten bezieht. In der Einleitung in die Metaphysik der Sitten begründet Kant, warum die Sittenlehre nicht auf der empirischen Erfahrung aufgebaut sein kann, sondern auf allgemeinen Vernunftüberlegungen aufzubauen hat. Wünsche und Begierden, die nicht auf Überlegungen und Schlussfolgerungen beruhen. Das Begehrungsvermögen drückt sich in Lust oder Unlust, etwas zu tun oder zu lassen, aus. Ein jeder Mensch hat rechtmäßigen Anspruch auf Achtung von seinen Nebenmenschen, und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden Anderen verbunden.

Kant postuliert das angeborene Recht jedes Menschen auf Freiheit. Nach seiner Auffassung ist es Aufgabe des Rechts, die Ausübung der individuellen Freiheit der Einzelnen mit der Freiheit von jedermann nach einem allgemeinen Gesetz in Übereinstimmung zu bringen. Freiheit und Gleichheit aller Staatsbürger gewährleistet. Unabdingbare Voraussetzung für das Funktionieren des Staats nach Freiheitsgesetzen ist die Gewaltenteilung.