Bernhard Hermkes. PDF

Die Grindelhochhäuser sind ein denkmalgeschütztes Ensemble von zwölf Hochhäusern, die im Hamburger Bezirk Eimsbüttel nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Hauptquartier der britischen Besatzungstruppen in Hamburg geplant. Hamburg bot sich durch seine Lage als Hauptstadt der Britischen Zone an. Der erste Bernhard Hermkes. PDF erfolgte am 12.


Författare: Giacomo Calandra di Roccolino.
Die Konstruktion der Großmarkthalle am Oberhafen war ingeniös und wurde als eines der wenigen international anerkannten Gebäude der jungen Bundesrepublik wahrgenommen. Die elegante Kennedybrücke und das kühn geschwungene Dach des Audimax der Universität waren Bauten, die Konstruktion und den bis dahin in Hamburg kaum bekannten Sichtbeton für jeden nachvollziehbar zusammenbrachten. Zwei Wohnungsbauprojekte der 1950er Jahre – die Grindelhochhäuser als signalhaft wirkende Scheiben der Moderne und eine skandinavisch anmutende Siedlung in Klein Flottbek als ihr Gegenstück – beeinflussten ganze Architektengenerationen: Kein Zweifel, Bernhard Hermkes gehört zu den großen Architekten der Moderne in der Bundesrepublik und der Stadt Hamburg, wo er lebte und arbeitete. Erstaunlich, dass es bisher noch keine Biografie oder umfassende Einschätzung seiner Architektur gab. Diese Lücke wird jetzt geschlossen. Der Architekt und Wissenschaftler Calandra di Roccolino beschreibt die Entwicklung des Architekten, beginnend mit Kindheit, Studium und seiner Zeit im »Neuen Frankfurt « der 1920er Jahre unter Ernst May. Im »Dritten Reich« versuchte Hermkes, seine architektonischen Überzeugungen im Industriebau zu bewahren. Schließlich wurde er in Hamburg zum Protagonisten einer Nachkriegsmoderne, der die Einflüsse der Moderne der 1920er Jahre, Skandinaviens und des Internationalen Stils zu einer unverwechselbaren Handschrift vereinigte.
Der Autor Giacomo Calandra di Roccolino studierte Architektur in Venedig und promovierte über die städtebauliche und architektonische Umgestaltung des Alexanderplatzes in Berlin. Mehrere Veröffentlichungen zum Verhältnis von Architektur und Stadt und zur Architektur der deutschen Nachkriegszeit.

Nachdem die westlichen Besatzungstruppen ihr Hauptquartier in Frankfurt errichtet hatten, wurde die Großbaustelle zunächst stillgelegt. Im März 1948 entschied der Senat der Stadt Hamburg, bzw. Eines der Gebäude wurde zum Teil auf einem Grundstück gebaut, das nicht im Eigentum der Stadt stand. Der darauf folgende Rechtsstreit zwischen der Eigentümerin des überbauten Grundstücks und der Wohnungsbaugesellschaft mündete 1964 im so genannten Grindelhochhaus-Urteil.

Die drei 15-geschossigen Häuser zum Grindelberg hin waren ganz oder z. Durch die Bebauung des Areals nach dem Krieg mit einer geringeren Anzahl von Häusern beginnt die Zählung der Hausnummern bei 56 und ist nicht durchgängig vergeben. Sie endet bei Nummer 70 und bietet damit nahtlosen Übergang zu den Hausnummern der stadtauswärts erhaltenen Bebauung und einer ungefähren Adäquanz zu den Häusern auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Grünanlagen innerhalb der Straßenkehren an der Oberstraße und Hallerstraße zwischen den Hochhäusern bis heute erahnen. 1995 bis 2006 wurde ein Teil der Grindelhochhäuser aufwendig renoviert.

In das Renovierungsprogramm hat die städtische SAGA, Eigentümerin von zehn der Häuser mit insgesamt 1. 200 Wohnungen, circa 75 Millionen Euro investiert. In den Grindelhochhäusern der SAGA lebten im Juli 2006 etwa 3. Das Haus mit der Adresse Oberstraße 14 stand jahrzehntelang im Eigentum eines privaten Geschäftsmanns. Er ließ die Wohnungen leer und Geschäftsräume immer mehr verfallen und renovierte sie nicht. Blick von der Isestraße entlang der Klosterallee in Richtung Oberstraße im Frühjahr mit laublosen Bäumen. Im Sommer sind die Grindelhochhäuser aus dieser Perspektive fast komplett verdeckt.

Die Architektur nimmt auf die Hochhausvisionen der 20er Jahre von Architekten wie Le Corbusier Bezug. Alle Häuser stehen in Nord-Süd-Richtung in fünf Reihen versetzt mit großem Abstand. Nach dem Bau sorgten die Grindelhochhäuser in der ganzen Bundesrepublik für Aufregung, wurden teils als seelenlose Wohnmaschine geschmäht, teils als Hamburger Manhattan bewundert und polarisieren bis heute. Obwohl sechs der Häuser 14 Etagen hoch gebaut sind, sind sie nur aus wenigen Blickrichtungen dominierend.