Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu PDF

Die Geschichte der Juden in Rumänien beginnt nach archäologischen Funden zur Zeit zwischen Hitler, Stalin und Antonescu PDF Römischen Reiches. Schriftliche Überlieferungen gibt es seit dem frühen Mittelalter. Nach der Bildung des vereinigten Rumänien 1859 stießen Bestrebungen, die verfassungsmäßige Gleichberechtigung der Juden durchzusetzen, zunächst inner- und außerparlamentarisch auf massiven Widerstand. So wurde 1876 in Iași das erste jiddische Theater in Europa gegründet.


Författare: Paul Milata.
Die jüngere Vergangenheit der Deutschen im östlichen und südöstlichen Teil Europas ist in den letzten Jahren wiederholt Gegenstand von Auseinandersetzungen gewesen. Osteuropäische Staaten haben aus unterschiedlichen Anlässen auf die NS-Sympathien der 'Volksdeutschen' zwischen 1933 und 1945 hingewiesen, während von bundesdeutscher Seite die Geschichte der Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg in die Debatte gebracht wurde. Was aber ist wirklich über das Verhalten der Deutschen in diesen Regionen Europas bekannt? Für das Gebiet von Rumänien bietet nun der vorliegende Band Antworten auf diese Frage. So zeigt sich, dass sowohl die erste als auch die größte SS-Auslandsrekrutierung bei den deutschen Gruppen in Rumänien stattfand. Der freiwillige Eintritt der Rumäniendeutschen in die Waffen-SS kann dabei nicht nur als eine Unterstützung NS-Deutschlands – trotz oder wegen Hitlers – gewertet werden, sondern auch als Reaktion auf den Nationalismus des Heimatstaates und als ein deutliches Zeichen gegen das sowjetische System stalinistischer Prägung.
Für dieses Buch ist Paul Milata mit dem Ernst-Habermann-Preis 2008 ausgezeichnet worden.

Rechte erhielten die Juden formal nach Intervention des Berliner Kongresses 1878, diese waren aber praktisch wertlos, da den meisten Juden die rumänische Staatsbürgerschaft verweigert wurde. 1881 entstand in Rumänien die erste zionistische Organisation weltweit. Einschränkungen am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen. Mit dem Regierungswechsel im Jahr 1937 wurde der Antisemitismus offen zur Staatspolitik erklärt. Im Zweiten Weltkrieg wurden unter rumänischer Verantwortung knapp 300. Die systematischen Judenverfolgungen endeten mit dem Sturz von Ion Antonescu am 23.

Geschichte der Juden in Rumänien bis ins frühe 20. Besiedlung des heutigen Rumänien nach der Zeitenwende gibt es nur wenig Erkenntnisse. Möglicherweise bestanden noch zur Zeit des Römischen Reiches vom 2. Insgesamt waren die Juden in der Moldau deutlich zahlreicher vertreten, ihre Lebensbedingungen besser als in der Walachei. Bereits während der Anfänge des Fürstentums Walachei, besonders unter dem Fürsten Vladislav I. Juden ein, die während der Herrschaft von Ludwig I.

Noch vor Gründung des Fürstentums Moldau ließen sich Juden in den Städten Bârlad und Galați nieder. Die Frage, wie mit der jüdischen Minderheit umgegangen werden sollte, beschäftigte die Repräsentanten des rumänischen Staatsvolkes seit Beginn des Einigungsprozesses. 1859 wurde das Fürstentum Rumänien gebildet aus den Fürstentümern Moldau und Walachei. Brătianu versuchte 1867 zunächst, die verfassungsmäßige Gleichberechtigung der Juden durchzusetzen, stieß damit jedoch inner- und außerparlamentarisch auf massiven Widerstand.

Die grundlegend veränderte Situation führte dazu, dass die bis etwa 1860 recht rege Einwanderung praktisch vollständig zum Erliegen kam. 1876 wurde in Iași das erste jiddische Theater überhaupt durch Abraham Goldfaden gegründet. In Bukarest fanden in diesem Jahr ebenfalls erstmals jiddische Theateraufführungen statt. 1878 wurde Rumänien unabhängig vom Osmanischen Reich. Widerständen wurde dies vom rumänischen Parlament umgesetzt.

Die Gesetzgebung schloss Juden nicht mehr von bestimmten Rechten aus. 1881 entstand Chibbat Zion, die erste zionistische Organisation überhaupt, mit Sitz in Galați. Bei einer Volkszählung 1889 bezeichneten sich 266. Politiker nahestanden und die sich für eine weitere Verschärfung der gegen Juden gerichteten Maßnahmen einsetzte.

Im Februar und März 1907 kam es vor allem in der Moldau zu einem großen Bauernaufstand, der in der großen Not der rumänischen Bauern begründet war, aber auch antisemitische Züge hatte. Im Ersten Weltkrieg kämpften etwa 30. 000 Juden in der rumänischen Armee, obwohl die allermeisten von ihnen nach wie vor nicht die Staatsbürgerschaft besaßen. Gebiete zugesprochen, die sein Territorium und auch die Zahl der Juden mehr als verdoppelten. Die Gesamtbevölkerung erhöhte sich von 7,5 auf 16 Millionen, die Zahl der Juden auf knapp 800. 1923 wurde eine neue Verfassung und in der Folge mehrere Gesetze verabschiedet, die den Juden Rumäniens das Erlangen der Staatsbürgerschaft ermöglichte.

Die Juden konnten nun am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben des Landes teilhaben. So gelang es einer jüdischen Partei 1932, fünf Abgeordnete ins rumänische Parlament zu entsenden. Ende der 1920er Jahre gewann die Eiserne Garde, eine rechtsextreme Organisation, zunehmend Einfluss auf das politische Leben und wurde eine Massenbewegung. Ende 1937 bildete Octavian Goga eine Regierung, an der sich auch Alexandru C.

Der Antisemitismus wurde offen zur Staatspolitik erklärt. Im Februar 1938 begann unter Carol II. Juden durften nicht mehr in der Armee dienen, mussten dafür aber eine hohe Ablösesumme entrichten. Eheschließungen zwischen Christen und Juden wurden verboten. Nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch 1940 zwang General Ion Antonescu Carol II. Rücktritt und regierte nun seinerseits mit diktatorischen Vollmachten.