Zur Geschichte der Eurythmie PDF

Kult erwähnt, im Gewand der Esoterik und „neuen Spiritualität“ gehört sie fast schon zum Alltag. Bücher, die in der Esoterik die Erfüllung des zur Geschichte der Eurythmie PDF Glaubens sehen.


Författare: Sibylle Rudolph.

Von der Reformbewegung des Philosophen und Esoterikers Rudolf Steiner (1861-1925) ist in der breiten Öffentlichkeit vor allem die Waldorfpädagogik bekannt. Die von Rudolf Steiner geschaffene spezifische Kunstform "Eurythmie" ist dagegen häufig nur Waldorfschülern und deren Familien geläufig. Sibylle Rudolph erschließt nun erstmals, vor dem Hintergrund der Reformbewegungen zu Beginn des letzten Jahrhunderts, die Kunstmittel und die Geschichte der Eurythmie und stellt sie im Zusammenhang dar. Darüber hinaus illustrieren die verwendeten Berichte von Augenzeuginnen und Augenzeugen anschaulich, welches Verhältnis die Anhänger Rudolf Steiners zu ihm persönlich und zu der von ihm entwickelten Anthroposophie hatten und ermöglichen damit eine Rekonstruktion der Lebensumstände und des besonderen Sozialverhaltens am Ersten Goetheanum, dem ersten eigenen Theaterbau für den expressiven Eurythmie-Tanz. Die spezifische Farb- und Formensprache Rudolf Steiners ist heute vor allem in den Eurythmiesälen der weltweit 1003 Waldorfschulen zu finden. Die Recherchen zur Gestaltung und Ausstattung lassen erkennen, dass in den historischen Unterrichtsräumen eine sakrale Stimmung erlebbar war. Durch Berichte von Künstlern und pädagogisch Aktiven der Gegenwart ergänzt Sibylle Rudolph ihre Erkenntnisse und eröffnet den Ausblick auf das Thema wie Architektur und Einrichtung das Unterrichten unterstützen können. Damit liefert das Buch wertvolle Anregungen auch für die aktuelle Bildungsdebatte.

Wir sind der Meinung, dass ein bisschen Aufklärung not tut. Panikmache ist nicht unser Ding, aber die einschläfernde Wirkung der Esoterik verträgt schon einen kleinen Schuss katholisches Koffein. Hoch-Zeit der Gnosis war das 2. Aber der Grundgedanke der Gnosis hat in den unterschiedlichsten Formen bis heute überlebt: Üblicherweise bezeichnet Gnosis ein religiöses Geheimwissen, das die Gnostiker nach eigenem Verständnis von der übrigen Menschheit abhebt.

Die Gnosis ist eine Lehre, die sich nicht erst im Christentum entwickelt – aber in Kontakt mit den ersten Christen eine ganz eigene Prägung erhalten hat. Das Wort „gnosis“ kommt aus dem griechischen und heißt auf deutsch „erkennen“, „Erkenntnis“. Und damit ist sie treffend beschrieben: Es geht – im Gegensatz zum biblischen Christentum – um das Erlangen von Erkenntnis. Erlöst wird, wer Zugang zu bestimmtem Wissen hat. Dieses Wissen allein reicht angeblich, um den Menschen zu veredeln. Allein durch das Wissen kann der Mensch vollkommen werden. Dieses Wissen ist natürlich verborgen – sonst wäre es ja nichts besonderes und alle Menschen wären schon perfekt.

Nein, die Erkenntnis ist entweder geheim, weil sie geheim gehalten wird – oder sie ist verborgen, weil sie entdeckt werden muss. Geheimes Wissen spielt die große Rolle im Roman „Sakrileg“, man kann „Sakrileg“ durchaus als gnostischen Roman bezeichnen. Dabei gibt es dort das geheim gehaltene Wissen, das die Bruderschaft Prieuré von Generation zu Generation weitergibt: Das Geheimnis des Grals – seinen Ort und seine wahre Bedeutung. Sakrileg“ preist aber auch das verborgene Wissen, das entdeckt werden muss. Es wird nicht künstlich geheim gehalten, sondern man muss die Augen eines geläuterten Menschen haben um die Wahrheit zu entdecken: Die wahre Bedeutung der Bilder des Leonardo da Vinci, die Hinweise der anderen Grals-Ritter – oder die Macht des Weiblichen, die Allgegenwart der göttlichen Frau.