Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 1919, Vol. 71 PDF

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 1919, Vol. 71 PDF Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Das alte Schlesien mit den heutigen Staatsgrenzen.


Författare: Ferdinand Enke.

Schlesien von den vandalischen Silingen beziehungsweise germanischen Lugiern besiedelt. Herzog von Schlesien nachfolgte, wurde die Besiedlung Schlesiens mit Deutschen und Holländern gefördert. Ebenso unter seinem gleichnamigen Sohn Heinrich II. Erst nach dem Tod des kinderlosen Herzogs Bolko II. Nichte Anna von Schweidnitz mit dem römisch-deutschen und böhmischen König Karl IV. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Schlesien mit seinem größten Teil an Preußen, während der südliche Teil bei Böhmen verblieb und als Österreichisch-Schlesien bezeichnet wurde. 1920 wurde ein Teil des Teschener Schlesiens rund um die Olsa und 1922 auch Ostoberschlesien als Autonome Woiwodschaft Schlesien Polen angegliedert.

Der Hauptteil des zu Polen gehörenden schlesischen Anteils ist seit 1999 in drei Woiwodschaften geteilt: Woiwodschaft Niederschlesien, Woiwodschaft Oppeln und Woiwodschaft Schlesien. Der Teil der Oberlausitz, den das Königreich Sachsen 1815 an das Königreich Preußen abtreten musste und der 1816 bzw. 1825 bis 1945 zu den Provinzen Schlesien bzw. Das tschechische Schlesien wurde 2000 auf die Region Mährisch-Schlesien und die Region Olmütz aufgeteilt. Die Oder bildet das Rückgrat Schlesiens.

Auch Schlesiens Hauptstadt Breslau liegt an den Ufern der Oder. Schlesien liegt im östlichen Teil Mitteleuropas am Ober- und Mittellauf der Oder, die hier die ausgedehnte Schlesische Tiefebene durchströmt. Die Region stellt insofern einen Raum mit natürlichen Grenzen dar, als sie das Einzugsgebiet der Ober- und Mitteloder nahezu vollständig umfasst. Isergebirge, Waldenburger Bergland, Eulengebirge, Heuscheuergebirge und Glatzer Schneegebirge sind weitere Teilgebirge der Sudeten in Schlesien. Die Großstadt Breslau ist als bedeutendste schlesische Stadt traditionelle Metropole der Region.

In der Bronzezeit gehörte Schlesien zur Lausitzer Kultur. Die germanische Besiedlung Schlesiens erfolgte dabei durch das aus dem Norden einwandernde Volk der Vandalen. Die Zugehörigkeit zu verschiedenen Herrschaften wechselte. Schlesien gehörte zunächst zum Großmährischen Reich, wurde dann von dem vom deutschen Kaiser eingesetzten Herzog Boleslav II. 1992 in Kraft getretenen deutsch-polnischen Grenzvertrag als eines der ehemaligen deutschen Ostgebiete auch völkerrechtlich. Die historische Grafschaft Glatz an der Grenze zu Böhmen, gelangte erst mit dem Hubertusburger Frieden 1763 an Schlesien und ist mit ihrer Hauptstadt Glatz heute ein Teil der Woiwodschaft Niederschlesien.