Wir sind wie Baumstämme im Schnee PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Die transkulturelle Gesellschaft ist ein Gesellschaftskonzept bzw. Kultur, an der alle teilhaben, egal aus welcher nationalen Kultur sie ursprünglich kommen. Kulturen als Konsequenz zu einer Verwischung der Wir sind wie Baumstämme im Schnee PDF, möglicherweise aber auch zu einer Aufhebung dieser Grenzen führen kann. Wichtig ist Welsch in diesem Zusammenhang das Erkennen der „fremden“ Elemente in einem selbst.


Författare: Arata Takeda.
Wenn wir zu Rassismus und Diskriminierung Nein sagen, so sagen wir zugleich Ja zu Pluralismus und Chancengleichheit. Wollen wir kulturelle Vielfalt? Ja, sofern sie für alle gleich und nicht hierarchisch gemeint ist. Kulturelle Vielfalt mit einer leitenden Kultur an der Spitze und mehreren Satellitenkulturen um sie herum wäre nicht gleichheitlich. Wer würde soziale Vielfalt wollen? Da Vielfalt von sozialen Schichten ökonomische Hierarchien nach sich zieht, wünschen sich viele Menschen eher soziale Gerechtigkeit. Dürfen wir uns allen „kulturelle Gerechtigkeit“ wünschen?
Arata Takeda Setzt mit seiner wegweisenden Schrift genau an der Stelle an, da gesellschaftliches Denken beginnen muss: in der Erziehung. Und seine Überlegungen führen genau über das hinaus, bei dem gesellschaftliches Denken nicht stehen bleiben darf: die Kultur(en). Die transkulturelle Erziehung vermag uns allen die Freiheit zurückzugeben, an der grenzenlosen Gestaltung von Kultur(en) teilzuhaben. Eine Einladung zum Umdenken an Studierende, Lehrende und Beratende in Lehrerausbildung, Lehrerfortbildung und Schulentwicklung.

Fremdheit bewusst ist, erkenne man auch die Ähnlichkeiten mit äußeren Fremdheiten. Ansatz für eine solche Kultur sei der Austausch von unterschiedlichen Lebensformen, Wertehaltungen und Weltanschauungen. Formen kultureller Verbindungen, die in einer Art Netzwerk miteinander verwoben werden. Kommunikationsmedien wie das Internet oder das Fernsehen, über das täglich Meldungen und Nachrichten aus der ganzen Welt eintreffen, trügen ebenso wie moderne Verkehrsmittel zu Kontakten und Mischungen bei. Kulturell gesehen könnten Menschen derselben Nationalität voneinander stärker als je zuvor verschieden sein, was im Gegenzug aber bedeuten könne, dass sie international umgangsfähiger seien.

In seiner Theorie stellt Welsch dem Verflechtungsmodell der Transkulturalität das Kugelmodell der Multikulturalität und der Interkulturalität gegenüber. Gesellschaft, in der viele Kulturen in Kugelgestalt nebeneinander existieren, wie die Deutschen, die Türken, die Chinesen usw. Die Kultur eines Landes erscheint somit als Mosaik bzw. Durchbrechen dieses reinen Nebeneinanders von Kulturen und es wird ein Dialog bzw.

Der Begriff der Transkulturalität wird in der aktuellen Debatte zur Integration aufgegriffen und hat an Aufmerksamkeit gewonnen. Seyran Ateş skizziert in ihrem 2007 erschienenen Buch „Der Multikulti-Irrtum“ die Vision einer transkulturellen Gesellschaft. Wie der Titel ihres Buches bereits anzeigt, grenzt Seyran Ateş ihre Vision einer transkulturellen Gesellschaft scharf von der Idee der Multikulturalität ab. Den – Zitat – „urdeutschen Multikulti-Fanatikern“ wirft Seyran Ateş eine „schwere Schuld“ vor. Transkulturalität kann neben dem deskriptiven und normativen Sinne als Gesellschaftskonzept auch im praktischen und operativen Sinne als Erziehungskonzept verstanden werden.

Arata Takeda plädiert in seinem 2012 erschienenen Buch Wir sind wie Baumstämme im Schnee für eine Erziehung, die den zurzeit in Politik und Gesellschaft herrschenden Kulturalismus überwinden helfen soll, und schlägt ein gründliches Umdenken in Richtung transkultureller Erziehung vor. Ein Bachelorstudium in transkultureller Kommunikation wird angeboten an der Universität Wien und an der Universität Graz. Falser, Michael: Kulturerbe – Denkmalpflege: transkulturell. Standbeine dürfen nicht zum Klumpfuss werden.