Wie großartige Musik entsteht … oder auch nicht PDF

Expressionismus schmückt: Wie großartige Musik entsteht … oder auch nicht PDF Marcs Pferde, Kühe, Katzen verhübschen seit Jahrzehnten Kalender und Badvorleger. Posterdrucke über die Textiltapeten vorstädtischer Arztpraxen.


Författare: John Axelrod.

Weshalb wurde Herbert von Karajan nur ein einziges Mal eingeladen, das Cleveland Orchestra zu dirigieren? Warum streiken französische Orchester häufiger als andere und sind Schweizer Musiker immer so ernst? Und wie kann klassische Musik in der Gesellschaft wieder eine größere Rolle spielen? Diesen und anderen Fragen widmet sich der weltweit bekannte amerikanische Dirigent John Axelrod in seinem Buch. Gewürzt mit amüsanten Anekdoten, werden in neun Kapiteln die wichtigsten internationalen Orchester und ihre Besonderheiten vorgestellt sowie auf die Geschichte des Dirigentenberufs eingegangen, auf die Entwicklung des Taktstocks und die Veränderung der Beziehung zwischen Dirigent und Orchester. Axelrod schildert überdies den typischen Lebenslauf eines Orchestermusikers, äußert sich zum »Weltbürgertum« des Komponisten und macht deutlich, wie wichtig die Kenntnis der Landessprache für das Verständnis einer Kultur ist.

Ihre Wiederentdeckung kommt spät: Im Gegensatz zu ihren vielstrapazierten Kolleginnen Paula Modersohn-Becker oder Gabriele Münter fuhr Funke bereits zu Lebzeiten stattliche Erfolge ein. Seit der Weltwirtschaftskrise 1929 aber gerät sie sukzessive ins Abseits. Als sie 87-jährig vereinsamt und verarmt in Wien stirbt, verkennt die Nachwelt die Bedeutung ihres Nachlasses brachial. Gemälde und Zeichnungen werden verlegt und zerstreut, Briefe und Schriften fast ausnahmslos zerstört. Zwölf Jahre benötigt Neffe Peter, um ein erstes, rund 400 Bilder auflistendes Werkverzeichnis zu erstellen. Erst 2011, ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod, erscheint es. Autonomie und Dolchstoß: Kindheit, Jugend, Studium Helene Funke verbringt ihre Kindheit in wohlbetuchtem Kreis: Klangvoll ist der Name der Mutter, Auguste Amalie Eleonore Helene Maria Freiin d’Orville von Löwenclau, und groß der berufliche Ehrgeiz des Vaters.

Finanziell brilliert Hermann Funke als Kaufmann in der Chemnitzer Strumpfwirkerei. Die kleine Helene ist die einzige Tochter. Als sie sich mit 29 Jahren, am 01. April 1899, an der Münchner Damenakademie des Künstlerinnenvereins einschreibt, um Malerei zu studieren, ist die Familie entsetzt. Manche Landschaftsbilder spiegeln Duktus und Farbwerte des Spätimpressionismus. Zwar entstehen die Zeilen im kriegsbedingten Ausnahmezustand. Doch existieren auch aus der Zeit davor nur kümmerliche Hinweise auf Bekanntschaften: Sie studiert gemeinsam mit Gabriele Münter in München, beteiligt sich mit den Fauves an zwei Pariser Herbstsalons.

14 geht Funke mit der gebürtigen Wienerin Hofrichter nach Wien. Denn Wien ist damals alles andere als das Arkadien umtriebiger Künstlerinnen. Fortan, sie ist inzwischen 49 Jahre alt, preisen angesehene Zeitschriften ihr Werk, »Die bildenden Künste« »Deutsche Kunst und Dekor«, »Kunst und Künstler«. 1920 kauft das Österreichische Staatsamt für Inneres und Unterricht ihr inzwischen verschollenes Gemälde »Musik« für 10. Bilder ekeln Kunstkritiker Arthur Roessler, ihre »schreckliche Vangoghiade« Adalbert F.