Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter PDF

Dieser Artikel behandelt die Geschichte und heutige Lage des Islams in Europa. Die christlich geprägten von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter PDF und die islamischen Länder teilen eine über dreizehnhundertjährige gemeinsame Geschichte.


Författare: Nejla Demirkaya.

Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte), Veranstaltung: Kirche und Krieg im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Laut der Säkularisierungsthese ist die Religion im Zuge fortschreitender Modernisierung über die Jahre einem zwangsläufigen Bedeutungsschwund unterworfen, der religiöse Motive im Handeln und Denken der Menschen durch solche "rationaler", also politischer und individualisierter Natur ablöst. Jedoch scheint es bei oberflächlicher Betrachtung in der Geschichte wiederholt der Fall gewesen zu sein, dass sich eine verstärkte Hinwendung zur Religion ergibt, obschon zuvor die Politik als einflussreichere Entität aufgetreten ist.
So soll sich König Ludwig IX. von Frankreich aus reiner Gottesliebe und religiösem Pflichtbewusstsein auf die Kreuzfahrten ins Heilige Land begeben haben, wohingegen die anderen großen Herrscher seiner Epoche, von Kaiser Friedrich I. Barbarossa über König Richard I. Löwenherz bis zu Kaiser Friedrich II., in ihrem Kreuzzugsengagement angeblich von rein politischen Überlegungen geleitet agierten. Dieses Essay wird aufzeigen, dass eine solch grobe Einteilung der Motivlagen nicht zutrifft und anhand des zu untersuchenden Themas weder eine Be- noch eine Widerlegung der Säkularisierungsthese erfolgen kann.

Jahrhunderte standen Regionen unter islamischer Herrschaft, die geografisch zum europäischen Kontinent gehören. Die gemeinsame Geschichte ist von kriegerischen Auseinandersetzungen, aber auch von intensivem Handel, diplomatischem und kulturellem Austausch geprägt. Mit der Zuwanderung von Muslimen nach Europa seit den 1950er Jahren sind in vielen europäischen Ländern zahlenstarke muslimische Minderheiten entstanden, so dass sich die Frage einer gemeinsamen Identität als Grundlage für eine erfolgreiche Integration erneut stellt. Im Verlauf der Geschichte Europas und der islamischen Welt kam es zu unterschiedlichen, gewaltsamen und friedlichen Kontakten, die die Vorstellungen der Öffentlichkeit in beiden Regionen voneinander in unterschiedlicher Weise prägten.

Zeiten relativ friedlichen Zusammenlebens, für die ikonisch der Hof des Stauferkaisers Friedrich II. Das Osmanische Reich mit den Eroberungen Süleymans, 16. Die Hedschra im September 622 markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung. April 711 landete ein Heer aus Arabern und nordafrikanischen Berbern unter dem Feldherrn des Umayyaden-Kalifen Al-Walid I. 732 wurden sie von den Franken unter Karl Martell in der Schlacht von Tours besiegt, konnten aber ihre Herrschaft auf dem größten Teil der iberischen Halbinsel dauerhaft etablieren.

755 landete der umayyadische Prinz Abd ar-Rahman ibn Mu’awiya mit Berbertruppen in Almuñécar in Andalusien. Er war auf der Flucht vor den Abbasiden, die 750 ihre umayyadische Vorgängerdynastie gestürzt hatten. El Libro de los Juegos des Alfons X. 756 bis 929 als Emirat von Córdoba, 929 bis 1031 als Kalifat von Córdoba. Westeuropas ging die Schlacht von Tours und Poitiers im Oktober 732 als epochaler Wendepunkt und Ende der islamischen Expansion im Westen Europas ein. Diese Bedeutung wurde der Schlacht jedoch erst Ende des 18. Philosophie beispielsweise des Aristoteles ablehnend gegenüber.