Von der enkyklios paideia zur Enzyklopädie PDF

Schlüsselbegriff für das Verständnis von der enkyklios paideia zur Enzyklopädie PDF antiken Kultur und ein zentraler Wertebegriff. Er steht einerseits für die intellektuelle und ethische Erziehung und Bildung als Vorgang und andererseits für die Bildung als Besitz und Ergebnis des Erziehungsprozesses. Bildung, die ein Jugendlicher erhält und die ihn sein Leben lang prägt.


Författare: Susanne Ziese.

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte – Weltgeschichte – Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Romania – der Begriff verbindet all die Gebiete, deren Sprachen im Romanischen wurzeln. Aber er bezeichnet auch einen Kulturraum – wenngleich auch keinen homogenen – doch aber einen mit vielen Ähnlichkeiten. Es genügt sich beispielsweise das Wort "Musik" in den verschiedenen Sprachen anzusehen: Musica (lat.), musica (ital.), música (span.), música (port.), musique (frz.), muzica (rum.). Die Verwandtschaft ist unleugbar. Jedoch wer denkt an dieser Stelle weiter zurück als bis zum lateinischen "musica"? Denn es waren nicht die Römer, die das Wort für die Tonkunst erfanden. Die Wurzeln des Ausdrucks reichen weiter zurück bin in das antike Griechenland, wo das Musizieren neben melos und logos auch musiké hieß.
Derlei Beispiele fänden sich zahlreiche. Anlass genug für diese Arbeit, den Einfluss des antiken Griechenlands auf das Römische Reich und somit auf die Kulturen der Romania zu betrachten. Da in einem solchen Rahmen unmöglich alle Aspekte der imitatio graeca berücksichtigt werden können, wird hier der Bereich Erziehung und Bildung fokussiert. Zahlreiche Teilaspekte wie beispielsweise Philosophie, Literatur und Sprache werden sich aber auch innerhalb dieses Fokus‘ wieder finden.
Die nachfolgenden Betrachtungen sollen einen Eindruck davon vermitteln, in wie weit das griechische Erziehungs- und Bildungsideal von den Römern adaptiert bzw. modifiziert und somit Grundlage für die heutigen Bildungssysteme der Romania wurde.

In der zweiten Hälfte des 5. Die Mädchen wurden zu Hause ausgebildet. Bildung wurde noch nicht als Aufgabe des Staates betrachtet. Athen verfügte aber auch über einige staatliche Palaistren und Gymnasien. Den Schulbesuch führte jeder nach Möglichkeit für seine Söhne durch, obwohl kein Zwang dazu bestand.

Der Sklave, der den Knaben auf dem Schulweg begleitete und für das richtige Benehmen Anweisungen gab, war der paidagogos. Sklaven zählten nicht als Person, sondern als Sache. Da die Sklaven eine Kapitalanlage waren, deren Arbeitskraft ausgenutzt werden musste, wurden häufig nur solche Sklaven verwendet, die zu anderer Arbeit nicht taugten. Der paidagogos hatte das Recht der körperlichen Züchtigung, das sehr hart angewendet wurde.

Ohnehin bestand die Auffassung, dass ein Knabe besonders scharf gezügelt werden müsste. Die rohe Art dieser Sklaven muss bei weitem überwogen haben. Ausbildung, die aber ebenfalls von Vorlesungen über Redekunst, Literatur, Musik und Geometrie begleitet wurde. Die Epheben waren in einer Art Selbstverwaltung demokratisch organisiert und übernahmen wichtige Aufgaben bei der Verteidigung und bei öffentlichen Zeremonien. Mit 21 Jahren wurde man schließlich volljährig. In der höfischen Kultur zur Zeit Homers wurde ein aristokratisches Menschenbild idealisiert.

Demnach führt die immer wieder auf Bewährungsproben gestellte Leistungskraft zu Besitz, Ruhm und Ehre. Der homerische Held vermag die Lanze zu führen. Ebenso ist er zur sachkundigen Rede im Rat und in der Versammlung fähig. Hiermit erfreut‘ er sein Herz, und sang Siegstaten der Männer. Ritterlichkeit, Höflichkeit, weltmännische Gewandtheit und Einfühlungsvermögen zeichnen ihn aus. In der Zeit der Polis wurden dann ab dem 7.