Vier Werte, die Kinder ein Leben lang tragen PDF

Leid und die Frage -„Warum läßt Gott das zu? Ich will keine theologische Abhandlung über dieses Thema schreiben, sondern praktische Ratschläge geben. Ich grenze bewußt das Thema Scheidung und Wiederverheiratung aus und konzentriere mich vier Werte, die Kinder ein Leben lang tragen PDF die Scheidungskinder und ihre besondere Problematik. Immer mehr Menschen kennen wir, die geschieden oder selbst Scheidungskinder sind.


Författare: Jesper Juul.

Durch zahllose Diskussionen in Medien und Gesellschaft sind viele Eltern verunsichert über den richtigen Weg in der Erziehung. Laute Rufe nach Grenzen und Disziplin als einem Allheilmittel wirken dabei rückwärtsgewandt und wenig hilfreich. Einfühlsam und dicht dran am echten Leben unterstützt Sie in diesem Buch Jesper Juul in Ihrer Suche nach neuen Wegen in der Erziehung. In vier Kapiteln vermittelt er vier Werte, die tragfähige Säulen für eine gute Entwicklung Ihrer Kinder wie Ihrer Familie sind: Gleichwürdigkeit, Integrität, Authentizität und Verantwortung. Für jeden Wert dienen reale Familiensituationen als Beispiel, die oft in bewegenden Briefen seiner Leser geschildert werden. Jesper Juul geht auf jede Situation sehr einfühlsam ein – dies gibt Ihnen Gelegenheit, Ihr eigenes Verhalten und die Werte, die Sie mit Ihren Kindern leben möchten, zu reflektieren. Unterhaltsam, inspirativ und schön gestaltet, bringt dieses Buch den Kern der Botschaft des Bestsellerautors auf den Punkt.

Wir können die Zeit nicht zurückdrehen und alles wieder ungeschehen machen. Wir müssen lernen, diese Menschen anzunehmen, uns mit ihrer besonderen Problematik auseinandersetzen und helfen. Ich möchte zeigen, auf wie viele Weisen eine Scheidung das spätere Leben der Scheidungskinder beeinflußt, wobei sich im einzelnen große Unterschiede zeigen können. So spielt etwa das Alter, in dem die Kinder die Scheidung der Eltern miterleben, eine wichtige Rolle. Aber die 4-12-jährigen haben es schwer, weil sie besonders in diesem Alter beide Elternteile brauchen, um psychosoziales Verhalten zu lernen.

Dennoch möchte kaum ein Kind die Scheidung der Eltern. Es finden sich nur sehr wenige Kinder, die in der Scheidungsvorphase andere Wunschvorstellungen signalisieren können, als solche nach der Wiederherstellung der Familie. Eine Ehe zu beenden ist ein enorm bedeutungsvoller Schritt mit psychischen Folgen, die nicht verschwinden, wenn ein juristisches Urteil gefällt wurde. Das Leben geht weiter und die Kinder haben damit zu leben.

Damit war im Jahr 1994 jedes 7. Fast jede dritte Ehe wird wieder geschieden, am häufigsten im vierten Jahr ihres Bestehens. Die meisten Kinder erleben die Trennung ihrer Eltern mit, wenn sie zwischen drei und dreizehn Jahre alt sind, also in den besonders ungünstigen Altersstufen. Der Trennung geht eine lange Zeit des Konflikts zwischen den Ehepartnern voraus. Die ersten zwei Jahre nach der Scheidung werden Krisenperiode genannt.

Für die Kinder beginnt die Krise mit Schock, Angst und Wut, wenn sie erfahren, daß die Ehe ihre Eltern zerbrochen ist. Die Resultate von 32 Untersuchungen in den letzten 15 Jahren zeigen, daß die erwachsenen Kinder geschiedener Eltern mehr Probleme und niedrigere Werte in bezug auf ihr Wohlbefinden haben als Erwachsene, deren Eltern verheiratetet blieben. Sie sind häufiger depressiv, fühlen sich weniger mit dem Leben zufrieden, sie sind im Schnitt weniger gut ausgebildet und sie haben weniger angesehene Berufe. Sie gehen als Erwachsene Beziehungen ein mit dem Gefühl, schlechte Karten zu haben.

Häufig bezeichnen sie sich als die Opfer der Scheidung und ihre Kindheit und Jugend als die unglücklichste Zeit ihres Lebens. Angst, genau das gleiche zu erfahren – mit 40 geschieden, einsam und depressiv zu sein, wie die eigene Mutter. Scheidungskinder fühlen sich beraubt und „entrechtet“, weil sie nie die Gelegenheit hatten, liebevolle Beziehungen zu erleben. Dazu kommen Zweifel, Ängste, Überempfindlichkeiten, Wut und der Kampf um die Befreiung von der Vergangenheit. Welche Probleme in ihrem Leben auch immer auftauchen: Scheidungskinder neigen dazu, die Scheidung ihrer Eltern dafür mitverantwortlich zu machen. Die Scheidung untergrub ihr Gefühl für Sicherheit.

Vertrauen ist auch ein großes Problem. Der Glaube an Vertrauen von Scheidungskindern wurde von den wichtigsten Menschen in ihrem Leben, den Eltern, auf fundamentalste Weise Gewalt angetan. Für zunehmend mehr Paare hat Ehe offenbar vorübergehende Bedeutung. Familie“ ist dort nur noch zwischenzeitlicher Schutzraum der Kinder, aus dem sie leider oft nicht ohne Schäden entlassen werden.