Verfall und Untergang des Römischen Reiches. IV. Band PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. 550 Kilometer langer Abschnitt der ehemaligen Außengrenze des Römischen Reichs zwischen Rhein und Donau. Verfall und Untergang des Römischen Reiches. IV. Band PDF den Jahren 1899 bis 1907 errichtet, gilt die Anlage als bedeutendster Rekonstruktionsversuch der archäologischen Vergangenheit. Die bereits 1885 von Louis Jacobi errichtete Südwestecke mit weiterem und damit richtigem Zinnenabstand musste während der Gesamtrekonstruktion wohl auf Veranlassung Kaiser Wilhelms II.


Författare: Edward Gibbon.
Ein meisterhafter Allzeitbestseller in der ersten vollständigen deutschen Übersetzung seit 1837.A.D. 117 steht das Imperium Romanum auf der Mittagshöhe seiner Macht. Doch von da an geht es abwärts. Der englische Historiograph Edward Gibbon (1737 – 1794) entwirft in seinem unsterblichen Werk ein gewaltiges Panorama des ausgehenden Altertums und europäischen Mittelalters: die kaiserliche Politik des kleineren Übels verursacht auch hier zuverlässig die größten Schäden. Vorübergehend bringt das Christentum Licht in diese Finsternis, aber zeigt sich danach von seiner dunkelsten Seite; Konstantinopel wird gegründet und überlebt tausend Jahre Kreuzzüge und Barbareneinfälle; der Islam überrennt die halbe Welt; asiatische und germanische Völker gründen Reiche, welthistorische Eintagsfliegen zumeist – und dies alles wird von Gibbon wohlfundiert und kenntnisreich erzählt. Aber Gibbon ist nicht nur wissenschaftlich exakt sondern zugleich unterhaltsam. So erweist er sich als Schriftsteller und Geschichtsphilosoph, in dessen Darstellung sich subtile Ironie, sarkastische Kommentare und präzise Charakterportraits abwechseln.

Zinnenabstand und damit falsch wiederaufgebaut werden. Regel der raetische Limes und der obergermanische Limes gemeint, gemeinsam als Obergermanisch-Raetischer Limes bezeichnet. Die römischen Limites stellten in der Geschichte erstmals räumlich klar definierte und visuell im Gelände für Freund und Feind eindeutig erkennbare Außengrenzen eines Herrschaftsbereichs dar. Der Obergermanisch-Raetische Limes hält sich dabei wenig an Flüsse oder Gebirgszüge, die eine natürliche Abgrenzung des Gebietes darstellen könnten. Die Funktion der römischen Militärgrenzen wird seit geraumer Zeit verstärkt diskutiert. Die neueste Forschung geht zumeist davon aus, dass zumindest der Obergermanisch-Raetische Limes nicht primär eine militärische Demarkationslinie war, sondern eher eine überwachte Wirtschaftsgrenze zum nichtrömischen Raum darstellte.

Zur Abwehr systematischer äußerer Angriffe war der Limes kaum geeignet. Das Interesse am Limes als Rest einer Anlage aus römischer Zeit wurde in Deutschland in der Zeit der Renaissance und des Humanismus wieder lebendig. Erst nach der Reichsgründung konnten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Archäologen damit beginnen, den zuvor nur rudimentär bekannten Verlauf genauer aufzunehmen und erste systematische Ausgrabungen vorzunehmen. Im Verlauf dieser Arbeiten wurde der 550 Kilometer lange Verlauf des Limes vermessen, in Strecken eingeteilt und beschrieben. Diese Aufteilung folgte den im Deutschland des 19. Die Vorgeschichte des Limes geht bis in das Jahr 9 n.

Territorium, etwa die Wetterau, zu annektieren. Der Obergermanisch-Raetische Limes entwickelte sich in mehreren Stufen aus einem reinen Postenweg innerhalb einer Schneise, die in die germanischen Wälder geschlagen wurde. In der Wetterau hingegen konnte bei dem Kastell Marköbel die Palisade wahrscheinlich schon auf das Jahr um 120 n. Waldkante-Rinde, Brunnen in der Retentura des Kastells. Tannennadelholz, 1992 bei der Anlage des Schindhausweihers geborgen. Zwischen 1895 und 1898 geborgenes Eichenholz aus den Altmühlwiesen. 1975 geborgenes Eichenholz vom Oberen Marktplatz.

Die ursprünglich errichteten, verwitterungsanfälligen Holztürme wurden später durch Steinbauten ersetzt. Auch der Limes selber machte mehrere Ausbauperioden durch. Analog entwickelte sich der raetische Limes. Der Obergermanisch-Raetische Limes erfuhr verschiedene größere und kleinere Verlegungen des Grenzverlaufs und wurde entsprechend an mehreren Stellen umgebaut. Die Ursachen für diese Grenzverschiebungen sind nicht überliefert. Es wird vermutet, dass es sich zum Teil um nachträgliche Begradigungen handelt. Am Obergermanischen Limes existieren mehrere Abschnitte, die durch einen exakt gradlinigen Streckenverlauf auffallen und wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen wirken.

Die dazu erforderliche außergewöhnliche Präzision wird der Verwendung der Groma durch römische Landvermesser zugeschrieben. Der Obergermanisch-Raetische Limes war im römischen Hinterland von einem Netz militärischer Stützpunkte und ziviler Versorgungseinrichtungen begleitet und von einem Straßen- und Wegenetz verbunden. Besatzungen der Wachttürme stellten und von diesen bei Zwischenfällen an der Grenze benachrichtigt werden konnten. Händler, Handwerker und Schenken sorgten zudem für Möglichkeiten der Versorgung und der Zerstreuung der zahlungskräftigen Truppe.

Eine Besonderheit stellt die römische Stadtgründung von Waldgirmes im Lahntal dar, jenseits des späteren Limes. Als Wirtschaftsgrenze besaß der Limes eine Reihe von bewachten Durchlässen, an denen das Militär den Grenzverkehr kontrollieren konnte. Epoche des Niedergangs des Obergermanisch-Raetischen Limes sind nur wenige schriftliche Quellen überliefert. Von den Historikern wurde daher lange Zeit angenommen, dass der Limes in einem einzigen Ansturm der Germanen in den Jahren 259 und 260 n. Neuere archäologische Untersuchungen und Funde zeigen jedoch, dass der Verfall im 3. Untersuchungen deuten darauf hin, dass dies unter anderem auf neu zugewanderte Gruppen aus dem Inneren Germaniens zurückzuführen sein könnte, die nicht romanisiert waren und gegenüber dem Imperium aggressiver auftraten. Zum anderen nutzten inzwischen die Germanen, namentlich die Alamannen, im Jahr 233 n.