Stahl- und Verbundkonstruktionen PDF

Stahl- und Verbundkonstruktionen PDF Datenübertragung Ihres Webseitenbesuchs an Google durch ein Opt-Out-Cookie stoppen – Klick! Stop transferring your visit data to Google by a Opt-Out-Cookie – click! Inhaltsverzeichnis – Sitemap – über 1.


Författare: Rolf Kindmann.
Der Fokus des Buches liegt auf dem Tragwerksentwurf und der konstruktiven Durchbildung der Stahl- und Verbundkonstruktionen. In einer ganzheitlichen Betrachtungsweise werden dabei nicht nur statisch konstruktive Eigenschaften der Stahl- und Verbundkonstruktionen analysiert, sondern auch Aspekte wie Fertigung, Zusammenbau, Transport, Montage, Toleranzausgleich, Stöße, Anschlüsse, Brandschutz, Korrosionsschutz und Interaktion des Tragwerkes mit Ausbaugewerken. Das Buch ist deshalb nicht nur für Tragwerksplaner (in der Regel Bauingenieure) konzipiert, sondern auch für Objektplaner (im Hochbau in der Regel Architekten), die mit der Planung von Stahl- und Verbundkonstruktionen befasst sind. Es richtet sich gleichermaßen an Studierende des Bauingenieurwesens wie an berufstätige Ingenieure und Architekten. Die Berechnungsbeispiele zum Hochbau sind gemäß EC3 für Stahlkonstruktionen und EC4 für Verbundkonstruktionen. Die Berechnungsbeispiele zum Brückenbau sind gemäß DIN-Fachbericht 103 für Stahlbrücken und DIN-Fachbericht 104 für Verbundbrücken.

Massiv- oder Leichtbau – was dämmt besser? Gesundheitliche und umwelttechnische Auswirkungen der Stoffe und ihrer Verbindungen inkl. Spannende Bau-Umfragen – Machen Sie mit! 2: Betonschäden durch schlechte Baustoffqualität 3: Baustoff und Baupfusch für eine Sklavenhaltergesellschaft? 4: Macht Betonieren krank und sichert Arbeitsplätze? Als Kühlschrank und Raucher-Rampe, als Zusatzwohnfläche und Grillplatz, zum Wäschetrocknen und hin und wieder sogar als Sitzplatz oder Aussichtsplattform genutzt, ragt der typische Balkon aus der Fassade heraus und sich der Witterung entgegen. Bewehrung abgeplatzte Überdeckung des Stahlbetons nach nur wenigen Jahren.

Deswegen braucht man also nicht ins sonnen- und ruinenverwöhnte Welschland fahren. Das kennen wir auch hier zur Genüge, oder? Wenn man sich mal überlegt, wie lange es unsere konstruktionsoptimierten Flachdächer aushalten, bis die Brühe durchrinnt – kommt schnell heraus, daß die üblicherweise sehr dünn konstruierten Balkonplatten deutlich schneller in die Knie gehen müssen. Folge: Wasser dringt ein, setzt sich in den meist kunstharzhaltigen bzw.

Bauteilschichten fest und führt zur nachfolgenden hygrischen Dehnung und im Winter selbstverständlich auch Frostsprengung. Die typischen Frostschäden hat jeder schon gesehen. Wenn man also dieser Grundproblematik möglichst entkommen will, ist eines wohl sofort klar: Eine nicht im Materialverbund, also von der Dichtebene entkoppelte Belagkonstruktion ist gegenüber allen fest verbundenen, verfliesten bzw. Gehbelägen von vornherein um Lichtjahre überlegen. Und ein Belag aus massiven Platten jedem dünnfliesigen Beläglein.

Wie sehen nun die üblichen Belagschäden aus, woher kommen sie? Die brutale Mischung aus Hitze und Kälte, Wasser, Dampf und Eis ist es, die dem Balkon und seinen meist nach Bauherrengeschmack von Handwerksmeistern konstruierten Wunsch-Belägen arg zusetzt. Und so dehnt sich der Belag grauenhaft aus und schrumpft dann wieder – doch wer mag schon alle paar Millimeter eine notwendige Bewegungsfuge sehen? Lieber läßt man den Fliesenbelag in der Feinsteinzeugfliesen-Fläche reißen, sowieso auch in der Fuge. Klaro, Wasser dringt ein und beginnt im Untergrund zu wühlen. Da der geflieste Belag sowieso nie vollflächig bzw. Mörtelbett verlegt ist, gibt es Risse und Hohlräume, in denen sich das Wasser sammeln kann und dort verschärft „arbeitet“.

Ohnehin kann sich der sehr dichte Fliesenbelag aus Feinsteinzeug nur sehr bedingt am Mörteluntergrund verankern – in seine paar offenen Pörchen gelangt auch von unten her ja kaum Bindemittelleim. Und wie schlau doch der Ästhet wieder war: Möglichst enge, schmale Fugen zwischen riesigen Fliesen und Platten, das größte Format ist ja oft noch zu klein. Leute, das muß doch schiefgehen – Plattenriß und Fugenriß sind so sicher vorprogrammiert. Selbstverständlich ist auch die Tropfkante vorne und seitlich nur unzureichend bzw.

Ausdehnungskoeffizienten zusammen – das zieht und klafft und reißt ohne Ende, die Randprofile stauchen und drücken sich nach oben. Eindichtung des Randprofilblechs als Kombination aus zementärer Dichtungsschlämme mit Abdichtungsband auszubilden. Die schlußendlich doch abtropfwillige Regenbrühe kommt nicht vom Balkon weg, sondern wird letztlich kapillar in den Untergrund unter den abklaffenden Fliesen und Mörtelbetten gesaugt. Da wächst dann über den Balkonpfusch auch recht schnell Gras drüber. Verlegt wird die ganze Chose natürlich nicht, wenn das Wetter paßt, sondern wenn der Handwerker endlich kann.

Und dann, kaum ist die Platte neu verlegt, wird sie belastet. Egal, ob der Verlegemörtel schon die vollständige Festigkeitsentwicklung erreicht hat oder nicht. Der Zementstein ist dann noch nicht verfestigt und auskristallisiert, der „vergütende“ Zusatz von Kunststoffdispersion noch gar nicht vollständig verfilmt. Spannungsrisse in den jungen Belag und den Fugenmörtel reinkriegen. Auch der mitverwendbare Rest des Altbalkons hat sein Tücken – die Restfeuchte genannt wird.

Darauf wird der neue Kram verlegt, nimmt dann die Feuchte auf, diese kann mangels ausreichender Dampfdiffusion – je größer die Fliesenformate, je geringer der Fugenanteil, je schmaler die Fugenbreiten, umso weniger! Kondensat unter den Fliesen und im Mörtelbett an und friert und frostet dann im nächsten Winter die schöne Konstruktion kaputt. Daß im Rahmen von sogenannten „energetischen Sanierungen“ dann gerne vorgeschlagen wird, die Altbalkone gleich ganz wegzureißen, um sie dann mit besser konstruierten Vorsatzkonstruktionen aus Stahl zu ersetzen, verwundert da nicht weiter. Ehrlich gesagt, braucht es für Balkonarbeiten eigentlich immer eine komplette Einhausung, wenn „Übliche Belagaufbauten“ mit längeren Reifezeiten der Belagschichten anstehen. OK, doch wer macht das wo?

Nun versuchen ganz Schlaue, das quasi unvermeidliche Wasser unter dem Balkonbelag durch ein Drainagesystem kontrolliert abzuführen. Eigentlich eine schöne Idee, mal so kurz angedacht. Sie liegen meist schwimmend auf dem Gefälleestrich und entkoppeln so den Belag vom Untergrund. Klingt meist sehr hohl, ist meist nicht dolle belastbar. Superidee waren und sind auch die Dichtungsbahnen für die Balkonflächenabdichtung aus Kunststoff. Sie geben unvermeidlicherweise Weichmacher ab, das führt zum Schrumpfen der Kunststoffdichtungsbahn und dann zieht sie sich aus den Anschlüssen weg, wo dann die Chose undicht wird und mehr und mehr Wasser kapillar reinzieht.

Ja, die Bauchemie ist schon immer wieder für Superpfusch gut gewesen. Auch sehr beliebt sind Versiegelungen der gefährdeten Beläge des Balkons oder wasserdichte Imprägnierungen. Ebenso die nachträgliche Abdichterei mit Epoxidharzmörtel bzw. Fugenmaterialien aus Silikon, Polyurethan, Polysulfid und so weiter. Funktioniert natürlich alles nicht, da dann die immer in der Unterkonstruktion eingeschlossene Feuchte ganz sicher noch dollere Schäden noch schneller hervorbringt. Die Frage nach Saniermaterialien und Saniertechnik vom Großbau bis zur letzten Einfamilienhütte ist eben auch, wenn es an die Balkonsanierung geht, entscheidend.