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Zum Umgang mit Tod, Beerdigung und Trauer haben sich in den verschiedenen ethisch-religiösen Traditionen im Judentum unterschiedliche Bräuche entwickelt, auf die hier nicht in aller Differenziertheit eingegangen werden kann. Doch einige Grundzüge sind allen Traditionen gemein, die in Kürze dargestellt werden spurensuche PDF. Allgemein gilt, dass der oder die Sterbende nicht allein gelassen werden darf. Kündigt sich der Tod an, versammelt man sich im Sterbehause zum gemeinsamen Lernen und Gebet.


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Der Band ist dem Andenken an die Sammeltätigkeit des Brünner Rechtsanwalts und Geschäftsmanns Dr. Arthur Feldmann (1877-1941) gewidmet, dessen große Sammlung von Altmeisterzeichnungen zu den bedeutendsten seiner Zeit zählte. 1939 wurde seine Villa mitsamt der Kunstsammlung von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Arrest und Folter im März 1941 überlebte Feldmann nur um wenige Tage. Der an das damalige Brünner Landesmuseum gelangte Teil der Zeichnungssammlung wurde vor einigen Jahren an die Nachfahren zurückgegeben. Diese konnten zudem im Laufe der Jahre den Verbleib weitere Blätter aufspüren und deren Restitution erwirken. Jüngst haben die Erben in einer überaus großzügigen Schenkung knapp dreißig Blätter der Albertina vermacht. Aus diesem Anlass entstehen eine Ausstellung und diese Publikation.

Der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig. In Anlehnung an den Märtyrertod des Rabbi Akiba zur Zeit der hadrianischen Verfolgungen wird dieses Gebet solange wiederholt, bis der Sterbende mit dem letzten Wort seine Seele aushaucht. Vermutet man den Eintritt des Todes, überprüft man den Stillstand der Atmung mit einer Feder. Dann schließt man dem Toten die Augen und spricht einen Segen: Gelobt sei der wahrhafte Richter. Nun bereitet man ihn für die rituelle Waschung vor: Der Leichnam wird aus dem Bett gehoben, mit den Füßen zur Tür auf den Boden gebettet und mit einem weißen Laken bedeckt.

Beerdigungsbruderschaft, bei einer Frau der Frauenverein. Bei der Waschung darf der Leichnam niemals vollständig entblößt werden, immer wird nur der Körperteil aufgedeckt, an dem gerade gearbeitet wird. Der Leichnam wird mehrmals mit Wasser übergossen, dabei spricht man Verse aus den Psalmen und dem Hohelied. Totengewändern bekeidet und mit einem weißen Tuch bedeckt. Gebetsschal beigegeben, an dem die Schaufäden entfernt wurden. Hat die Gemeinde eine eigene Taharahalle, so wird der Tote zur rituellen Waschung dorthin gebracht, ansonsten belässt man ihn bis zur Beerdigung im Trauerhause.

Im Orient wird der Tote nur in Totengewand und Leichentuch beerdigt, hierzulande bettet man ihn in einen schlichten Sarg. Weit verbreitet ist der Brauch, einem Toten ein wenig Erde aus dem heiligen Land mit in den Sarg zu geben: Wenn es ihm schon nicht vergönnt war, in der geheiligten Erde der Vorväter zu ruhen, so wird der Verbundenheit mit dem gelobten Land auf diese Weise Ausdruck verliehen. Gemäß der rabbinischen Vorschrift soll der Tote so schnell wie möglich bestattet werden, am besten noch am selben Tag. Nur wenn jemand kurz vor Anbruch oder an einem Feiertag verstarb, wurde die Beerdigung wegen der Heiligkeit des Tages zwangsläufig verschoben. Mit der Angst vor Scheintod wurde jedoch seit Ende des 18.