Spurenlese ((2)) PDF

64 ist eine Sinfonische Dichtung des Komponisten Richard Strauss. Dem Werk liegt das Konzept des Komponisten zugrunde, mit musikalischen Mitteln die Besteigung eines Alpengipfels und die Rückkehr ins Tal während eines Tages zu gestalten. Eine Alpensinfonie ist ein typisches Beispiel für die spurenlese ((2)) PDF Kategorie der Programmmusik. Die Idee zum Programm geht auf ein Erlebnis aus Richard Strauss’ Kinderzeit zurück.


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Die von Martin Luther mit dem sogenannten Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517 initiierte Reformation zählt zu den wirkungsmächtigsten Ereignissen der europäischen Geschichte. Zwar war sie religiös motiviert und zielte auf Veränderungen in Theologie, Kirche und Glaubenspraktiken, doch zusätzlich zeigte sie nicht intendierte Wirkungen, die weit über den religiösen Bereich hinausgriffen. Hier setzt der vorliegende Sammelband ein. Wissenschaftler der verschiedensten Fachdisziplinen hinterfragen in 23 Beiträgen, wie die Reformation in unterschiedlicher Intensität alle Bereiche der Gesellschaft erfasst hat. Dabei thematisieren sie politische Strukturen, kulturelle Wahrnehmungsmuster und habituelle Prägungen ebenso wie wirtschaftliche Verhaltensweisen, Rechtsformen, künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten oder schließlich kulturelle Identitäten.

Er hatte sich im Sommer 1879 auf dem Heimgarten in den Bayerischen Voralpen verstiegen und war in ein Gewitter gekommen. Dieses Ereignis stellte er tags darauf am Klavier dar. Aus dieser Erinnerung entwickelte er das Konzept. Ein anderer Deutungsansatz des Programmes ist es, die Form der Alpensinfonie mit dem Aufbau des klassischen Dramas in Verbindung zu bringen. 2 großen Flöten, die 2 Oboen, die Es- und C-Klarinette verdoppelt werden. Insgesamt werden somit laut Strauss’ Angaben mindestens 107 Musiker benötigt.

Aus den Anweisungen des Komponisten, manche Instrumente über das Minimum hinaus womöglich zu verstärken und für das Fernorchester hinter der Bühne eigene Musiker vorzusehen, ergäbe sich nach den Vorstellungen Strauss’ eine Optimalbesetzung von 129 Musikern oder noch mehr. Luftpumpe mit Gummischlauch zum Mund des Spielers die Erzeugung der lange gehaltenen Töne unterstützte. Die Aufführung der Alpensinfonie dauert ca. Es war die erklärte Absicht des Komponisten, dem Hörer die Stationen einer Bergwanderung als Tongemälde unmittelbar sinnlich erfahrbar zu machen.

Dieses Ziel erreicht das Werk, wie viele Musikkritiker meinen, in beeindruckender Weise. Es erscheint gerechtfertigt, das Werk als Sinfonie anzusehen. Gleichwohl handelt es sich nicht um eine den strengen Formerfordernissen einer Sinfonie im klassischen Sinne genügende Komposition, obwohl sich auch in ihr die Arbeit des Komponisten an thematischem Material findet. Erste Skizzen zur Alpensinfonie stammen aus dem Jahre 1900, dem Todesjahr Nietzsches. Schicksal des aus dem schweizerischen Emmental stammenden Porträtmalers Karl Stauffer-Bern darstellen sollte. Die Uraufführung mit der Dresdner Hofkapelle fand am 28. Oktober 1915 in Berlin unter der Leitung des Komponisten statt.