Sprache und Kultur der Albaner PDF

Albanisch ist dunkelorange dargestellt: rund 95. 1990er Jahren eine der grössten Zuwanderergruppen des Landes und kommen sprache und Kultur der Albaner PDF aus dem Kosovo und Mazedonien.


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Der Band gibt die Akten der 5. Deutsch-albanischen kulturwissenschaftlichen Tagung wieder, die vom 5. bis 8. Juni 2014 in Buçimas bei Pogradec (Albanien) stattfand und sich dank der Teilnahme namhafter Forscher aus 23 Lehr- und Forschungszentren West- und Osteuropas und der USA großen Zuspruchs erfreute. Die Veranstaltung setzte somit die erfolgreiche Reihe von Tagungen fort, die das Institut für Verglei¬chende und Indogermanische Sprachwissenschaft sowie Albanologie (LMU München) seit 2003 im dreijährigen Rhythmus veranstaltet.
Die Tagung widmete sich dem allgemein übergreifenden Thema „Sprache und Kultur der Albaner“ und richtete sich zum einen an die neuesten Entwicklungen, die die Albanologie als regionale und interdisziplinär orientierte For¬schungsdisziplin gegenwärtig ausprägen, und zum anderen an die Diskussion und den Meinungsaustausch bei der empirisch und theoretisch fundierten Ermittlung gesonderter Forschungsbereiche wie Sprache, Kultur und Geschichte der Albaner. Trotz der Buntheit und Vielschichtigkeit der Materie und der interdisziplinär orientierten Analyseansätze schlägt der Band mit 28 Beiträgen den inhaltlichen Bogen über alle Tragsäulen dieser komplexen Disziplin. Unter anderem wird speziell auf folgende Forschungsbereiche eingegangen: Altertumsforschung und Mediävistik; Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft, Sprach- und Kulturkontakt, synchrone und typologische Sprachbetrachtung, Wissenschaftsgeschichte und -politik. Der Band schließt mit einem Anhang ab, in dem die Tagungsteilnehmer von dem Sprachhistoriker Shaban Demiraj (01.01.1920–30.08.2014) Abschied nehmen.

Zur selben Zeit wurde die Schweiz zu einem wichtigen Zentrum der albanischen Diaspora. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es nur sehr vereinzelte Kontakte zwischen Albanien und der Schweiz. Der älteste historische Nachweis stammt aus dem Jahr 1431, als albanische Bischöfe ans Konzil von Basel eingeladen wurden. Die unter dem Pseudonym Dora d’Istria publizierende albanisch-rumänische Schriftstellerin Helena Fürstin Koltsova-Massalskaya, geborene Elena Ghica, lebte zur Mitte des 19. Jahrhunderts während mehreren Jahren in der Schweiz.

Es wird aber davon ausgegangen, dass sie nur bis zum Mönchsjoch gelangte und die Erstbesteigung erst zwei Jahre später erfolgte. Sie war aber die erste Frau, die in die Region des Jungfraujochs aufgestiegen war. Zur Zeit der albanischen Nationalbewegung waren viele Gründerväter Albaniens in der Schweiz. Naim Frashëri erholte sich von einer Krankheit im aargauischen Baden. Gedenktafel beim Fraumünster in Zürich, mit der die kosovo-albanische Emigrantengemeinde ihren Dank für die Aufnahme in der Schweiz während des Kosovokriegs ausdrückt. In den 1970er Jahren waren die Albaner aus Kosovo und Mazedonien überproportional stark an der jugoslawischen Gastarbeiter-Migration in der Schweiz beteiligt. In den 1990er Jahren diente die Schweiz als wichtiges Zentrum für die albanische Diaspora aus Kosovo.

In der Schweiz wurden mehrere albanischsprachige Zeitungen herausgegeben, während sie der UÇK als Basis für Finanzierungen und Organisation diente. Der Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in Albanien war hingegen nur von geringer Bedeutung für die albanische Diaspora in der Schweiz. Im Gegensatz zu Nachbarländern wie Italien und Deutschland nahm die Schweiz kaum albanische Staatsbürger auf und führte illegal Eingewanderte konsequent zurück. Im Mai 2011 wurde ein Dachverband aller Albaner in der Schweiz in Bern gegründet. Der albanische Dachverband möchte als Lobby funktionieren für die Albaner aus allen albanischen Gebieten auf dem Balkan.

In der Schweiz wurden bis anhin keine Statistiken erhoben, wie viele Personen sich als Albaner bezeichnen. Auf Basis der Volkszählung im Jahr 2000 wurde die Zahl der Albanisch-Sprechenden auf 170’000 geschätzt. Die Albaner konzentrieren sich in der Deutschschweiz. Wichtige Zentren der albanischen Diaspora in der Schweiz sind Zürich, Basel, Bern, Winterthur und St. Die Anzahl der in der Schweiz lebenden Albaner wurde bisher nicht amtlich erfasst, weil in amtlichen Statistiken Ausländer nach ihrer Staatsangehörigkeit differenziert werden. Albaner wurden je nach dem als albanische, mazedonische, Schweizer oder serbische Staatsangehörige erfasst.

Die in der Schweiz lebenden Albaner sind überwiegend Muslime. Daneben gibt es auch Bektaschiten und über 20. Albaner feiern in Lausanne am 17. Februar 2008 die Unabhängigkeitserklärung der Republik Kosovo. Bis in die 1980er Jahre waren fast nur männliche Gastarbeiter in der Schweiz, die in der Gesellschaft aufgrund ihrer jugoslawischen Staatsangehörigkeit kaum als Albaner wahrgenommen wurden. Viele hielten sich so lange in der Schweiz auf, so dass es ihnen später möglich wurde, vom Familiennachzug zu profitieren.

Nicht selten ist die albanische Diaspora in der Schweiz von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus betroffen. Durch vielfältige Integrationsschwierigkeiten und Straftaten einiger krimineller Albaner entstanden bei vielen Schweizern Vorurteile gegenüber albanischen Migranten, die zu Angst, Hass und Unsicherheit führen. Die wirtschaftliche Integration ist für Albaner in der Schweiz weiterhin mit Schwierigkeiten verbunden. Zahl bei der restlichen ständigen Wohnbevölkerung. Muslime in der Schweiz stigmatisiert wurden und allgemein der Rassismus in der Schweiz zugenommen hat. Seit den 1990er Jahren sind in der Schweiz zahlreiche Vereine entstanden, welche die Repräsentation der albanischen Diasporagemeinde zum Ziel hatten.