Spiel und Tanz zu klassischer Musik PDF

Bezeichnung für die im Zuge fortschreitender Globalisierung entstandenen Mischformen aus westlichen und nicht-westlichen Musikpraktiken. In den 1980er-Jahren wurde das Genre zu einer Mode, und der Begriff wurde zum Sammelbegriff für mehrere herkömmliche Musikrichtungen benutzt. Die europäische Musik des Mittelalters lässt sich spiel und Tanz zu klassischer Musik PDF Ganzes betrachtet nur als Symbiose von zentraleuropäischen und vorderorientalischen Elementen verstehen. Auch außerhalb des europäischen Kulturkreises kam es in früheren Jahrhunderten immer wieder zur Vermischung unterschiedlicher Musikformen.


Författare: Renate Fischer.
Dies ist in ein Praxisbuch mit Gestaltungsideen zu 25 Musikstücken von Barock bis Moderne. Die Spielanregungen zu Werken wie „Vier Jahreszeiten“, „Karneval der Tiere“ oder „Peer Gynt“ bieten vielfältige Zugänge zur Musik. Die beiliegende CD enthält alle vorgestellten musikalischen Werke. Die DVD zeigt ausgewählte Gestaltungen und Tänze mit Kindern.

Peter Frankopan bezeichnet den mittelasiatischen Kulturraum als die Wiege früher Hochkulturen. Religionen, Sprachen und Musikformen aus nach Westen und bis weit in den Osten. Als eine der populärsten Mischformen unterschiedlicher Stile greift gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA der Jazz auf eine in Europa entstandene Harmonik und westliches Formempfinden zurück, wobei vor allem europäische Instrumente wie unter anderem Trompete, Kontrabass oder auch Banjo gespielt werden. Jahrhunderts waren in den westlichen Konzertsälen Kompositionen mit orientalistischen Elementen in Mode gekommen.

Kühne Ideen zur Überwindung der traditionellen Musikauffassung und zur Erweiterung von Klangquellen und Tonsystemen hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Deutsch-Italiener Ferruccio Busoni entwickelt. Vor allem kamen nun auch genauere Studien traditioneller Musik außereuropäischer Kulturen ins Blickfeld. Kosmopolitisch aufgewachsen und Weltbürger im Geist, pflegte Busoni u. Gegenläufig hierzu verlief die Entwicklung in Deutschland. Kriegsende Kritiker mit ihren vom Nationaldenken geprägten Abgrenzungsideen gegenüber allem Fremden durch. Mit den neu entstandenen Möglichkeiten der Kommunikation und des Reisens war eine neue Ära weltmusikalischen Denkens und Agierens angebrochen.

Vor allem waren es die Medien der Tonaufzeichnung und -speicherung, die für kulturelle Vernetzung sorgten und weltweit die Musiken fremder Völker verfüg- und abrufbar machten. In Deutschland waren in der Nachkriegszeit alle möglichen Spielarten des Jazz sowie einige der lateinamerikanischen Musikstile populär geworden. Grundsätzlich stellt sich bei der Übernahme von Elementen aus der traditionellen Musik fremder Ethnien in den Zusammenhang komponierter sog. Kunstmusik das Problem, dass solche Musik überwiegend in nicht-schriftlicher und improvisierter Form tradiert ist. Der Charakter eines künstlerisch gestalteten Werks und die der Stammesmusik zu Grunde liegende Musikauffassung passen schlecht zusammen. Vereinzelt begannen jetzt auch Vertreter der sog.

Denktraditionen verengte Selbstverständnis aufzubrechen, wobei auch gesellschaftskritisches Gedankengut ins Spiel kam, das in Verbindung mit der 68er-Bewegung zu sehen ist. Bereits 1961 schrieb der Amerikaner Lou Harrison Kompositionen für südostasiatische Gamelan-Instrumente wie zum Beispiel das Concerto in Slendro und verwendete mittelalterliche Tänze, Rituale der Navaho-Indianer, frühe kalifornische Missionsmusik sowie die Hofmusik Koreas in seinen Werken. Seit Anfang der 1970er-Jahre ist in der ganzen westlichen Welt ein auffallend starkes Interesse an nicht-europäischer Musik zu registrieren. Generell werden mit zunehmender Offenheit jetzt auch politisch und sozial relevante Fragen im globalen Zusammenhang gesehen und diskutiert sowie gesellschaftlich tragfähige Formen im Zusammenwachsen der Weltkulturen gesucht. Stelle der deutsche Pianist und Komponist Peter Michael Hamel zu nennen, der mit Musikern aus aller Welt zusammenspielte und einen Mischstil aus klassisch-avantgardistischem Klavierspiel und außereuropäischen Improvisationen entwickelte. 1977 schrieb der kanadische Komponist Claude Vivier mit Pulau Dewata ein Werk, das auf musikalische Erlebnisse auf Bali zurückgeht. Komposition, die dem wunderbaren Volk der Balinesen huldigt.