Sowjetische Demontagen in Deutschland 1944-1949. PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Widerstand von Soldaten gegen den Nationalsozialismus. Kriegsfolgen 6 Millionen europäische Juden fielen dem Rassewahn der Nationalsozialisten zum Opfer, in weiten Teilen Europas war jüdisches Leben ausgelöscht. Sowjetische Demontagen in Deutschland 1944-1949. PDF insgesamt 60-70 Millionen Toten steht der Zweite Weltkrieg für die Tragödie des 20.


Författare: Rainer Karlsch.
Historiker aus Rußland und der Bundesrepublik Deutschland analysieren in zwölf Beiträgen auf außerordentlich breiter russischer und deutscher Quellengrundlage – darunter ein Gesamtverzeichnis der in der Sowjetischen Besatzungszone abgebauten Betriebe – die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Hintergründe, kurzfristigen Wirkungen und Langzeitfolgen der sowjetischen Demontagepolitik in Deutschland.
In der ersten Sektion des Buches wird die Genese der sowjetischen Demontagepolitik erhellt und die sowjetische Bilanz der Demontagen rekonstruiert. Der Nutzen der Demontagen für den sowjetischen Wiederaufbau wird im Hinblick auf die Verwendung von deutschen Rüstungswerken, Anlagen des Jenaer Zeiss Werkes und Ausrüstungen der Autoindustrie detailreich untersucht. Die zweite Sektion ist den Folgen der Demontagen für Wirtschaft und Gesellschaft in der SBZ gewidmet. Mehrere Studien befassen sich mit den regionalen Wirkungen der Deindustrialisierung in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen, der Krise der Reichsbahn, den Problemen der Konversion in der Flugzeugindustrie und den politischen Reaktionen auf die Demontagen.

Eine bipolare Weltordnung entstand, das Gesicht Europas veränderte sich völlig. Ankunft der letzten deutschen Kriegsgefangenen im Auffanglager Friedland im Oktober 1955: Eine Mutter sucht nach ihrem vermissten Sohn. Die Kriegshandlungen selbst sowie ihre unmittelbaren Folgen hatten weltweit etwa 60 bis 70 Millionen Menschen das Leben gekostet, in der Mehrzahl Zivilisten. Verhältnis zur Bevölkerungszahl deutlich weniger gelitten. Ein ähnliches Bild ergibt sich für den Fernen Osten.

China verzeichnete als Hauptleidtragender der japanischen Aggression zwischen 1937 und 1945 etwa 13,5 Millionen Tote, Japan dagegen „nur“ 3,76 Millionen. Ein Kriegsinvalider erhält auf einer Straße in Essen von Passanten Almosen, 1948. Ihre Zahl lässt sich auch nicht annähernd genau schätzen. Noch lange Zeit nach Kriegsende prägten körperlich schwer geschädigte Opfer des Krieges das Straßenbild in den betroffenen Ländern.

Sie stellten jedoch nur die „Spitze eines Eisbergs“ dar. Vielen Kriegsinvaliden war ihre Versehrtheit nicht anzusehen. Weitgehend unsichtbar blieben die vom Krieg verursachten seelischen Schäden. Um es vorweg zu nehmen: Der Zweite Weltkrieg veränderte das politische Gesicht der Welt gründlich. Zunächst bekamen die Verursacher des Krieges die politischen Folgen ihrer Niederlage schmerzhaft zu spüren.

Die alliierten Siegermächte hielten Deutschland wie Japan über Jahre besetzt und unterwarfen beide Länder ihrem politischen Willen. Deutschland war davon in besonderer Weise betroffen. Es verlor alle Gebiete, die es sich seit 1938 mehr oder weniger gewaltsam angeeignet hatte. Umgestaltung Deutschlands und die Umerziehung der Deutschen.

Er tat dies auf der Grundlage der Beschlüsse von Potsdam, welche Deutschland die Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Demokratisierung, Dezentralisierung und Demontage verordneten. Allerdings ging die Gemeinsamkeit der Siegermächte bald verloren. Die vier Besatzungszonen, in die Deutschland eingeteilt worden war, entwickelten sich gemäß den politischen Vorgaben der jeweiligen Besatzungsmacht durchaus unterschiedlich. Eine kommunistische Diktatur nach sowjetischem Vorbild stellte sicher, dass das östliche Deutschland in völliger Abhängigkeit von Moskau blieb.

Diese Teilung Deutschlands 1949 machte deutlich, dass sich die Alliierten des Weltkrieges endgültig auseinandergelebt hatten. Das hatte nicht nur für Deutschland einschneidende Folgen, sondern veränderte Europa und die Welt. Diese Entwicklung lag im fundamentalen politisch-ideologischen Gegensatz zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion begründet. Der Zwang zum gemeinsamen Kampf gegen Hitler hatte diesen Gegensatz für die Zeit des Krieges verdeckt. Auch der Ferne Osten wurde Teil des Ost-West-Konflikts und der neuen, bipolaren Weltordnung.