Sonette für Hanna PDF

Alfred Wolfenstein mit dem Gedicht „Städter“ interpretiert. Zuerst folgt die erste Analyse, dann unten eine zweite eines anderen Users. Interesse gegenüber Mitmenschen in einer Großstadtwohnsiedlung. Städter ist zweigeteilt, es ist auch deutlich eine Einkerbung sonette für Hanna PDF Änderung des Blickwinkels nach der 2.


Författare: Hans Keilson.
Eine Liebe in Zeiten der Verfolgung: Hans Keilsons Sonette für Hanna in einer zweisprachigen Ausgabe.
Seit 1936 im holländischen Exil, verliebt sich Hans Keilson während der Untertauchzeit 1944 in die junge Hanna Sanders – davon berichtet sein ›Tagebuch 1944‹. Unter dem Eindruck dieser Liebe, aber auch im Spannungsfeld zwischen zwei Kulturen und Sprachen schreibt er einen Zyklus von 46 Sonetten, in denen die grausamen Umstände von Krieg und Verfolgung und das Nachdenken über Liebe und Dichtung ihren Widerhall finden.
Der Dichter Jos Versteegen hat nun die Sonette zum ersten Mal ins Niederländische, in die eigentliche Sprache der Liebenden, übertragen und gemeinsam mit Marita Keilson-Lauritz kommentiert. Diese zweisprachige Ausgabe erscheint gleichzeitig im Verlag Nieuw Amsterdam.

Durch die Sonette Form wird dies noch verstärkt. Gegebenheiten so bezieht es in den letzen beiden Strophen die gegebene Situation auf den einzelnen Bewohner. In Vers 1 wird eine riesige Wohnsiedlung wie sie in einer Großstadt stehen könnte beschrieben. Die Siedlung wird gleich in der ersten Zeile durch einen Vergleich mit der dichten Anordnung von Löchern in einem Sieb verglichen wodurch man einen negativen gedrängten Eindruck erhält. Personifikationen der Fenster, Häuser und der Straße verstärken diese Wirkung und lassen die Siedlung in einem Licht des gedrängten, unangenehmen Leben erscheinen. Eine Alliteration in Zeile 4 weckt einen Eindruck der Eintönigkeit verstärkt durch die Farbe grau.

Geradewegs weitergeführt wird dieser Eindruck im zweiten Vers. Es wird das Bild einer Straßenbahn in der die Menschen einander an- dennoch aber vorbeischauen verwendet um erneut die Wirkung der Gedrängtheit zu erwecken. Blickes in einem anderen Menschen hervor. In Vers 3 wird auf das durch die Enge nur spärlich Vorhandensein der Privatsphäre näher eingegangen.

Wände werden mit der Dünne der Haut verglichen was einen unangenehmen Eindruckt erweckt. Tratschen der Hausbewohner über ein Ereignis gemeint ist. Spiegelstrich besonderst hervorgehoben ist- steht im Gegensatz zu den vorangegangenen drei Versen. Ein Vergleich des Lebens mit einem Leben in einer geschlossenen Höhle veranschaulicht die Einsamkeit. Ende des Gedichtes zeigt das eigentliche Vorbeischauen der Anwohner.

In den einzelnen Versen folgen betonte und unbetonte Silben regelmässig aufeinander. In den beiden Vierteiligen Versen handelt es sich um einen Kreuzreim mit teilweise unreinen Reimen, in Vers 3 und 4 ist kein Reimschema mehr erkennbar. Diese Gedicht beschreibt den Zustand des Alleinseins in einer Großstadt. Alfred Wolfenstein, aus dem Jahre 1919, beschreibt eine beklemmende Wirklichkeit des Stadtlebens, die im genauen Gegensatz zum menschlichen Wunschdenken steht. Das Gedicht beschreibt einen Ort in einer Großstadt, zunächst ein Haus, später eine Straßenbahn, der vor allem durch Enge und Leere gekennzeichnet wird. Das Gedicht besteht aus vier Strophen.

Die ersten beiden Strophen bestehen aus vier, die letzten beiden jeweils aus drei Zeilen. Strophe liegt dann kein einheitliches Reimschema mehr vor. Auf Grund der Verschachtelung der Sätze, ist ein klares Metrum nicht zu erkennen, man kann jedoch Vermuten, dass einer betonten Silbe in der Regel zwei unbetonte Folgen. Durch das Gedicht werden vor allem in der ersten Strophe Gefühle der Einengung ausgedrückt. Um diese Wirkung zu erzielen, bedient sich der Autor Wörtern wie nah, drängend und dicht. Aber auch der Vergleich der Straßen einer Stadt, mit Gewürgten, zeigt, dass der Autor ein ganz und gar nicht positives Bild der Stadt hat. Stadt an Raum zu mangeln, Häuser stehen eng beieinander, und ein allgemeiner Eindruck einer grauen Tristesse bleibt zurück, während des Lesens.

Rede, was zusätzlich eine gewisse Beklemmung mit sich bringt. Auch der Vergleich der Menschen, mit Fassaden ist beängstigend, vor allem, weil diese Verdingung des Menschen, im Kontrast zur Vermenschlichung der Häuser steht. Von den mit Fassaden verglichenen Menschen wird im Folgenden der Versuch unternommen, nicht zu kommunizieren. Die Folgende Strophe beschreibt erneut, wie ähnlich sich Haus und Mensch geworden sind, gleich zu Beginn dieses Abschnittes, werden Wände, mit menschlicher Haut verglichen. Aber auch die Dünne ist hier zu beachten: Dünne steht hierbei wohl für Indiskretion, resultierend aus Enge.