Sizilien im Film PDF

Januar 1933 in Corleone als drittes von sieben Kindern in eine Bauernfamilie hineingeboren, die bis sizilien im Film PDF keine Kontakte zur Cosa Nostra gepflegt hatte. Bereits in seinen frühen Jahren arbeitete er mit seinem Vater Angelo als Landarbeiter auf den Feldern und verließ die Schule im Alter von 10 Jahren. Riina Luciano Liggio an, einem ranghohen Gefolgsmann von dem örtlichen Mafia-Boss namens Michele Navarra.


Författare: Carmen Hasenbein.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Kunst – Fotografie und Film, Note: 1,1, Universität der Künste Berlin (2 Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Einleitung:
Der Bildungstourist Goethe bereiste im Jahre 1787 Italien mit der Postkutsche und stellte fest: Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele. Hier ist erst der Schlüssel zu allem. Der deutsche Schriftsteller Johann Gottfried Seume unternahm zwei Jahrzehnte später von Leipzig aus einen Spaziergang nach Syrakus in Sizilien und entdeckte den bestialischen Makkaronenfraß des gemeinen Sizilianers. Aber welches Bild weckt Sizilien? Selbst wer noch nie in Sizilien, diesem oft vergessenen Anhängsel von Italien, gewesen ist, hat bestimmte Vorstellungen von der Insel nicht zuletzt durch die vielen Filme, die in und über Sizilien entstehen. Angefangen bei den Klassikern wie Stromboli über Giuseppe Tornatores Nuovo Cinema Paradiso bis hin zu der Serie Allein gegen die Mafia kam Sizilien in jedes Wohnzimmer, oft voller Klischees und Stereotypen:
rauchende Schrotflinten und die Mafia, wüstenähnliche Landstriche, archaischer Ehrbegriff, dornige Kaktusfeigen.
In dieser Arbeit möchte ich untersuchen, wie Sizilien im Film dargestellt wird. Um den Umfang dieser Arbeit nicht zu sprengen und die einzelnen Filme ausreichend analysieren zu können, möchte ich mich auf drei Regisseure beschränken: Luchino Visconti, Francesco Rosi und Pietro Germi.
Die sechs von mir ausgewählten Filme sind in den Jahren von 1948 bis 1976 entstanden, so dass aufgrund des zeitlichen Spektrums auch darauf eingegangen werden kann, ob eine Entwicklung in der filmischen Darstellung stattgefunden hat.
Zunächst möchte ich kurz die Vorgehensweise für diese Arbeit und die Kriterien, nach denen ich die Filme der drei Regisseure ausgewählt habe, erläutern.
Folgende Filme habe ich für die Untersuchung ausgewählt:
1. La terra trema (1948) dt. Titel: Die Erde bebt von Luchino Visconti.
2. Il Gattopardo (1962) dt. Titel: Der Leopard von Luchino Visconti.
3. In nome della legge (1948) dt. Titel: Im Namen des Gesetzes von Pietro Germi.
4. Divorzio all italiana (1961) dt. Titel: Scheidung auf italienisch von Pietro Germi.
5. Salvatore Giuliano (1961) dt. Titel: Wer erschoss Salvatore G.? von Francesco Rosi.
6. Cadaveri eccellenti (1976) dt. Titel: Die Macht und ihr Preis von Francesco Rosi.
In dieser Auflistung habe ich auch die deutschen Verleihtitel der Filme vermerkt, im weiteren Verlauf werde ich die Originaltitel verwenden.
La terra trema ist einer der ersten auch international beachteten Filme, dessen Thema Sizilien ist er soll für die vorliegende Arbeit den Anfangspunkt darstellen und der 1976 entstandene Filme Cadaveri eccellenti von Francesco Rosi den zeitlichen Schlusspunkt.
Natürlich kann die Auswahl der Filme nur subjektiv sein. Für diese Arbeit gelten jedoch einige grundsätzliche Kriterien, die die Auswahl von vornherein beschränken: Um sicherzustellen, dass es sich bei dem Blick auf das Land nicht um einen fremden Blick handelt, habe ich nur Filme von italienischen Regisseuren ausgewählt. Um die Filme miteinander vergleichen zu können, ist es weiterhin wichtig, dass alle Filme ihre Handlung in Sizilien haben und die Protagonisten vornehmlich Sizilianer sind. Im Laufe der Recherche habe ich festgestellt, dass Sizilien zwar sehr oft zum Thema eines Films gemacht wurde, es gibt allerdings nicht sehr viele besonders ältere Filme, auf die alle genannten Kriterien zutreffen.
Um herauszufinden, wie die Regisseure Sizilien darstellen, möchte ich den jeweiligen Film in dominierende Themen unterteilen, die mir beim Ansehen als erste aufgefallen sind. Da jeder Film eigenständig behandelt werden muss, können durch die Unterschiedlichkeit der Pr…

Schnell erwarb Provenzano sich den Ruf eines gewissenlosen Schlägers, vor dem man sich besser in acht nahm. Im Jahr 1954 sollte Provenzano für den Militärdienst eingezogen werden, wurde aber für untauglich erklärt. August 1958 wurde Michele Navarra ermordet. Dem Mord vorhergegangen war ein Konflikt zwischen dem aufstrebenden machthungrigen Liggio und dem etablierten Patriarchen Navarra. Im folgenden Krieg, in dem Liggio und seine Anhänger Navarras Gefolgsleute systematisch eliminierten, war Provenzano einer der besten Killer Liggios. September 1963 ermordete Provenzano einen letzten Anhänger Navarras und zog sich alsbald von der Bildfläche zurück. Beim berühmten Massaker in der Viale Lazio am 10.

Dezember 1969 tötete er persönlich Michele Cavataio, der einer der Hauptverantwortlichen für den Ersten Mafiakrieg war. Im Verlaufe eines gnadenlosen Mafia-Krieges in den Jahren 1981 und 1982, in dem Hunderte Mafiosi starben, stiegen die Corleonesi zur führenden Mafia-Familie in Sizilien auf. Von den frühen 1960er Jahren bis zu seiner Festnahme in 2006 wurde Provenzano nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Da es nur ein Fahndungsfoto aus seiner Jugendzeit gab, veröffentlichte die italienische Polizei jahrelang nur ein Phantombild. Insider beschrieben Provenzano als sehr misstrauisch und menschenscheu. Während Riina mit blutigen Attacken gegen den Staat von sich reden machte, arbeitete Provenzano zunächst als Schuldeneintreiber eines Kreditunternehmens, das nicht viel mehr als eine Geldwaschanlage für Drogengeschäfte war und er stürzte sich auf die Aufträge, die in der Bau- und Abfallbranche der Insel zu vergeben waren. Als 1992 seine Frau und Kinder ihr Versteck verlassen hatten, gab es Vermutungen, er selbst sei nicht mehr am Leben.

Durch Provenzanos Führung konnte es verhältnismäßig ruhig um die sizilianische Mafia werden, da er versuchte die Cosa Nostra aus den Schlagzeilen herauszuhalten und sie nach Kräften zu konsolidieren. Er konnte die Welle der Mafia-Abtrünnigen zum Stillstand bringen und er räumte der Betreuung von Gefangenen wieder ihre traditionell hohe Stellung auf der Prioritätenliste der Cosa Nostra ein. Immer wieder wechselte er die Verstecke und unter anderem hieß es, Provenzano habe sich als Bischof getarnt. In seinen Unterschlüpfen gab es weder Computer, noch Handys. Er kommunizierte ausschließlich über Pizzini – kleine, eng beschriebene und bis auf Fingernagelgröße gefaltete Botschaften, in denen er seinen Adepten Anweisungen gab und die Fäden der Organisation fest in der Hand hielt. Bernardo Provenzano, im Alter von 73 Jahren, am 11.

2 km vom Stadtzentrum von Corleone entfernt, festgenommen. Ein abgehörtes Telefonat habe die Ermittler auf die richtige Spur gebracht, berichteten italienische Medien. In seinem Versteck fand sich auch eine Schreibmaschine, die er angeblich zum Schreiben seiner Nachrichten benutzt hatte. Nach Aussage der Polizei soll Provenzano keinen Widerstand geleistet und seine Identität zugegeben haben.