Sinn gesucht – Gott erfahren 3 PDF

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Sinn gesucht – Gott erfahren 3 stellt die klassische Jugendgruppenarbeit, die Arbeit mit Konfirmanden und Firmlingen sowie den Religionsunterricht in den Mittelpunkt, deren Form meist zeitlich und räumlich begrenzt ist.
Auch in 45-Minuten-Einheiten können wichtige Erfahrungen vermittelt werden – nah dran an der Lebenswelt und den Lebensthemen junger Menschen. Durch diese Form der erlebnispädagogischen Übungen kommen Lernprozesse in Gang, die über den zeitlich und räumlich begrenzten Rahmen hinausgehen. Sie bieten die Chance, den oftmals eintönigen, reizarmen und körperlich wenig herausfordernden Alltag zu durchbrechen. So werden Erfahrungen in realen Zusammenhängen ermöglicht, die neu motivieren, ganzheitlich zu denken und zu lernen.
Sinn gesucht – Gott erfahren 3 schließt an den Erfolg der ersten beiden Bände an und geht mit seinen Übungen einen Schritt weiter: hin zu neuen Herausforderungen und Chancen der klassischen Gruppenarbeit.
„Erlebnispädagogik in 45 Minuten?! Was eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, gelingt den Autoren in hervorragender Weise: Sie liefern fundierte Impulse, Theorien und Methoden für eine
Erlebnispädagogik in zeitbegrenzten Räumen – die in der Praxis auch wirklich funktionieren!“
Stefan Westhauser, CVJM-Akademie gGmbH, Leitung Institut für Erlebnispädagogik

Warum sind wir hier auf Erden? Wie sollen wir leben, um unseren Daseinszweck zu erfüllen? Hierbei wird diskutiert, ob dieser durch eine äußere Institution vorgegeben ist, etwa ein göttliches Gebot, ob ein bestimmtes Verhalten der Natur entspringt, dass z. Zumeist wird die Frage nach dem Sinn des Lebens so verstanden, dass nach einem bestimmten Zweck gefragt wird, dem das Leben dienen soll, oder nach einem bestimmten Ziel, das angestrebt werden soll.

Ziel ist fern, Zweck ist nah. Sinn ist tief, Zweck ist flach. Sex im Alter ist zwecklos, aber nicht sinnlos. Gemeinte setzt zunächst eine sprachliche Klärung und Eingrenzung voraus. Die Fragestellung nach dem Sinn des Lebens ist offenbar nur dem Menschen zu eigen. Der Mensch als gesellschaftliches Wesen ist mit der Erziehung, Ausbildung, dem Berufsleben usw. Beziehung zu anderen Menschen und wird von klein auf zur Nützlichkeit, zur Arbeit, zu sinnvollem Handeln, zu einem sinnvollen Leben angehalten, oftmals ohne dieses ausdrücklich als Sinn seines Lebens benannt zu bekommen.

Viele Menschen stellen sich die Frage nach dem Sinn des Lebens im Alltag in der Regel nicht, solange die eigene Lebensführung nicht zweifelhaft oder fragwürdig wird. Häufig kommt es zu einer existenziellen Sinnkrise, wenn Ereignisse nicht mehr in das vorhandene Sinnkonzept integriert werden können: z. Viele Menschen, die sich an Psychotherapeuten wenden, betrachten den Sinnverlust als Krankheit und äußern die Hoffnung, ihrem Leben einen neuen Sinn geben zu können. Ein Problem, das in einer unendlichen Rekursion münden kann, ist die Frage, warum die meisten Sinnsuchenden nie nach dem Sinn der Lebenssinn-Frage selbst fragen: Warum stellen sich viele Menschen überhaupt die Frage nach dem Sinn ihres Daseins?

Warum drängt es viele Menschen so sehr, sie zu beantworten? Was ist eigentlich der Gewinn oder der Verlust, wenn sie beantwortet oder nicht beantwortet wird? Das Stellen der Frage nach dem Sinn des Lebens muss nicht zwingend eine positiv bestimmte Antwort nach sich ziehen. Verschiedenen psychologischen Ansätzen nach wählen viele Menschen den Weg der Verdrängung. Sie weichen einer Auseinandersetzung mit der Sinnfrage und letztlich auch mit sich selbst aus. Eine andere Reaktion ist der Zynismus.

Davon spricht man, wenn Menschen zwar eine große Sinnleere in ihrem Leben empfinden, das Leiden daran jedoch unterdrücken. Verzweiflung, so bei Kierkegaard, eine mögliche Reaktion. In einer solchen Verfassung droht das Leben zu scheitern. Ihre Ausprägungen können Depressionen und Suizid sein, d. Albert Camus, für den das Leben grundsätzlich absurd ist. Adorno charakterisierte in seinem Werk Negative Dialektik die Frage nach dem Sinn des Lebens als eine der letzten, in denen die Kategorien der Metaphysik in der Welt nach dem Holocaust weiterlebten.

Nach Viktor Frankl kann der Mensch seinem Leben prinzipiell in jeder Situation Sinn abgewinnen oder geben, solange er bei Bewusstsein ist. Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie. Steht die eigene Person im Zentrum der Suche nach dem Lebenssinn, so können Wünsche nach Befriedigung körperlicher, materieller, sozialer und geistiger Bedürfnisse dominieren. Eine weitere Ausrichtung des Lebenssinns entsteht durch die Bedeutungsgebung im Hinblick auf andere Menschen bis hin zur Menschheit oder allgemein der Umwelt. Wird die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht in menschlichen Belangen gesucht, so kann sie auch in philosophischen oder spirituellen Angelegenheiten gefunden werden.