Sinfonie Nr. 4/2 Es-Dur PDF

Robert Schumanns Tod im Sinfonie Nr. 4/2 Es-Dur PDF – ein schwarzer Schatten über der deutschen Musik? Vogel als Prophet – „Waldszenen“ op.


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Mit über 1.200 Titeln aus Orchester- und Chorliteratur, Kammermusik und Musiktheater ist die Edition Eulenburg die größte Partiturreihe der Welt. Sie deckt einen großen Teil der Musikgeschichte vom Barock bis zur klassischen Moderne ab und blickt auf eine lange Tradition zurück.

Leidenszeit in der Irrenanstalt – verwischte Spuren Gibt es eine andere Biographie der Musikgeschichte, die so umstritten ist? Bis heute stehen sich zwei Parteien unversöhnlich gegenüber: die einen wollen bis in die letzten Einzelheiten das Verhalten von Schumanns Umkreis und seiner Ärzte rechtfertigen, als gelte es den Ruf der eigenen Familie zu wahren. Wer zum ersten Mal etwas davon hört, kann einfach nicht glauben, wie sehr Robert in der Irrenanstalt gelitten hat und wie extrem er dort von Clara und allen früheren Freunden isoliert wurde bis er buchstäblich verschimmelte. Von 1830 bis 1853 hatte er eine führende Rolle im deutschen Musikleben gespielt, und dann war er von heute auf morgen wie lebendig begraben.

Ansonsten wurde in diesen Jahren von denen, die er selbst als Bahnbereiter begrüßt hatte, ein neues Ideal für die Musik geschaffen, und an deren Beginn stand die Abwendung zuerst gegen Robert als Person und dann gegen seine Spätwerke. Claras Konzerttourneen, Brahms‘ Werke und nicht zuletzt sein „Deutsches Requiem“ sowie Joachims Tätigkeit in Berlin haben in der zweiten Hälfte des 19. Vielleicht ist es sogar in gewisser Weise wahr, dass nur jemand für Schumanns Zeit in der Irrenanstalt Verständnis aufbringen kann, der aus eigener Erfahrung das Leiden an der bürgerlichen Harmonie kennt. Jedenfalls muss zu denken geben, wie sorgfältig alle wichtigen Spuren getilgt wurden. Schumanns Briefe an Clara sind ab dem Jahr 1851 vernichtet oder nicht zugänglich. Ich fand sie, was die Gefühläußerungen betrifft, sehr monoton, lauter Klagelieder, die wohl gerechtfertigt waren durch das schwere Schicksal, die ich aber nie der Öffentlichkeit preisgegeben sehen möchte. Nicht ohne große Erregung lebte ich in diesen Briefen die ganze Vergangenheit seit Roberts Krankheit wieder durch „.

Auch diese Tagebücher – ohnehin oft mehr im Blick auf die Kinder und die Nachwelt geschrieben, denn als offenes Selbstgespräch – wurden vernichtet, nachdem Litzmann nur die Passagen zitieren durfte, die die Kontrolle der über das Ansehen ihrer Mutter wachenden Tochter Marie passiert hatten. Der Aufnahmebericht mit der Anamnese fehlt bis heute, ebenso alle regelmäßigen Berichte der Ärzte an Clara. Immer wieder wird gesagt, die Ärzte hätten Clara abgeraten oder gar verboten, dass sie oder ihre Kinder Robert besuchen. Die entsprechenden Briefe sind aber nicht mehr vorhanden.

Auch als Robert dies deutlich wünschte, spätestens Anfang 1855, ist Clara jedoch nicht zu ihm gefahren. Seit 2006 sind die erhaltenen Krankenberichte vollständig veröffentlicht, ergänzt um alle Briefe aus dieser Zeit. Was dort steht, spricht für sich. Anfangs hat er vielleicht wirklich in der Einlieferung in die Irrenanstalt eine Flucht aus dem missglückten Familienleben und Hilfe vor den ihn überwältigenden akustischen Halluzinationen gesehen. An den Tagen zwischen dem Selbstmordversuch und der Fahrt in die Irrenanstalt am 4. Weihnachten 1854 kam mit Joseph Joachim der erste Besuch.

Das hat ihm offenbar völlig die Augen geöffnet über seine Lage. Verhalten der Wärter ihm gegenüber und versucht, sein Leben zu normalisieren. Sagte bei der Abendvisite er sey gesund her gekommen. Für Clara und die Kinder hat er Joachim keine Geschenke mitgegeben, was sie tief enttäuschen musste. 1854 bringt sie „fast ausschließlich mit Ordnen und Verbrennen vieler Briefe zu, wobei Johannes mir treulich half! Ihm macht das Verbrennen freude, das ’sich krümmen‘ so mancher Namen! 1855 wird Felix getauft, Brahms ist einer der Paten.

Trotz aller Aktivitäten leidet Schumann immer wieder unter Angstanfällen. Als Clara immer deutlicher von Roberts Wunsch hört, wieder entlassen zu werden, schreibt sie am 6. Ich fürchte so sehr, daß mein Mann vorzeitig auf eine Aenderung seines Aufenthaltes dringt, und das wäre doch sehr schlimm, gerade jetzt, wo ich so gern das Frühjahr noch recht mit all seinem Balsam auf Ihn einwirken lassen möchte in Ruhe! Bei der Einlieferung galt als Krankheit Melancholie.

Davon ist in den Krankenberichten jedoch ausschließlich am 25. Stattdessen begründen die ärztlichen Berichte seine Krankheit in erster Linie mit seiner schwindenden Sprachfähigkeit. Aber ist nicht auch das zu verstehen, wenn jemand so radikal aus einem Leben in der Öffentlichkeit abgesperrt wurde? Statt sich über positive Anzeichen einer Gesundung zu freuen, wurde alles dem einmal gefassten Urteil über seine Krankheit untergeordnet. Litzmann hat seine Biographie von Clara Schumann nach deren Tod im Auftrag ihrer Tochter 1902-08 veröffentlicht und wurde von ihr ständig kontrolliert. Sicher hat er aber zutreffend wiedergegeben, wie im nachhinein die Rechtfertigungen weiter gegeben wurden. Es ist wahr, daß in späteren Briefen, und besonders in denen an Brahms und Joachim, die geistigen Interessen, und vor allem auch eine eindringlichere Beschäftigung mit seinen eignen und den Kompositionen der Freunde, mehr und mehr aufzuleben scheinen.

Aber es ist doch immer nur wie ein Gnadengeschenk, wie ein flüchtiger letzter Sonnenstrahl, der, durch die Wolken brechend, noch einmal trügerisch von einem Tage Kunde gibt, der hinter den Wolken auch schon zur Ruhe geht. Bis heute ist umstritten, ob Schumann überhaupt Syphilis hatte. Es wird vermutet, dass er sich 1831 angesteckt hat, also lange vor seiner Heirat mit Clara. Die wichtigste Quelle ist Schumann selbst. Schrieb in letzter Zeit wieder allerlei abrupte Äußerungen melancholischen Inhalts und Reflexionen nieder z.