Selbst ist die Pflanze PDF

Stevia rebaudiana ist eine mehrjährige, wärmeliebende, krautige Pflanze, die aus den Subtropen stammt, nicht frosthart ist und deshalb meist als einjährige Pflanze kultiviert wird. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Paraguay in Südamerika. Seit Jahrhunderten wird Stevia rebaudiana schon von der indigenen Bevölkerung Brasiliens und Selbst ist die Pflanze PDF als Süßstoff und Medizin verwendet.


Författare: Sigrid Tinz.
Fliegen, springen, schwimmen, »Taxi fahren« – Pflanzen haben vielfältige und raffinierte Methoden, um ihre Samen in die Welt zu tragen und passende Standorte zu erobern. Die Geoökologin Sigrid Tinz begleitet Akelei, Glockenblume, Storchschnabel oder Schlüsselblume auf ihren Wanderwegen und lässt uns dabei immer wieder staunen vor dem Erfindungsreichtum der Natur.
Wie sich die Beobachtungen fürs entspannte Gärtnern nutzen lassen, zeigt die Autorin höchst unterhaltsam und kompetent. Erprobte Praxistipps und Pflanzenporträts erleichtern die standortgerechte Auswahl und die Initialpflanzung empfehlenswerter Arten, um dem Zufall etwas nachzuhelfen. Die Nachkommen der sich selbst vermehrenden Pflanzen dürfen dann mit etwas Lenkung selbst entscheiden, wo sie sich niederlassen. Das spart Gärtnerinnen und Gärtnern auf Dauer Mühe und Geld, vor allem aber schenkt es viel Zeit: um der Natur bei der Arbeit zuzuschauen und Pflanzen- und Tierwelt zu genießen.
Das Buch erlaubt einen neuen Blick auf unsere heimischen Gartenpflanzen und lässt den Garten Jahr für Jahr ein bisschen überraschender, bunter und natürlicher werden.

Natürliche Stevia-Vorkommen findet man im Hochland des Grenzgebietes zwischen Brasilien und Paraguay, zum Beispiel im Departamento Amambay. Ohne Frosteinwirkung ist die Pflanze in Paraguay vier bis sechs Jahre lang nutzbar. In Deutschland wird seit 1998 an der Universität in Hohenheim an der Stevia-Pflanze geforscht, und seit 2002 werden im Rheinland Feldversuche mit Stevia durchgeführt. Stevia ist eine seit Jahrhunderten bekannte Pflanzenart, die auch als ein natürlicher Süßstoff bezeichnet werden kann.

Ihre Inhaltsstoffe, häufig auch Stevioside genannt, werden vor allem in Asien als Zuckerersatz zum Süßen von Tees und Nahrungsmitteln verwendet. Im Vergleich zum Rübenzucker sind Stevia-Blätter 30-mal, und der darin enthaltene süßende Stoff, Steviosid, ist in reiner Form sogar 150- bis 300-mal süßer. Dabei enthält das Blatt nur ein 300stel des physiologischen Brennwerts der süßkraftäquivalenten Menge von Haushaltszucker. Nachdem ein Expertengremium der UN im Juni 2008 Süßstoff aus Stevia gesundheitliche Unbedenklichkeit attestiert hat, wurden in der Schweiz erste Einzelanträge zur Verwendung von Süßstoff-Zusatz aus Stevia bewilligt. So wurde Stevia in der Schweiz für einzelne Produkte wie Schokolade oder Eistee bewilligt. In der EU ist der aus den Steviablättern gewonnene Süßstoff ab dem 2. Frankreich hatte bereits zuvor als erster EU-Staat per Dekret eine vorläufige Zulassung für Süßstoffe aus der Pflanze Stevia rebaudiana ausgesprochen.

Man stellte in den Blättern der Stevia rebaudiana über 100 pflanzliche Wirkstoffe fest. Diese gehören vor allem zu den Gruppen der Terpene und Flavonoide. Die Bestandteile, die für die Süße der Stevia verantwortlich sind, wurden 1931 dokumentiert. Dabei handelt es sich um acht bis dahin unbekannte Glycoside. Von den Guaraní und aus brasilianischen und paraguayischen Traditionen wird überliefert, dass Stevia auch als Arznei verwendbar sei. Stevia soll herzstärkend wirken, außerdem gegen Übergewicht, Bluthochdruck und Sodbrennen wirksam sein.

Untersuchungen zur Wirkung von Steviaextrakten auf die Sterilität bei der Ratte zeigten keine einheitlichen Ergebnisse. In Studien konnten blutdrucksenkende, blutzuckersenkende, antimikrobielle und gefäßerweiternde Eigenschaften beobachtet werden. In Japan und Südamerika wurden keine negativen Wirkungen beobachtet. Stevia ist auch für Diabetiker geeignet und erhöht nicht den Blutzuckerspiegel. Dem eigentlichen Süßstoff, dem Steviosid, konnte keine mutagene oder genotoxische Wirkung nachgewiesen werden.

Die Mutagenität des Abbauprodukts von Steviosid, Steviol, ist umstritten. Band 5, Edition Vincent Klink, Stuttgart 2007, Gebunden, ISBN 978-3-927350-86-1, S. Yield quality and water consumption of Stevia rebaudiana Bertoni grown under different irrigation regimes in southern Italy. In: Italian Journal of Agronomy 2008, Vol. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen, 6. EFSA bewertet die Sicherheit von Steviolglycosiden, Webnachricht vom 14. 300 Mal süßer als Zucker und ohne Kalorien, in: Gemüse Nr.

10, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 2005, S. 300 Fragen zu Kräutern, Gräfe Und Unzer, 2008, S. Die Entdeckung der Stevia Pflanze, Stevia Ratgeber, PDF-Datei 2,9 MB, 28. Wie bewurzelt das Süßkraut am besten? 3, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, S. 3, Verlag Accessable Publishing Systems PTY, 2008, S.

Stevia: Frankreich genehmigt den Natursüßstoff, Mitteilung vom 12. Schiwek: Handbuch Süssungsmittel: Eigenschaften und Anwendung, Behr’s Verlag DE, 1991, S. Rimpler: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, 5. Melis: Effects of chronic administration of Stevia rebaudiana on fertility in rats. Bunyawong: Effect of stevioside on growth and reproduction. Gladys Mazzei Planas and Joseph Kuč: Contraceptive Properties of Stevia rebaudiana. Böhm: Etablierung von in-vitro Methoden zur Bestimmung des endokrinen Potentials von Fremdstoffen.

Developmental toxicity of steviol, a metabolite of stevioside, in the hamster. Safety assessment of some Stevia rebaudiana sweet principles. Federation of American Societies for Experimental Biology, Abstracts of Papers. 66th Annual Meeting, New Orleans, Louisiana. EU-Kommission: Verwendung von Steviosiden als Süßstoffe. EU-Kommission: Verwendung von Stevia rebaudiana Bertoni-Pflanzen und Blättern.