Seelsorge und Geistliche Begleitung PDF

Diese Bibliographie steht im PDF-Format zum Download zur Verfügung. Deutschen geschichtlich gewachsene Bezeichnung, seelsorge und Geistliche Begleitung PDF sich aus den Wörtern Seele und Sorge zusammensetzt. Er bezeichnet die persönliche geistliche Begleitung und Unterstützung eines Menschen insbesondere in Lebenskrisen durch einen entsprechend ausgebildeten Seelsorger, meist einen Geistlichen der jeweiligen Konfession. Kontext seelsorgliches Handeln leiten und begründen.


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Wie sind die verschiedenen Perspektiven eines unmittelbar evangelisch-kirchlichen Interesses an Seelsorge und Geistlicher Begleitung und wissenschaftliches Verstehen zusammenzubringen bzw. möglicherweise auseinanderzuhalten? Und: Wie können Innen- und Außenperspektiven im Blick auf Geistliche Begleitung so zur Sprache kommen, dass auf diese Weise eine Anstoß zu einem weiterführender Diskurs eröffnet wird?
Diesen Fragen galt das Interesse des Symposions an der Universität Heidelberg im September 2013 mit der Überschrift: „Seelsorge und Geistliche Begleitung – ein Thema wissenschaftlicher Reflexion“. Die Beiträge dieses Bandes gehen darauf zurück.
Mit Beiträgen von Sabine Bayreuther, Jochen Cornelius-Bundschuh, Wolfgang Drechsel, Sabine Kast-Streib, Dagmar Kreitzscheck, Ralph Kunz, Susanne Schneider-Riede, Sylvia Schönenberg und Ralf Stolina.

Auch der biblische Befund, dass Gott oder dass Jesus Christus sieht, erkennt, besucht und tröstet, kann zum Vorbild einer biblisch begründeten Seelsorge-Theorie genommen werden. Zur Definition von Seelsorge besteht ein gewisser Konsens dahingehend, dass es sich bei Seelsorge um eine verbale und durch andere Zeichen vermittelte Interaktion im kirchlichen wie individuellen Kontext handelt. Diese Lehre von der Seelsorge ist Teilgebiet der Praktischen Theologie. Seelsorgliches Handeln ist nicht zu verwechseln mit psychotherapeutischem Handeln. Die Arbeit mit pathologischen Dynamiken gehört nicht in den Kompetenzbereich eines Seelsorgers und wird daher bewusst ausgeklammert.

Nach evangelischem, katholischem sowie orthodoxem Verständnis ist jeder Christ und jede Christin zur begleitenden Seelsorge im allgemeinen Sinne des Beistehens, Mittragens und des Sich-Einfühlens berufen und befähigt. Im Fokus christlicher Seelsorge steht nicht die Lösung eines aktuellen Problems, sondern sie versteht sich als ein Beziehungsgeschehen. In der alten Kirche ging es bei der Seelsorge primär um den Kampf des Christen gegen die Sünde, die sein endzeitliches Seelenheil gefährdet, und die Aufgabe des Seelsorgers war es, dem einzelnen Christen dabei zu helfen. Am Übergang zum Mittelalter verfasste Gregor der Große das an den Papst gerichtete Liber regulae pastoris, eines der einflussreichsten Bücher über Seelsorge, das je geschrieben wurde. Im Mittelalter war die Seelsorge eng an die Praxis des Bußsakraments gebunden, die Schuldbekenntnis, Wiedergutmachung und Lossprechung durch den Priester umfasste. Gegen die oft veräußerlichte Routine wurde insbesondere aus dem Mönchstum angegangen, beispielsweise von Bernhard von Clairvaux. Jahrhundert begründete der evangelische Theologe Friedrich Schleiermacher die Praktische Theologie.