Schriftsteller lesen die Bibel PDF

Schwierige und damit das ganze Leben zu begreifen. Was hat mich zum Schriftsteller lesen die Bibel PDF gebracht?


Författare: Christoph Gellner.
'Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Verheißung und Erfüllung, Geburt und Tod, das ganze Drama der Menschheit, alles ist in diesem Buche', schrieb Heinrich Heine über die Bibel. Er war einer der ersten deutschen Schriftsteller, der die Bibel unter ästhetischen, literarischen und kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten las: als Sprachkunstwerk und großes Menschheitsbuch. Christoph Gellner stellt in 13 Porträts bekannte Autoren des 20. Jh. vor, die diese Tradition fortsetzen.
Christoph Gellner stellt in 13 Porträts bekannte Autoren des 20. Jh. vor, die in der Tradition von Heinrich Heine die Bibel als Sprachkunstwerk und großes Menschheitsbuch gelesen haben.

Kein Buch, kein Bild, die ganze Kultur richtet nichts aus. Unterschied, ob ich lese zum Genuss und Belebung oder zur Erkenntnis und Belehrung. Buch hat seine gute Seite: die letzte! Das ganze menschliche Geschlecht lobt nur das Gute, das Individuum oft das Schlechte. Kopf statt dem eigenen zu denken. Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden. Lesen zu lernen und von dem Gelesenen Nutzen zu haben.

Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht. Sie geben immer und fordern nie. Liest du ein Buch, lernst du einen Freund kennen. Ein Buch ist ein Garten in der Tasche. Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. Schriftsteller, die ununterbrochen nach Tiefgang suchen, kommen mir vor wie Taucher in einer Badewanne. Neue als das Gute zu lesen.

Er kann sich seine Schriftsteller aussuchen. Moderne Literatur ist die Kunst, den richtigen Interpreten zu finden. Art Schaufel, mit der ich mich umgrabe. Buches ist schon die erste Stufe der Selbstverwirklichung. Menschen, ein Weg zu Menschen, eine Schule, Menschen kennen zu lernen. Illusion von der Vollkommenheit des Menschen geben. Weisheit, bestickt mit den Perlen der Worte.

Die Welt allein bildet einen vollkommenen Menschen nicht. Das Lesen der besten Schriftsteller muss dazu kommen. Warmduscher“ zu sein – richtige Jungs zappen sich durchs Fernsehprogramm oder daddeln am Computer. Wer misst sich schon an saftlosen Intellektuellen? Belletristisches oder wissensorientiertes Lesen bringt bei uns in Deutschland momentan weder Geld noch Prestige. Chor von Stimmen im Kopf, wenn er nach dem richtigen Urteil in einer Sache sucht.

Und es geschieht etwas mit ihm, wenn er Voltaire, Freud, Bultmann oder Darwin liest. Das hat zur Folge, dass auch seine Beziehungen zu den Anderen differenzierter und reicher werden. Was es mit dem Lesen auf sich hat, will unsere kleine Lesekunde beleuchten. Haltestelle, an der er aussteigen wollte. Schwarzsehern vernehmen, werde langsam zu einer Bedrohung unserer Buch-Kultur.

Lesekunde, die mit dieser Folge beginnt, beleuchten und dabei auch einige Antworten auf die oben gestellten Fragen wagen. Tradition verbindet sich das Lesen mit Paradiesvorstellungen. Nicht jedem Autor mag dies behagen. Lust oder Pein – was soll Lesen bewirken? Das sogenannte Werther-Fieber ist ein klassisches Beispiel. In einer Umfrage bei seinen Autoren wollte der Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld wissen, was ihr erstes bewegendes Leseerlebnis war.

Dabei kann die sogenannte Flow-Theorie hilfreich sein. Es handelt sich dabei um eine psychologische Forschungsmethode, die auf einer breiten empirischen Basis beruht. Im Ergebnis stellt sich ein autotelischer Zustand her. Konzentration und Hingabe wesentliche Elemente der Lesekultur sind. Den Unbefangenen, der mich, sich und die Welt vergisst und in dem Buche nur lebt.

Sinne eines billigen Eskapismus zu verstehen. In der Anverwandlung einer zweiten Familie stecken eine emanzipatorische und eine therapeutische Kraft. Schon seine Titelformulierung deutet darauf hin, dass der Leser, der zu lesen versteht, kein passiver Rezipient ist. Er ist im Akt des Lesens Mitarbeiter am Text. Freilich ist unbestreitbar, dass das instrumentelle Lesen eine unentbehrliche Fertigkeit ist, der Normalfall des Lesens. Informations- und Kommunikationsmedien selektiv und bewusst zu nutzen.