Schamanismus und Tantra in Nepal PDF

Etablierung schamanismus und Tantra in Nepal PDF Buddhismus als Staatsreligion im 8. Jahrhundert die vorherrschende Religion der Tibeter.


Författare: Christian Rätsch.
Nepal ist die einzige Kultur der Welt, in der Schamanismus und tantrische Techniken bis heute lebendig geblieben sind. Dieses Buch ist das Ergebnis von achtzehn Jahren Feldforschung des Ethnologen und Ethopharmakologen Dr. Christian Rätsch und der Kulturgeschichtlerin und Anthropologin Dr. Claudia Müller-Ebeling. Es basiert auf dem Wissen, den Erfahrungen und auf Originalaussagen verschiedener nepalesischer Volksgruppen und bietet erstmals einen umfassenden Überblick über den Schamanismus in Nepal. Die tantrische Tradition wird anhand von Thankas verschiedener Volksstämme erläutert. Farbig reich illustriert, enthält das Buch Reproduktionen von fünfzig Thankas in hervorragender Qualität und unzählige, bisher unpublizierte Fotos von schamanischen Heilungszeremonien, Ritualgeräten und kulturell bedeutsamen Pflanzen. Es präsentiert eine Fülle von originalen Rezepturen und Räuchermischungen und Beschreibungen von mehr als zwanzig Pflanzen, deren psychoaktive Eigenschaften und Gebrauch durch Schamanen bisher noch nie erforscht oder dokumentiert wurden. Ein Buch nicht nur für Fachleute, sondern für ein breites Publikum, das an den heute wieder aktuellen Themen Schamamismus und Tantra interessiert und von der Thanka-Malerei fasziniert ist.

Bön rituelle und schamanistische Elemente oder Bön-Gottheiten in den Buddhismus gelangten und umgekehrt der Buddhismus den Bön wesentlich beeinflusste. 1977 wurde der Bön von der tibetischen Exilregierung und vom Dalai Lama offiziell als fünfte spirituelle Schule des Tibetischen Buddhismus anerkannt. 2006 wurde das Yundrung-Bön Zentrum Shenten Dargyé Ling in Frankreich als Kloster einer eigenständigen Glaubensgemeinschaft vom Staat anerkannt. Buddha Shenrab Miwoche aus dem Land Tagzig zurück und soll frühere Tieropfer durch symbolische Opferungen abgelöst haben. Später breitete sich der erneuerte-Bön aus und war Staatsreligion in Zhang-Zhung das den heiligen Berg Kailash umgab. Der zentraltibetische König Songtsen Gampo eroberte im 7. Bön zunehmend vom Buddhismus verdrängt und verfolgt.

Nach seiner Ermordung zerfiel das tibetische Königreich. Es wurde ein systematisches Lehrgebäude geschaffen und es verbreitete sich die Ordination von Mönchen und Nonnen. 1405 wurde das Kloster Menri von Bön-Lama Nyammed Sherab Gyeitshen gegründet. Dieses und das später gegründete Kloster Yungdrung Ling wurden Hauptzentren des Bön. Nach dem Einmarsch der chinesischen Armee Mitte des 20.

Kein tibetisches Kloster hat die Wirren dieser Zeit unbeschädigt überstanden. 1977 erkannte der Dalai Lama Bön als fünfte spirituelle Schule Tibets an. Dem tibetischen Exilparlament gehören seitdem zwei Vertreter des Bön an, wie für die anderen vier Hauptschulen des tibetischen Buddhismus. Heute gibt es in Tibet und China über 264 aktive Bön-Tempel beziehungsweise Klöster. Abgesehen vom wiederaufgebauten Menri-Kloster in Dolanji im indischen Exil ist der Bön in Tibet und in Nepal noch lebendig. In Ost-Tibet ist Bön weiter verbreitet, vereinzelte Kommunen gibt es auch in West- und Zentraltibet sowie unter Nomaden. Seit den 1980er Jahren wurden in Tibet einige Bön-Klöster wieder aufgebaut und von Mönchen besiedelt, so Yungdrung Ling.

In der Geschichte des Bön treten drei unterscheidbare Formen auf, die noch praktiziert werden. Die älteste ist eine vorbuddhistische animistisch-schamanistische Religion, auch alter Bön oder schwarzer Bön genannt. Die zweite Form ist der Yungdrung-Bön, auch ewiger oder glückverheißender Bön genannt, der auf den Buddha Shenrab Miwoche zurückgehen soll. Die animistischen Ursprünge stammen aus vorbuddhistischer Zeit und enthalten schamanistische Rituale und Glaubensformen die sich vom neuen Bön stark unterscheiden. Während spätere Bön-Formen die buddhistischen Vorstellungen von Karma und Reinkarnation übernahmen, waren und sind im alten Bön Begräbnisriten zentral und es gab komplexe Begleitrituale beim Tod des Königs, eines hochgestellten Adligen oder eines Ministers, um diese auf ein gutes Leben im Jenseits vorzubereiten. Die Bön-Religion hat ein eigenes Pantheon von Göttern, Geistern, Dämonen und anderen Wesen. Der originale Bön ähnelt somit anderen animistischen Religionen wie dem japanischen Shintō, dem altaischen Animismus oder dem chinesischen Schamanismus.

Bön-Mani-Stein mit dem Mantra Om ma tri mu ye sa le du. Historische Vertreter der Yungdrung-Bön-Tradition sind die Meister Tapihritsa und Drenpa Namkha. Die Lehren dieser Schule umfassen mehr als 200 Werke. Darunter finden sich auch Schriften zu Philosophie, Heilkunde, Metaphysik und Kosmologie. Letztgenannte sind Sutra, Tantra und Dzogchen, ähnlich derer der Nyingma-Schule. Unterweisungen von Zhang Zhung“, die ältesten Überlieferungen eines Dzogchen-Meditationssystems der Bön.

Vertreter des Yungdrung-Bön die im Westen lehren sind der ehrwürdige Yongdzin Tenzin Namdak Rinpoche und sein Schüler Tenzin Wangyal Rinpoche. Der neue Bön, auch reformierter Bön genannt, steht systematisch zwischen Yungdrung-Bön und der buddhistischen Nyingma-Tradition. Er entwickelte sich ab dem 14. Jahrhundert aus einer Synthese von Lehrelementen des Yungdrung-Bön und Elementen der Nyingma, vor allem durch das wechselseitige Auffinden von Termas der Bön- und der Nyingmatradition.