Rithy Panh und der kambodschanische Völkermord PDF

Das Tuol-Sleng-Genozid-Museum ist das ehemalige Gefängnis S-21 der Roten Khmer und dient der Erinnerung an die dort begangenen Verbrechen während des Genozids in Kambodscha zwischen 1975 und 1979 zur Zeit des Rithy Panh und der kambodschanische Völkermord PDF Kampucheas. S-21 war eines der 196 Gefängnisse des Demokratischen Kampucheas. Es wurde von Kaing Guek Eav, alias Duch, geleitet. Obwohl es oft als Folterzentrum beschrieben wird, war es vielmehr ein Internierungszentrum, denn nicht alle Häftlinge wurden gefoltert.


Författare: Valérie Bürgy.
Der kambodschanische Völkermord, der offiziell nach der Einnahme Phnom Penhs durch die Guerillatruppen der Roten Khmer am 17. April 1975 begann und am 9. Januar 1979 nach dem Einmarsch der vietnamesischen Armee ein Ende fand, kostete schätzungsweise 1.7 bis 1.9 Millionen Menschen das Leben. Rithy Panh, selbst ein Überlebender des Genozids, ist heute ein renommierter Filmemacher. In seinen Filmen setzt er sich vor allem mit der Thematik des Kambodschanischen Völkermordes auseinander.

Allerdings war der Tod für jeden Häftling unausweichlich. Ein in S-21 Eingelieferter wurde systematisch als schuldig betrachtet, wenn nötig wurde ein Geständnis erzwungen. Tuol Sleng kann als „Brechnusshügel“ übersetzt werden. Das war der Name der Grundschule, die neben dem Gymnasium lag, in dem sich heute das Museum befindet.

Obwohl S-21 schon seit August 1975 als Institution existierte, wurde es erst im April 1976 auf Befehl des ehemaligen Schullehrers Duch an dem Ort einquartiert, wo sich heute das Museum befindet. Das Gefängnis existierte bis zum 7. Die Gesamtzahl der in S-21 inhaftierten Menschen variiert von Hochrechnung zu Hochrechnung. Archiv des Museums basiert, betrug die Gesamtzahl der Häftlinge „mindestens 12. Die ersten Insassen von S-21 waren Soldaten und Beamte des Lon Nol-Regimes, welche die Roten Khmer unmittelbar nach ihrer Machtübernahme im April 1975 verhafteten.

Großer Saal mit einer Ausstellung über Einzelschicksale unter dem Khmer-Rouge-Regime. 720 Personen waren zu manchen Zeitpunkten für das Folterzentrum tätig. Darunter waren rund 300 Wächter und Verhörer, die anderen dienten als Arbeiter oder arbeiteten auf den Feldern des S-21. In S-21 benutzte Instrumente ausgestellt im Tuol-Sleng-Genozid-Museum.

Unten, Fußfesseln, die in Massenzellen benutzt waren. Die Anlieferung neuer Gefangener in das S-21 erfolgte meist in Gruppen. Manchmal wurden auch Ehepartner und alle Kinder mit eingeliefert, um niemanden zu hinterlassen, der später Rache üben könnte. Die Gefangenen wurden bei Ankunft zunächst in einem großen Raum untergebracht.