Reiseführer Bosnien und Herzegowina PDF

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Författare: Marko Plesnik.

Veneto ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Region Italiens und liegt bei der Einwohnerzahl mit über 4,9 Millionen Einwohnern an fünfter Stelle. Die Region grenzt im Osten an Friaul-Julisch Venetien, im Nordwesten an Trentino-Südtirol, im Westen an die Lombardei und im Süden an die Emilia-Romagna. Die Region ist in sechs Provinzen und eine Metropolitanstadt unterteilt. Die flächenmäßig größte ist die Provinz Belluno, die Provinz Padua die bevölkerungsreichste. Historisch ist die Region lange Zeit zur Republik Venedig gehörig gewesen, deren Terraferma, also Festlandbesitz, sie bildete.

1797 kam der größte Teil des Gebietes nach dem Frieden von Campo Formio zur Habsburgermonarchie. Venetien war ein bedeutender Schauplatz des Ersten Weltkrieges. Dort wurde 1918 die entscheidende Schlacht von Vittorio Veneto geschlagen, woraufhin bei Padua der Waffenstillstand von Villa Giusti zwischen dem Königreich Italien und Österreich-Ungarn unterfertigt wurde. Zwischen 1943 und 1945 gehörte Venetien großteils zur Italienischen Sozialrepublik, die Provinz Belluno wurde der deutschen Operationszone Alpenvorland einverleibt. Zahlreiche Städte wurden durch die Alliierten bombardiert. Im Jahre 1963 wurde die Region von der Katastrophe von Vajont erschüttert.

Oktober löste sich eine 270 Millionen Tonnen schwere Flanke vom Monte Toc. Geröll und Steine rutschten in den Vajont-Stausee. 25 Millionen Tonnen Wasser schwappten über den neu gebaute Staudamm. Eine 160 Meter hohe Flutwelle vernichtete fünf Dörfer im Tal, unter anderem die Ortschaft Longarone. Venetien in den 1960er und 1970er Jahren von einer armen und kleinbäuerlich geprägten Region zu einer der industrialisiertesten und wirtschaftlich fortgeschrittensten Italiens. Landwirtschaft wird vor allem in großflächigen Plantagen betrieben, entlang der Adriaküste ist der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

November 2012 nahm der Regionalrat von Venetien mit 29 Ja-, zwei Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen die Regionalregierung in die Pflicht, sich auf internationaler Ebene um die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts des Volkes von Venetien zu bemühen, um eine Volksabstimmung abhalten zu können, die gegebenenfalls zur Loslösung von Italien führen könnte. Oktober 2017 fand ein konsultatives Referendum über eine vergrößerte Lokalautonomie Venetiens statt. Bis Anfang der 1970er Jahre war das arme Venetien ein ausgesprochenes Auswanderungsland. Zwischen 1870 und 1970 verließen über 3 Millionen Menschen die Region, bis 1930 vor allem in Richtung Lateinamerika, später verstärkt in andere Gegenden Italiens. Seit der Industrialisierung im Zuge der 1970er Jahre sind sowohl zahlreiche Süditaliener als auch viele Ausländer, hauptsächlich Osteuropäer, nach Venetien gezogen, so dass zum 31.

Neben Italienisch sprechen die meisten Einwohner Venetisch, das aufgrund der tiefgreifenden Unterschiede zum Standarditalienischen als eigenständige Sprache betrachtet werden kann. Da die Region über keinen Autonomiestatus verfügt, werden die Minderheitensprachen kaum gepflegt. Die zimbrischen Sprachinseln in den Sieben und Dreizehn Gemeinden sind infolge der faschistischen Italianisierung beinahe ausgestorben. Die traditionell konservativ und katholisch geprägte Region war über Jahrzehnte eine Hochburg der italienischen Christdemokraten. Seit den 1990er Jahren wird die Region von Mitte-rechts-Bündnissen regiert. Durch die Erinnerung an die lange Selbständigkeit und stolze Tradition Venedigs sind autonomistische und separatistische Tendenzen besonders ausgeprägt.