Reichsstädte im Alten Reich PDF

Dieser Artikel handelt von Ständen und Körperschaften. Produkte, zur Dresdner Künstlervereinigung siehe Die Zunft. Die Zünfte schrieben ihren Mitgliedern zur Sicherung von Qualitäten Produktionsmethoden vor. Dadurch wehrten sie zwar Überproduktionen ab, andererseits verhinderten sie die Einführung neuer, produktiverer, eventuell reichsstädte im Alten Reich PDF gesundheitsgefährdender Produktionstechniken.


Författare: Benedikt Bärwolf.

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Das Alte Reich und der moderne Staat, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, oder kurz Altes Reich, existierte von 1495 bis 1806. Das Alte Reich bestand aus vielen Reichsständen, wie zum Beispiel die Reichsstädte, um die es hier im Besonderen gehen soll. Die Reichsstädte unterstanden im Unterschied zu den Territorialstädten, dem Kaiser und dem Reich. Sie erhielten vom Kaiser ein hohes Maß an Autonomie, was durch eine eigene Stadtverwaltung mit dem Recht Steuern zu erheben, zum Ausdruck kommt.

Seit dem Mittelalter und bis zur Industrialisierung im 19. Erfassung ihrer Mitglieder, die daraufhin oft auf das Land auswichen. Der lateinische Ausdruck für diese Vereinigungen war collegium, beispielsweise der Handwerker, Kaufleute, Schiffsbesitzer, Bäcker usw. Handwerkszweige in den Städten sich stark spezialisierten. Als älteste, urkundlich belegte Zunft gilt die Frankfurter Fischer- und Schiffer Zunft aus dem Jahr 945 n. 1010 entstand die Würzburger Fischerzunft, die ihr Bestehen jedes Jahr am 6.

In den meisten deutschen Städten lag die Macht anfänglich nur in den Händen des städtischen Adels und der Ministerialen der Klöster, Bischöfe und Hochadeligen. Später konnten auch die Fernkaufleute gewisse Rechte und politischen Einfluss erkämpfen. Die Vereinigung von Handwerkern zu Zünften, das heißt ihre Organisation innerhalb der Stadt, war während dieser Zeit oft stark eingeschränkt oder gar verboten. In bestimmten Städten im Heiligen Römischen Reich gelang es den in Zünften organisierten Handwerkern sogar, die politische Macht ganz oder teilweise zu erobern. Im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit verschwanden jedoch die meisten Zunftrepubliken unter dem Druck der Landesfürsten wieder und der politische Einfluss der Zünfte wurde eingeschränkt oder ganz auf das Wirtschaftsrecht reduziert. Gegen die Macht der Meister innerhalb der Zünfte bildeten die Gesellen ab dem Spätmittelalter eigene Gesellenvereinigungen. Die nicht in Zünften organisierten Handwerker gehörten mancherorts zur sogenannten Meinheit.

Sie hatten dann, im Gegensatz zu ungebundenen Gesellen, Knechten und Tagelöhnern jedoch häufig das Bürgerrecht. Das Leben des einzelnen Gruppenmitgliedes wurde von der Zunft entscheidend bestimmt. Nur in dieser Einbindung konnte der Zunfthandwerker seiner Arbeit nachgehen. Die Gemeinschaft der Amtsmeister regelte die Arbeit und Betriebsführung des Einzelnen, die Qualität seiner Produkte, kontrollierte seine sittliche Lebensführung, sicherte ihn in individuellen Notfällen und betete für das Seelenheil ihrer verstorbenen Mitglieder. Die Entwicklung des Handwerks vom Ende des Mittelalters bis zum 19.

Jahrhundert wird durchweg als anhaltender Niedergang beschrieben, unter den mit Einführung der Gewerbefreiheit ein befreiender Schlussstrich gezogen wurde. An Ausartungen des Brauchtums und überholten sozialen Strukturen ist diese Beurteilung oft verdeutlicht worden. Arbeiterbewegung vorbereitet oder gar vollzogen wurde, ist noch Gegenstand der wissenschaftlichen Kontroverse. Der Zunftzwang und damit die wirtschaftliche Macht der Zünfte wurden nach der Französischen Revolution in den von Napoleon dominierten Gebieten auch im deutschsprachigen Raum stark eingeschränkt oder ganz aufgehoben. In der Schweiz verloren die Zünfte mit der Helvetischen Revolution 1798 vorübergehend ihre Macht, die sie aber teilweise mit der Mediation 1803 wieder zurück erlangten. Moderne Nachfolger der Zünfte sind die Handwerkerinnungen. Mancherorts bestehen Zünfte noch als Handwerkervereinigungen oder als folkloristische oder gesellschaftliche Vereine, wie in Zürich.

In den verschiedenen deutschen Gebieten wurden durch die Einführung der Gewerbefreiheit im Laufe des 19. In Bern sind die Gesellschaften und Zünfte bis heute Körperschaften des öffentlichen Rechts. In einigen Städten hat sich der Umzug einer Zunft oder von Zunftvereinigungen in der Form von Stadtfesten erhalten. In Zürich besteht mit dem Sechseläuten der bekannteste jährliche Umzug der Zünfte, die hier den Status privatrechtlicher Vereine haben. Hauptartikel Livery Company und seine Detailartikel. Das Zunftrecht galt in Städten, außerhalb dieser war das Handwerk zunftfrei oder unzünftig.

Grund für ihre weitgehende politische Ohnmacht. Außerhalb der Zünfte durfte der Zunftberuf nicht ausgeübt werden. Die Zünfte kontrollierten in den Städten die Anzahl der Handwerker und Gesellen und legten ihre Regeln schriftlich in obrigkeitlich genehmigten Zunftordnungen fest. Damit wurden die Regeln der jeweiligen Handwerksberufe aufgestellt und überwacht, beispielsweise Ausbildungsregeln, Arbeitszeiten, Produktqualität und Preise.