Rechnungslegung als Instrument des Gläubigerschutzes PDF

Passivseite der Bilanz und stellen die Kapitalquellen eines Unternehmens dar. Bilanz- rechnungslegung als Instrument des Gläubigerschutzes PDF gesellschaftsrechtlich ist also Kapital die Summe aller Passiva eines Unternehmens. Die Buchhaltung führt die Endbestände der Passiv- und Aktivkonten zusammen, die Gegenüberstellung der Passiva mit den Aktiva zu einer kontenmäßigen Einheit heißt Bilanz.


Författare: Jan-Philipp Kilian.

Die Arbeit untersucht anhand einer Taxonomie zum Gläubigerschutz, wie die Schutzmechanismen für Fremdkapitalgeber im internationalen Vergleich aussehen. An den Länderfällen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA wird dabei erforscht, welche systemischen Alternativen auftreten und wie die relative Bedeutung staatlicher versus privatvertraglich vereinbarter Schutzmechanismen ausfällt. Als Ergebnis werden zwei idealtypische Gläubigerschutzsysteme identifiziert, wobei ersteres vornehmlich auf marktlichen Mechanismen basiert, während sich letzteres überwiegend auf staatliche Mechanismen stützt. Für beide Systeme werden unterschiedliche Reaktionen auf Veränderungen der Umweltbedingungen beschrieben.

Die drei Bilanzprinzipien der Bilanzwahrheit, Bilanzklarheit und Bilanzkontinuität gelten sowohl für Aktiv- als auch Passivseite. Danach besteht die Passivseite auf der ersten Gliederungsebene abschließend aus Eigenkapital und Verbindlichkeiten, zu denen Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten und passive latente Steuern gehören. Das Eigenkapital ergibt sich als Saldo zwischen den Wertansätzen auf der Aktivseite und denen auf der Passivseite. Es stellt das erbrachte und in der Unternehmung belassene Kapital dar, auf das die Unternehmensinhaber Residualansprüche haben. Unter bestimmten Umständen kann oder muss die Passivseite um weitere Posten ergänzt werden. Neue Posten dürfen hinzugefügt werden, wenn ihr Inhalt nicht von einem vorgeschriebenen Posten abgedeckt wird. Sonderposten mit Rücklagenanteil hatten sowohl Fremd- als auch Eigenkapitalcharakter und durften nur bis Dezember 2009 gebildet werden.