Realisation – Verwirklichung und Wirkungsgeschichte PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Adorno ist eine Weiterleitung auf realisation – Verwirklichung und Wirkungsgeschichte PDF Artikel. Adorno wuchs in behüteten, großbürgerlichen Verhältnissen in Frankfurt auf. Als Kind erhielt er eine intensive musikalische Erziehung, und bereits als Schüler beschäftigte er sich mit der Philosophie Immanuel Kants.


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Newmans Begriff «Realize» beinhaltet die gegenseitige Bestimmung von Denken, Reden und Handeln. B. Trocholepczy beschreibt in diesem Sammelband dazu erstmals den Zirkel «aus der spannungsgeladenen Einheit von Denken und Leben Newmans» im Rückgriff auf dessen Kommentarnotizen zum Text der Nikomachischen Ethik: ein Grundlagenbeitrag für die Praktische Theologie. T. Merrigan, Leuven, zeigt an der antagonistischen Verfahrensweise Newmans den Schlüssel zu dessen praktisch-theologischem Denken. R.A. Siebenrock, Innsbruck, entwirft eine «Tiefengrammatik kirchlichen Handelns» am Paradigma Wandel der Kirche. H. Geißler vom «Centre of Newman Friends», Rom, gibt eine andragogische Darstellung von Newmans Topthema «Gewissen und Wahrheit». H.P. Siller analysiert Newmans Begriff der Glaubenserfahrung. G. Biemer zeichnet die Linien von Newmans Katechetik. Der kritischen Rückfrage nach einer Pädagogisierung der Theologie bei Newman stellt sich Lothar Kuld, Weingarten. Zur politischen Wirkungsgeschichte des christlichen Glaubens führen die Forschungsbeiträge von Jakob Knab, Kaufbeuren, und Dermot Fenlon CO, aus Newmans Oratorium in Birmingham. Fenlon resümiert: «Wenn Newman von einem deutschen Papst selig gesprochen wird … mag es vernunftgemäß erscheinen, dies als Frucht einer christlichen Pädagogik zu verstehen, die in Birmingham ihren Anfang hatte und ihre beeindruckendste Verwirklichung im Dritten Reich fand.»

Adornos Arbeit als Philosoph und Soziologe steht in der Tradition von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx und Sigmund Freud. Adorno wurde 1903 in Frankfurt als Theodor Ludwig Wiesengrund geboren. Er wuchs in der Schönen Aussicht, Hausnummer 9, auf, einer Straße am Mainufer. Im Nebenhaus betrieb sein Vater eine Weinhandlung, zu der ein großes Weingut im Rheingau gehörte. Adorno wurde römisch-katholisch getauft und empfing die Erstkommunion. Auf Wunsch seiner gläubigen Mutter war er geraume Zeit auch als Ministrant tätig. Frankfurt bereits mit 17 Jahren das Abitur als Jahrgangsbester.

Philosophisch geschult wurde er durch seinen 14 Jahre älteren Freund Siegfried Kracauer, den er bei einer Freundin seiner Eltern kennengelernt hatte. Kracauer war ein bedeutender Feuilletonredakteur der Frankfurter Zeitung. Herzberger entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den Eigentümer-Familien beider Firmen. Schon im ersten Jahr seines Aufenthalts in Wien verfasste er Aufsätze über Werke von Berg und Schönberg. Er setzte damit seine bereits als Student aufgenommene musikkritische Tätigkeit fort, die er 1928 mit dem Eintritt in die Redaktion der musikalischen Avantgarde-Zeitschrift Anbruch fundieren konnte. Die Jahre seines Wiener Aufenthalts waren für Adorno die kompositorisch intensivsten. Unter seinen Kompositionen machen eine Reihe von Klavierliederzyklen den umfangreichsten und auch gewichtigsten Teil aus.

Daneben schrieb er Orchesterstücke, Kammermusik für Streicher und A-cappella-Chöre und bearbeitete französische Volkslieder. Zusammen mit Berg besuchte er Lesungen von Karl Kraus. Lektüre, begann er ihn zu schätzen. Bergs führten ihn auch in exzellente Restaurants. Walter Benjamin und Alfred Sohn-Rethel zu fruchtbarem Gedankenaustausch zusammentrafen. Martin Mittelmeier interpretiert diesen Aufenthalt als einen Wendepunkt in der intellektuellen Biographie Adornos.

Zurück aus Wien, widmete er sich der musikpublizistischen Tätigkeit und dem Komponieren. Daneben begann Adorno die Arbeit an einer Habilitationsschrift. 1930 waren für Adorno Jahre der beruflichen Ungewissheit. Vergeblich bemühte er sich um eine feste Anstellung als Musikkritiker bei Ullstein in Berlin. Zahlreiche Kompositionen und musikkritische Beiträge aus dieser Zeit zeugen indessen von nicht erlahmter Produktivität. Lage brauchte er sich keine Sorgen zu machen, sein Vater hatte ihm weitere Unterstützung zugesagt.