Römische Geschichtsschreibung PDF

In der Frühzeit Roms war Legion die Bezeichnung für das gesamte militärische Aufgebot der Stadt, das von den beiden Konsuln ausgehoben und befehligt wurde. Mit römische Geschichtsschreibung PDF Wachstum des Ager Romanus und bei besonderem Bedarf wurden zusätzliche Legionen aufgestellt. In dieser langen Zeitspanne waren sie erheblichen Wandlungen in Stärke, Zusammensetzung, Ausrüstung und Einsatz unterworfen. Im Westen verschwanden sie im Verlauf des 5.


Författare: Dieter Flach.
Dieter Flach gibt in diesem Buch einen kompakten Überblick über die römische Geschichtsschreibung von den Anfängen bis in die Spätantike. Die wichtigsten Werke der lateinischen Historiographen werden vor dem politischen und gesellschaftlichen Hintergrund ihrer Entstehungszeit dargestellt lund in den gattungsgeschichtlichen Kontext eingeordnet.

Jahrhunderts, im oströmischen Reich dann endgültig im 7. Wie bei allen Informationen über die römische Königszeit sind die zur Verfügung stehenden Quellen mit Aussagen über die Frühzeit des römischen Heeres sehr viel später entstanden und daher stark durch Legenden und Interessen der jeweiligen Entstehungszeit gefärbt, sie werden von der heutigen Forschung überwiegend als spätere Rekonstruktion angesehen. Der Ursprung der Legion lag Mitte des 7. In der Legion dienten die Bürger des ersten Aufgebots vom 18. Die älteren Jahrgänge hatten die Stadtbefestigungen daheim zu besetzen. Mit dem zunehmenden Erstarken Roms im 4. 000 Mann in sechs Reihen plus 2.

Legionsdenar des Marcus Antonius LEG III zwischen zwei Feldzeichen. Legion zunehmend aus Freiwilligen, dennoch gab es auch weiter Aushebungen. Im Ganzen umfasste die römische Armee zu dieser Zeit ca. 25 Legionen, wobei diese durch die Verhältnisse des anhaltenden Bürgerkrieges oft weit unter der Sollstärke lagen. Die Legionen operierten regelmäßig zusammen mit sogenannten Auxiliartruppen. Dabei handelt es sich um Truppen nichtrömischer Herkunft in etwa gleicher Anzahl.

Sie wurden als Verstärkung der Fußtruppen sowie als leicht bewaffnete Spezialeinheiten angeworben, die die römische leichte Infanterie und Kavallerie an Qualität übertrafen und sie mit der Zeit völlig ersetzten. Die Hauptaufgabe der legionseigenen Reiterei war dagegen nicht der Einsatz in der Schlacht, sondern Aufklärung und Kurier- und Meldedienste. Um eine jederzeitige Befehlsgebung zu gewährleisten, waren die Legionsstabsoffiziere ebenfalls beritten. Als Pferdeknechte und Treiber dienten in der Regel Sklaven. Die Zahl der Pferdeknechte wurde auf 700 pro Legion, die der Treiber auf 300 geschätzt. 400 Mann wurde in zwei neue Legionen zu je 4. Zenturien zu zwölf Gliedern in offener bzw.

Die Hastati führten den ersten Angriff im ersten Treffen. Die Principes bildeten das zweite Treffen der Schlachtordnung. Die Triarii besaßen als die bestausgerüsteten Elitesoldaten besonderes Ansehen. In ausweglosen Situationen boten sie den letzten Rückhalt. Velites standen als leichtbewaffnete Plänkler außerhalb der Schlachtordnung. Hastati und Principes erhielten ebenfalls das Pilum, während die Triarii weiterhin mit der langen Stoßlanze ausgerüstet blieben und, nur drei Glieder tief, in geschlossener Ordnung kämpften. In Notsituationen wie den Punischen Kriegen gegen Karthago, insbesondere nach dem Verlust mehrerer Legionen gegen Hannibal, wurde die Einteilung nach unten geöffnet, um die nötige Anzahl von Rekruten zu erhalten.

Diese waren teilweise nicht in der Lage, ihre Ausrüstung selbst zu beschaffen, und der Staat musste diese stellen. Nach den Niederlagen gegen die Kimbern, Teutonen und Ambronen wurde eine Heeresreform immer dringender. Diese Reform wurde in der klassischen Geschichtsschreibung mit dem Namen des Feldherrn Gaius Marius verbunden und ab 104 v. Im Zuge dieser Reformen änderten sich Organisation, Ausrüstung und Erscheinungsbild der Legionen nachhaltig.

Beispielsweise wurde der Legionsadler als alleiniges Identifikationssymbol der Truppe eingeführt. Rekruten gesenkt und später ganz abgeschafft. Damit verlor auch die Einteilung der Legion in Truppenteile mit unterschiedlich guter Bewaffnung ihre Bedeutung. Stattdessen wurde für die Zuordnung innerhalb der Legion das Dienstalter maßgeblich. Die Rekruten begannen als Hastati, gehörten später zu den Principes und schließlich zu den Triariern.

Somit gaben nun die Triarier nicht mehr als die am aufwändigsten Ausgerüsteten, sondern als erfahrenste Soldaten, der Truppe den Rückhalt. Weiterhin wurde der große und langsame Tross, der ein Schwachpunkt der römischen Marschordnung gewesen war, erheblich verkleinert. Die Soldaten mussten ihr Gepäck nun selbst tragen. Nur für die Feld- und Biwakausrüstung für den Feldlagerbau hatte jedes Contubernium ein Tragtier. Die insgesamt etwa 540 Tragtiere mit ihren Tragtierführern folgten wohl jeweils direkt ihrer Zenturie oder dem Manipel.

Veteranen wurden nach ihrem in der Regel 16-jährigen Dienst vom Staat versorgt und bekamen wohl seit Marius regelmäßig ein Stück Land zugeteilt. Da die jeweiligen Heerführer diese Ansprüche gegenüber dem Senat politisch durchzusetzen vermochten, gerieten die Legionäre in ein enges Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Heerführer, die sogenannte Heeresclientel. 1 Zenturie mit 60 bis 100 Mann Die Zusammenfassung von zwei Zenturien zu einem Manipel war zu dieser Zeit im Gefecht noch von taktischer Bedeutung. Das Oberkommando der Armeen, die oft in lange andauernden Kampagnen eingesetzt wurden, war durch die Einrichtung der Promagistrate gesichert, die das Heer anstelle der in Rom unabkömmlichen Konsuln führen konnten. Jedoch gab es keine feste Regelung für das ständige Kommando einer einzelnen Legion.